Teelexikon – Lexikon der Chinesischen Teekultur

Chá Dào Teelexikon

Ausgabe Version 5.9, 1. Mai 2013

Das folgende Teelexikon unter besonderer Berücksichtigung der chinesischen Teekultur (kurz Chá Dào Teelexikon) ist ein umfangreiches Sach- und Personenverzeichnis zum Thema Tee, das durch das ausführliche Literaturverzeichnis sowie andere Listen und Übersichten des Chá Dào – China Tea & Art ergänzt wird.

Das „Chá Dào Teelexikon“ enthält die auf unserer Internetseite sowie bei der Beschäftigung mit chinesischem Tee und der chinesischen Teekultur häufig anzutreffende Namen und Begriffe. Im Interesse der künftigen Nutzer wurden jedoch auch die wichtigsten und häufigsten Begriffe anderer Teeherkunftsländer berücksichtigt. Das Verzeichnis werden wir laufend ergänzen und korrigieren. Sollten Sie Fehler oder Ungereimtheiten entdecken oder den Wunsch für die Aufnahme zusätzlicher Begriffe und Personen haben, dann lassen Sie uns das bitte wissen.

Als wichtigste Quellen verweisen wir wesentlich auf die im vorgenannten Literaturverzeichnis erwähnten Bücher. Ein Abdruck des „Chá Dào Teelexikons“, ganz oder in Teilen, ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Chá Dào – China Tea & Art; Art erlaubt.

Wir haben uns bemüht, dort wo erforderlich und möglich deutsche Begriffe und Namen durch chinesische und englische Begriffe zu ergänzen. Bei den chinesischen Bezeichnungen und Namen haben wir uns überwiegend des Pinyin bedient, einer phonetischen Umschrift auf der Basis des lateinischen Alphabets. Bei den wichtigsten Begriffen und Namen haben wir ebenfalls versucht, die vereinfachten chinesischen Schriftzeichen (hànzì) zu benutzen.

Wenn im Zusammenhang mit der chinesischen Teekultur von Rotem Tee (hóng chá) die Rede ist, so ist damit der Tee gemeint, der bei uns als schwarzer Tee gehandelt wird. Schwarzer Tee im chinesischen Kontext sind jedoch die sog. postfermentierten Tees wie Pu’erh. Deshalb – und damit ist die Verwirrung komplett – wird gelegentlich auch noch der Begriff Schwarztee als Synonym für den Roten Tee benutzt.

Das Teelexikon enthält nur eine begrenzte Auswahl von den wichtigsten chinesischen Tees; eine weit umfangreichere Aufstellung finden Sie auf der Homepage des Chá Dào – China Tea & Art in der Liste chinesischer Tees sowie im Namensverzeichnis der chinesichen Grünen Tees.

Wir hoffen, dass Ihnen das Chá Dào Teelexikon nützlich ist und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Ihr Chá Dào-Team

Abkürzungen:

s.l.        =            o.O., ohne Ort
s.a.       =            o.J., ohne Jahr
cf.         =            s., siehe
et al.    =            und andere
Ed.        =            Editor (Herausgeber)
Hrsg.    =            Herausgeber
.
A – B – C – D – E – F – G – H – I – J – K – L – M – N – O – P – Q – R – S – T – U – V – W – X – Y – Z

Begriffchin.BedeutungZeit
A↑ Nach Oben ↑
ā lǐ shān wū lóng chá阿里山乌龙茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Oolong von Alishan
Abhandlungen über den Teecf. Klassische Bücher über den Tee
Abwasserbehälterfei chá tong, Wasserbehälter für gebrauchtes Wasser während der Teezeremonie
AccessoiresTeeaccessoires, Teegerätschaften; die für die chinesische Teezeremonie benötigten Accessoires oder Gerätschaften werden auf der Internetseite www.chadao.de detailliert beschrieben; die Beschreibung der einzelnen Gerätschaften finden Sie unter dem jeweiligen Namen, die in deutsch und pinyin aufgeführt sind
Acht Trigramme八卦bā guà , die acht Orakelzeichen; die Acht Trigramme stellen die Grundlagen des altchinesischen I Ging, des Buch der Wandlungen (易經 yí jīng) dar. Es sind jeweils aus drei durchgängigen oder unterbrochenen Linien bestehende Symbole, die im Buch der Wandlungen beschrieben wurden, und von dem Konfuzius gesagt haben soll, dass er gerne 50 Jahre Zeit hätte, es zu studieren.
