Roter Tee (hóng chá)

Rote Tees im Vergleich: Yunnan Hong Cha, Wuyi Hong Cha und Qimen Hong Cha

Was in der westlichen Welt als Schwarzer Tee oder black tea bekannt ist, wird in China – wohl wegen der rötlich-braunen Farbe des Aufgusses – als Roter Tee bezeichnet (chin. Hong Cha – 紅茶). Die deutsche Bezeichnung Schwarzer Tee bzw. die englische Bezeichnung black tea bezieht sich dagegen auf die Farbe der trockenen Teeblätter. Der Begriff Schwarzer Tee ist in China anderweitig belegt, wie nachfolgend noch erläutert werden wird (cf. Schwarzer Tee bzw. hei cha). Auch der Rote Tee dürfte wie der Blau Tee (Oolong) seinen Ursprung in der Provinz Fujian haben. Heute wird er jedoch in den meisten südchinesischen Provinzen erzeugt.

Der Schwarztee ist ein vollständig oxidierter Tee, bei dem in den Teeblättern durch Oxidation gelbe und rote Polyphenole (Theaflavinen und Thearubiginen) entstehen. Beide Farbstoffe sind auch für den teils süßlichen Geschmack des Schwarztees verantwortlich. Hingegen verliert das Chlorophyllmolekül durch die Oxidation das Magnesium-Ion und damit die grüne Farbe. Die Camellia sinensis var. assamica (Hauptanbaugebiete auf dem indischen Subkontinent und in Südwestchina) hat – im Gegensatz zur Varietät Camellia sinensis var. sinensis – deutlich weniger Catechine und ist somit für die Herstellung von Roten Tees besser geeignet.

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