Adstringenzvon lat. adstringere (zusammenziehen); ein bislang vor allen Dingen beim Wein gebräuchlicher Begriff, der einen bitteren, pelzigen Geschmack auf der Zunge beschreibt; dieser Begriff findet aber auch in der Teeverkostung Verwendung, wenn Polyphenole, die mit dem Eiweiß der Mundschleimhaut reagieren, einen "bitteren" Geschmack verursachen
Aesthetischer Teecf. Ästhetischer Tee
afternoon teaengl., Bezeichnung für ein Nachmittagsmahlzeit in Großbritannien, die neben Tee auch Sandwiches, Scones oder Kuchen beinhalten; diese Tradition entstand im frühen 19. Jahrhundert
ái jiaǒ wu lóng矮脚乌龙Zwergen-Oolong; Stein- oder Felsentee (Oolong) aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
Almeida, Luis dePostugiese, Kaufmann, Arzt und Jesuitenpater, der sich als Missionar in Japan aufhielt; von Almeida stammen erste Hinweise auf die japanische Teezeremonie und die für sie so wichtigen und wertvollen Teeutensilien1525-1583
(der) Alte Mann von Shenan审安老人cf. Shenan
Alte Tee-Pferde-Straße茶馬古道cf. cha ma gu dao
Alterung; Altern陈放chén fàng; natürlicher Prozessschritt bei der Teeherstellung (Teeentwicklung), der insbesondere bei postfermentierten Dunklen Tees (pu’erh cha), Roten Tees (hong cha) und gealterten Blauen Tees (wulong cha) wichtig ist und zu einem sehr milden Geschmack führt, was besonders „gealterte“ Pu’erhs zu geuchten und wertvollen Tees macht
Ancient Tea Horse Road茶馬古道engl., Alte Tee-Pferde-Straße, cf. cha ma gu dao
an hua song zhen(g)安化松针Weiße Piniennadeln , Weißer Tee aus Anhua (cf. Teeliste)
aman tuo shiInschrift einer Yixing-Teekanne des berühmten Yixing-Meisters Chen Mansheng
AminosäurenAminosäuren (Theanin) sind wichtige Bestandteile des Tees mit relaxierenden und angstlösenden Eigenschaften; siehe Theanin. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chadao.de
Amt für TributteeEin während der Tang-Dynastie (618-906) im Jahre 770 geschaffenes Amt am Hofe des Kaisers Dàizōng (代宗 regierte 762-779) in Cnag’an (das heutige Xian), das sich um die Belieferung des Hofes mit Tributtee kümmerte. Übrigens wurde unter ihm auch die Salzsteuer eingeführt, um die Stattsfinanzen zu sanieren.770
an hua hei chaAnhua Heicha, Schwarzer (postoxidierter) Tee aus Anhua in der Provinz Hunan
an hua song zhen(g)安化松针Weiße Piniennadeln , Weißer Tee aus Anhua in der Provinz Hunan (cf. Teeliste)
Ān Huī安徽Anhui, Binnenprovinz im Osten Chinas (nordwestlich von Shanghai)
an hui qi men hong chá祁门红茶Roter Tee oder Schwarztee aus Qimen (Keemun) im Süden der Provinz Anhui; der heute überwiegend maschinell verarbeitete Tee ist der bekannteste Rote Tee Chinas
ān jí bái chá安吉白茶Weißer (Grüner) Tee aus Anji in der Provinz Zhejiang, manchmal auch Anji Weißer Jade Phoenix Tee (Anji Yu Feng Cha) genannt; obwohl Weißer Tee (bai cha) genannt) handelt es sich dabei eigentlich um einen Grünen Tee; der Name rührt von der jade-weißen Farbe der noch jungen ungepflückten Teeblätter
ān jí bái piàn安吉白片Weiße Dünne Nadeln aus Anji
ān xī běn shān安溪Blauer Tee (Oolong); ein dem Tie Guan Yin ähnlicher, häufig etwas länger oxidierter Oolong; er wird häufig fälschlich als Oolong angeboten; cf. běn shān
ān xī huáng jīn guì安溪黄金桂Oolong; goldgelber Lorbeer von Anxi
ān xī máo xiè安溪Blauer Tee (Oolong); auch dieser Oolong wird bisweilen mit dem Tie Guan Yin verwechselt oder gar fälschlicherweise als solcher angeboten; der Mao Xie ist etwas stärker im Geschmack als der Tie Guan Yin; cf. máo xiè
ān xī tiě guān yīn安溪黄金桂cf. tie guan yin
Ān Xī Xiàn安溪县Anxi, ein Kreis der bezirksfreien Stadt Quanzhou (nördlich von Xiamen) in der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian; Anxi ist wichtiger Teeanbauort für Oolong-Tees, insbesondere des berühmten Anxi Tie Guan Yin
Anbauder Anbau von Tee (Teeanbau) beschränkt sich auf Gebiete, die über das entsprechende Klima (Temperatur, Niederschläge und Feuchtigkeit) und die entsprechenden Böden bzw. geologischen Beschaffenheiten (Terroir) verfügen; die Anbaugebiete des Tees in China werden auf der Internetseite www.chadao.de (cf. ibid.) aufgelistet und näher beschrieben
Ancient Tea-Horse Road茶馬古道cf. cha mag u dao
Anekdotendie Geschichte der chinesischen Teekultur ist sehr lang und insbesondere die ersten zwei- bis dreitausend Jahre sind bisweilen nicht präzise zu bestimmen bzw. die Einzelheiten nicht eindeutig, da es an eindeutigen historischen Quellen fehlt; für diese Zeiten sind die anfangs mündlich überlieferten Legenden und Anekdoten, die erst später aufgezeichnet wurden, besonders hilfreich
Anfermentierungein eher unfachmännischer Begriff für die partielle Oxidierung (Fermentierung) der Teeblätter: Oolong ist je nach Sorte zwischen etwa 20 und 80 Prozent, Weißer Tee zwischen 5 und 10 Prozent oxidiert
Anhuicf. An Hui
Anna of BedfordAnna Maria Russell, Duchess of Bedfort, enge Vertraute von Queen Victoria, gilt als Urheberin der englsichen tea time (auch high tea oder afternoon tea, Nachmittagstee), die etwa ab 1840 diese Sitte einführte und nachmittags in der langen, ereignislosen Zeit zwischen lunch (zwischen 11 und 12 Uhr) und dinner (20 Uhr) Freunde zum Tee einlud1783-1857
Antioxidantien
Antioxidantien sind chemische Verbindungen die oxidativen Stress unterbinden bzw. unerwünschte Oxidationen verhindern, bei der eine kritische Menge reaktiver Sauerstoffverbindungen entstünde. Sie sorgen damit auch dafür, dass weniger freie Radikale entstehen, die in Stoffwechselprozessen durch molekularen Sauerstoff in den Zellen gebildet werden. Freie Radikale wiederum schädigen verschiedene Zellmoleküle und haben möglicherweise einen Einfluss auf den komplexen Alterungsprozess.
Zu den natürlichen Antioxidantien zählen u.a. Vitamin C, das in geringen Menge im Tee vorkommt sowie Polyphenole bzw. Flavonoide, die signifikanten Mengen im Tee vorhanden sind, wobei sich ihre Anteile durch die Oxidation verändern (siehe auch die Synopsis „Inhalts- und Wirkstoffe des Tees“ in der Rubrik „Auf einen Blick“ auf der Homepage von Chá Dào – China Tea & Art, www.chadao.de). Zu diesen Flavonoiden zählen u.a. die Catechine, Theaflavine, Thearubigine und die Flavonole.
(siehe auch in der Rubrik ALLES AUF EINEN BLICK auf der Homepage www.chadao.de den Beitrag "Oxidation und Antioxidantien")
appreciation cupengl., Teeschale, manchmal wird darunter auch eine auch Aroma- oder Riechtasse verstanden; cf. wén xiāng bēi und pinming bei
arare1. jap.; unterschiedliche Formen von Reiscrackern, die sich ausgezeichnet als Knabberei zum Tee eignen.
2. auch ein Begriff aus der jap. Teezeremonie, der die gusseisernen Teekannen oder Wasserkessel bezeichnet. Wir empfehlen die gusseiserne Kannen nicht als Teekanne zu benutzen sndern als Wasserkessel.
Aromaauch Teearome; das Aroma des Tees wird durch unterschiedliche Bestandteile (Inhaltsstoffe) sowie durch unterschiedliche Umwelteinflüsse (Klima und Boden) sowie durch unterschiedliche Herstellungsverfahren beeinflusst
aroma cupengl., auch appreciation cup; cf. wén xiāng bēi
Aromatassecf. wén xiāng bēi
aromatisierter Teearomatisierte Tees - bisweilen auch parfümierte Tees genannt - sind reine oder gemischte Teeorten (Blends), die mit Blüten oder Geschmacksstoffen "aromatisiert" wurden; aromatisierter Tee hat in China bereits eine lange - möglicherweise über 2000-jährige - Tradition, besonders beliebt sind Tees mit Jasmin, Rosenblüten oder Osmanthus; Früchtetees sind jedoch eher eine europäische Erfindung der Neuzeit
art tea工艺茶engl. Bezeichnung für Kunst-Tee (auch Blüten- oder Blumentee) - auch (engl.) artisan tea genannt -, chin. gōng yì chá (工艺茶)
AscorbinsäureAscorbinsäure ist in geringem Umfang im Tee enthalten; es sind farb- und geruchslose und wasserlösliche Feststoffe. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Assamgroßes Teeanbaugebiet Nordindiens, aus dem die kräftigen und dunklen Assamteesorten stammen
Ästhetische Teesden Literatenzirkeln ähnelnde Teerunden des 19. Jahrhunderts und hanz besonders in der Romantik und zur Zeit des Biedermeier, in denen sich Literaten, Künstler und Gönner trafen und diskutierten; eine berühmte Beschreibung findet sich bei Wilhelm Hauff (1802-1827)
Aufbewahrungje nach Sorte werden Tees unterschiedlich aufbewahrt; manche Sorten müssen einzeln verpackt, kühl aufbewahrt werden, andere trocken und luftig in Tongefässen; die richtige Art der Aufbewahrung wird bei den einzelnen Sorten auf der Homepage www.chadao.de beschrieben
Aufguss(engl. infusion); Aufgiessen des Tee mit heissem Wasser, das je nach Sorte zwischen 75° bis 80° oder 95° bis 100° heiß ist; je nach Sorte können Tees unterschieldlich häufig aufgegossen werden
Aufguss des guten Dufteser pao wen xiang; zweiter (erster trinkbarer) Aufguss bei der chinesischen Teezeremonie, bei dem die Teilnehmer alle den Tee duften (am Deckel des Gaiwans oder der Teekanne)
Aufguss des guten Geschmackser pao chang wei; dritter Aufguss bei der chinesischen Teezeremonie; dieser Aufguss gehört zu den intensivsten und für manche besten Aufgüsse
Aufguss der langen Freundschaftsi pao you yi chang qing; alle weiteren Aufgüsse bei der chinesischen Teezeremonie nach dem Aufguss des guten Geschmacks (das ist der vierte und jede weitere Aufguss – dies können je nach Qualität des Tees und Können und Geschicklichkeit des Teemeisters bis zu 15 sein)
Aufguss für den Feindyi pao qu di; erster Aufguss bei der chinesischen Teezeremonie, auch als Waschen des Tees (wen run pao) bezeichnet
Aufzeichnungen über den Teecf. Klassische Bücher über den Tee
Ausschankkannecf. cha hai
Aussortieren, Aussortierung风选winnowing
Autumnal (Tea)Herbsttee; nach dem Monsunregen und vor der nächsten Wachstumsphase gepflückter, aromareicher aber gerbstoffarmer Herbsttee
B↑ Nach Oben ↑
bǎ gěng把梗Umpflanzen; engl. de-stemming
bā guà 八卦Acht Trigramme, die acht Orakelzeichen; die Acht Trigramme stellen die Grundlagen des altchinesischen I Ging, des Buch der Wandlungen (易經 yí jīng) dar. Es sind jeweils aus drei durchgängigen oder unterbrochenen Linien bestehende Symbole, die im Buch der Wandlungen beschrieben wurden, und von dem Konfuzius gesagt haben soll, dass er gerne 50 Jahre Zeit hätte, es zu studieren.
Ba Yu Cultural Teahousebekanntes Teehaus in Chongqing
Backen烘干hōng gān; engl. baking; Prozessschritt bei der Herstellung von Tee, bei der über einen kurzen oder einen längeren Zeitraum große oder geringe Hitze zugeführt wird; cf. auch hong bei (Backen), mao hong (schnell backen) oder zhu hong (langsam backen)
bái chá白茶Weißer Tee; bái chá ist ein sehr junger, leicht „an“oxiderter Tee, der zu den sechs Grundteesorten gehört; Weißer Tee ist zwischen zwei und acht Prozent oxidiert; berühmte Weiße Tees sind der Bai Mu Dan sowie der Baihao Yinzhen (cf. ibid.); Weißer Tee aus Anji (An Ji Bai Cha) ist übrigens kein Weißer Tee sondern vielmehr ein Grüner, nicht oxidierter Tee
bai cha xue ya白龙雪芽Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
bái háo wū lóng chá白毫乌龙茶Blauer Tee (Oolong) aus Taiwan; Oolong Tee des feinen weißen Haares
bái háo yin zhen白毫银针Weiße Silbernadel, einer der bekanntesten und besten Weißen Tees aus Fuding und Zhenghe im Norden der Provinz Fujian; der Tee wurde dort spätesten seit dem Beginn der Qing-Dynastie (1644-1911) im 17. Jahrhundert hergestellt; der Tee muss eigentlich länger ziehen als Grüner Tee; wegen seiner Inhaltsstoffe (relativ hoher Polyphenol- und Koffeingehalt) werden ihm viele psoitive, gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen, und in China wird er gerne auch bei Masern getrunken
bái jī guān白鸡冠Weiße Krone (white crest oder white cockscomb) berühmter Blauer Tee (Oolong), ein Felsentee aus Wuyishan, einer der vier Großen Büsche sì dà míng cōng (四大名樅), die als die ältesten und bis heute besten Oolongs gelten; dazu gehören noch der da hong pao (Große Rote Robe), tie luo han (Eiserner Mönch) und shui jin gui (Goldenen Schildkröte)
bai lin gong fu chaBailin Gongfucha, Roter Tee (hong cha)
bái bái lóng xuě yá白龙雪芽Schneegipfel des Weißen Drachen
bai mao hongBlauer Tee (Oolong)
bái mǔ dān白牡丹
bái qí lán白奇兰Blauer Tee (Oolong); überraschende weiße Orchidee; Felsentee (yan cha) aus dem Wuyishan
bái shuāng wù háo白霜雾毫Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; feines Haar im weißen frostigen Nebel
Bǎizhàng Huáihái百丈懷海chinesischer Zen-Meister (Chan-Buddhist), der „Die reinen Regeln des Baizhang“ verfassste, ein Regelwerk für Chan-Buddhistenmönche, in der er auch die Verwendung von Tee bei Zeremonien beschrieb720-814
ban cha番茶jap., Bancha, japanischer Grüner Tee, der dem Sencha ähnelt; wenig Tee-Koffein aber reich an Gerbstoffen
Bàn Tiān Yāo半天夭Halbhoch im Himmel; ein sehr bekannter und beliebter Steintee (Oolong); aus dem Wu Yi Shan stammender Stein- oder Felsentee, ein sog. Wu Yi Yan Cha
bao rouTeilprozessschritt beim Rollen und Formen (rou nian, cf. ibid), einem der Prozessschritte bei der Teeherstellung
bao zhong (tai wan bao zhong)Blauer Tee (Oolong)
bāo zhuāng包装Verpackung; engl. packing; abschließender Prozesschritt bei der Teeherstellung; oberflächlich betrachtet ein einfacher Schritt, bei genauerer Betrachtung jedoch sehr wichtig: die Verpackung hat Einfluss auf Geschmack, Haltbarkeit, Feuchtigkeitshaushalt und ganz besonders natürlich auch auf die Ästhethik, die bei der chinesichen Teekultur eine bedeutende Rolle einnimmt
bei dianUntersetzer (engl. coaster)
běi dǒu北斗Großer Taucher; Oolong aus dem Wuyishan
bèi huǒ焙火 Rösten des Tees (in einer großen Pfanne) ist ein Prozessschritt bei der Teeherstellung, z.B. beim Xi Hu Long Jing, um den Oxidationsvorgang zu unterbinden; engl. roasting
Běi Jīng北京Beijing oder Peking (Hauptstadt des Nordens oder nördliche Hauptstadt); Hauptstadt der Volksrepublik China; als regierungsunmittelbare Stadt ist sie direkt (wie etwa auch Shanghai , Tianjin und Chongching) der Zentralregierung unterstellt
bei taoeine auch hu tao genannte, oft schmuckvoll verzierte Stoffhülle oder ein Stoffbeutel (Seide oder Baumwolle), um wertvolle Teeutensilien wie Kannen oder Teeschalen vor Verstaubung oder Schäden zu bewahren
běn shānein dem Tie Guan Yin ähnlicher Oolong, der jedoch von einfacherer Qualität ist; der Ben Shan wird ebenfalls in Anxi bzw. im Bezirk Quanzhou angebaut; der Ben Sha - und auch der Mao Xie (cf. ibid.) - wird häufig auch als Tie Guan Yin angeboten, da der Unterschied selbst von geübten Teetrinkern und -kennern kaum wahrgenommen werden kann, bzw. sie den Unterschied nur auf unterschiedliche Qualität zurückführen
BergamotteBergamotte ist eine Sorte aus der Gattung der Zitruspflanzen; die Pflanze wird nicht als Obst verwendet, vielmehr verwendet man die in ihr enthaltenen Duftstoffe; das Bergamotte-Öl ist ein ätherisches Öl, das besonders zur Herstellung von Earl Grey und English Breakfast Tea benutzt wird; allerdings werden heute aus Kostengründen oft künstlich erzeugten Öle oder Aromen verwendet
Beschneiden (der Teebäume)auch Stutzen oder Kürzen; engl. pruning, prune
jadegrün, häufiger Begriff in Teenamen
bì cuì zhú lù碧翠竹绿Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; blau-grüner Bambus
bi ye qing碧叶青Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; blau-grüne Blätter
bì luó chūn碧螺春auch pi luo chun, „jadegrüne Schnecke des Frühlings “, sehr bekannter und hochwertiger Grüner Tee vom Berg Dong Ting in Tai Hu (Suzhou), cf. auch dong ting bì luó chūn
bĭng chá饼茶Schwarzer Tee (he cha), der sehr häufig in Form sogenannter Teekuch gepresst wurde; Tekuchen gibt es in sehr unterschiedlichen Größe: Zwar ist der 357 g-Teekuchen der gängigste, doch es gibt sie auch als Minikuchen (5g) in mittleren Größen (50g, 100g, 200g oder 250g) oder als große Teekuchen (300g, 357g, 380g, 400g oder gar 500g)
bitterengl., bitter; Begriff aus der Terminologie der Teeverkostung (Tea-Taster-Terminologie) für ein bitteres Aroma
BitterteeBittertee (ilex latifolia), obwohl als Tee bezeichnet stammt er nicht von der camellia sinensis ab; in alten chineischen Lexika wenn von Tee die Rede war, der als bitteres Kraut (ku tu) bezeichnet wurde, war möglicherweise von diesem Bittertee die Rede, für das heute noch das zeichen tu (荼) benutzt wird, das mit dem Zeichen für cha (茶) sehr leicht verwechselt werden kann
black teaengl., schwarzer Tee; im Kontext der chinesischen Teekultur fälschlicherweise benutzte Bezeichnung für den Roten Tee (hong cha)
Blattgradunterschiedliche Größen der Teeblätter (beim Sieben des getrockenten Tees) oder Güteklassen des Tees; z.B. Pekoe (P), Orange Pekoe (OP) oder Flowery Orange Pekoe (FOP); die Bezeichnung beinhaltet keinesfalls Qualitätsmerkmale; die Bezeichnung von Blattgraden ist bei chinesischen Teesorten eher unüblich
Blatt-TeeTee aus ganzen Blättern im Gegensatz zu Broken oder Dust mit zerkleinerten Blättern; weltweit überwiegt zwar die Produktion der broken teas, jedoch sind in China die ganzen Blattgrade die bei Spitzentees üblichen Sorten
Blauer Teeqīng chá (青茶) cf. ibid., cf. wū lóng chá; der Name stammt möglicherweise von dem manchmal blau-grünem Schimmer der leicht oxidierten Oolongs wie dem Tie Guan Yin, zudem ist blau die Farbe, die als Kategorie bei den Tesorten fehlte
blau-weiß cf. qīng huā
BlendMischung aus verschiedenen Teesorten; Begriff findet bei chinesischen Tees keine Anwendung
Blofeld, JohnVerfasser des lesenswerten Buches The Chinese Art of Tea (1985), das in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Das Tao des Teetrinkens – Von der chinesischen Kunst, den zu bereiten und zu genießen“ im Scherz-Verlag erschienen ist
blue and whitecf. qīng huā
Blumenteecf. Blütentee oder huá chá (花茶)
blumigBegriff aus der Terminologie der Teeverkostung (Tea-Taster-Terminologie), der den besonders blumigen Geschmack von Tees beschreibt
Blütenteeauch Blumentee genannt, chin. huá chá (花茶); Tees - zumeist Grüne oder Weiße Tees -, die mit Blumen oder Blüten (Jasmin, Rosen usw.) versetzt sind
Boccaroein anderer Name für dunkelrote Tonwaren (purple clay) aus Yixing (ibid.)
Boden(auch Bodenbeschaffenheiten); der Boden spielt neben den klimatischen Bedingungen eine besondere Rolle für den Tee, d.h. die geologischen Bedingungen, Grad der Verwitterunmg etc.; der ideale Boden für den Anbau von Tee ist leicht sauer (pH-Wert zwischen 5 und 5,6) und von rötlicher oder gelblicher Farbe
Bodhidharma菩提達摩Pú Tí Dá Mó oder einfach Dá Mó, war ein buddhistischer, indisch-tamilischer Mönch, der als erster Patriarch der Chan- oder Zen-Linie giltca. 440 - 528
boheaengl., Bohea, Bezeichnung für einen einfachen Roten Tee (häufig werden auch unterschiedliche Sorten oder Pflückungen gemischt), der ursprünglich aus der Provinz Fujian stammte oder für leichter oxidierte Tees Oolong, chin. pou chang; heute wird der Begriff noch manchmal für groben Blatt-Tee oder Rauchtee verwendet
Bontekoe, CorneliusDr. Cornelius Bontekoe, holländischer Arzt aus Alkmaar, vehementer Verfechter des Genusses von Tee, der das Tractat van het excellenste kryt three verfasste1647-1685
Boston Tea Partyengl., die Bezeichnung für den Bostoner Teesturm, bei dem 1773 aufgrund hoher Zölle Tee boykottierte und eine ankommende Teeladung bestehend aus ca. 342 Teekisten von 50 Männern ins Meer geworfen wurden; dieses Ereignis, das schließlich zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) führte, hat nur eine bedingte Bedeutung für die Geschichte des chinesischen Tees1773
Bread and Butter Teaengl., Bezeichnung für einen einfachen oder günstigen Tee; eine deutsche Wortentsprechung ist nicht bekannt
breakfast teaengl., häufiger English Breakfast Tea, Frühstückstee, der zumeist aus einer Mischung aus Qi Men Hong Cha mit Cong Gou-Sorten und Ceylon-Blends verschnitten wird; er wird in England zumeist mit Milch und Zucker getrunken
Brick Teacf. Ziegeltee
British East India Companyim Jahre 1600 unter dem Namen "Governor and Company of Merchants of London trading into the East Indies" gegründete Handelsgesellschat; manchmal nur East India Company; englische oder britische Handelsgesellschaft mit Sitz in London, die im 18. und 19. Jahrhundert den weltweiten Handel mit Tee beherrschte
Brokengebrochener, kleinblättriger Tee
BOP(F)Broken Orange Pekoe (Fannings); Hauptsortierung der Broken Tees; der Begriff ist bei chinesischen Tees nicht üblich
Börne Ludwigdt. Literat, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker, wegbereiter des Fuilletons in Deutschland; Börne schwärmte einst von dem "gelehrten Theeabenden" und Frau Goethes Vorliebe, „beim Gesang der Nachtigallen einen Thee zu geben“1786-1837
Bruce, Robertbritischer Major, der Anfang des 19. Jahrhunderts die wild wachsende camellia sinensis var. assamica in Indien entdeckte als er dort stationiert war
bù róu布揉Rollen in Stoffen; Prozessschritt bei der Teeherstellung, um den Tee in seine Form zu bringen; engl. cloth rolling; cf. Rollen und Formen; 揉捻, 整形, róu niǎn; engl. rolling
Bu Zhi Chun不知春„Tee, der den Frühling nicht kennt“; ein seltener Felsen- oder Steintee (Oolong) aus dem Wuyishan (wu yi yan cha)
Buch der Wandlungen易经cf. Yi Jing (Ching)
budengl., Teespitze, Knospe
Bücher über den Tee1. cf. Klassische Bücher über den Tee
2. cf. homepage des Chá Dào www.chadao.de „Auf einen Blick“: Literatur zum Thema Tee
BuddhismusNeben Daoismus und Konfuzianismus ist der Buddhismus eine der drei wichtigen chinesischen Philosophien oder Religionen (die drei Lehren), deren Grundzüge die „Vier edlen Wahrheiten“ (Leiden, Verlangen und Verblendung, Erlöschen oder Abkehr, Erwachen) sind.
Bukettauch Bouquet oder Blume; Begriff, der sowohl vom Weinkenner als auch vom Teeliebhaber benutzt wird, um die Duftstoffe des degustierten Getränkes zu bezeichnen
ButterteeBezeichnung für eine tibetische Teespezialität
C↑ Nach Oben ↑
caddyengl., auch tea caddy, aus dem engl. abgeleiteter Begriff für einen Teebehälter, meist lichtundurchlässiger Behälter aus Blech, Porzellan, Bambus oder Ton; der Begriff stammt von dem malaiischen Wort kati ab
caddy spoonengl., Bezeichnis für einen Teemesslöffel
cǎi jīng采青manchmal auch cai ging oder cai qing geschrieben; Ernten, Pflücken, Ziehen oder Zupfen (der Teeblätter); erster Schritt oder Vorstufe im Prozess der Teeherstellung; die erste Ernte erfolgt im Frühjahr (Ende März bis Mitte Mai), weitere Ernten erfolgen im Herbst (in der Regel September und Oktober), manchmal auch im Sommer (diese Sommerernten gelten üblicherweise jedoch nicht als so hochwertig wie die Frühjahrs- und Herbsternten
cǎi qīng采青cf. cai jing
Cai Xiang蔡襄auch Tsai Xiang; berühmter Kalligraph, der von der Teekultur besessen war; Cai Xiang war eine Art Finanzminister in Fujian und im Jahre 1049 Verfasser des Cha Lu 茶录 (Tagebuch des Tees, The Record of Tea)1012-1067
caledonengl., Seladon (ibid.), olivgrünes oder jadegrünes Porzellan aus der Song-Dynastie (960 – 1279)
camellia sinensis var. sinensiscf. camellia sinensis
camellia sinensis var. assamicacf. camellia sinensis
camellia sinensis var. assamica subsp.
lasiocali
cf. camellia sinensis
camellia sinensis var. cambodicf. camellia sinensis
cang wu liu bao cha六堡茶Schwarzer Tee aus dem Dorf Liu (Lu) Bao in Cang Wu in der Provinz Guangxi
caoGras
CatechineEines der im Tee enthaltenen Polyphenole (das sind die im Tee enthaltenen anticancerogene, anticariogene und kardioprotektive Wirkungen zugeschrieben werden); der Anteil in Grünem Teeist etwa viermal höher als in gänzlich fermentiertem Tee. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Catherine of Braganzacf. Katharina von Branganza
Celadoncf. Seladon
CeylonTeeanbaugebiet von Sri Lanka, dem nach China und Indien größten Teeproduzenten
cháNord-(hoch-)chinesischer Begriff für Tee (Mandarin), der auch in vielen anderen ostasiatischen Sprachen übernommen wurde; von ihm stammen ebenso die Begriffe für Tee in vielen osteuropäischen und westasiatischen Sprachen ab, also in jenen Regionen, in die der Tee über Land transportiert wurde
chagriechisch, indisch, persisch, portugiesisch und japanisch; Tee
chá bēi茶杯 Teetasse, Teeschale
cha bei dianUntersetzer für Teetasse oder Teeschale
chá chăng茶厂Teefabrik (engl. Tea Factory); im Gegensatz zu den kleineren Teebauer, die den Tee selber anbauen, ernten, produzieren und teilweise auch selber vermarkten, handelt es sich bei den Teefabriken um große Unternehmen, die große Mengen Tee herstellen und die heute zumeist privatisiert und in einem größeren Unternehmensverbund aufgegangen sind;

die großen Teefabriken in Yunnan wurden früher nummeriert; deren Nummern erschienen häufig auf der Teeverpackung oder im Teenamen in einer vierstelligen Zahl 1234 (12 kennzeichnete das Jahr, in dem erstmals ein bestimmte Produktionsmethode verwandt wurde, 3 den Qualitätsgrad und 4 war der Hinweis auf die Teefabrik); die Nummern der Fabriken waren: 1. Kun Ming Teefabrik und China Native Products Import Export 2. Meng Hai Teefabrik 3. Xia Guan Teefabrik 4. Lang Cang and Feng Qing Teefabrik 5. Pu'er Teefabrik 6. Teefabrik der Sechs Heiligen Teeberge 7. unbekannt oder nicht belegt 8. Hai Wan und Long Sheng Teefabrik 8. Lang He Teefabrik; bis auf Kun Ming und Long Sheng sind unseres Wissens nach noch alle anderen Teefabriken aktiv; insgesamt sind uns heute (2013) nahezu 50 Teefabriken in Yunnan bekannt
chá chí茶匙Teelöffel oder Schale zur Begutachtung des Tees bzw. der Teeblätter; engl. tea leaf holder
Chá chīng茶经auch Cha Jing; „Das klassische Buch vom Tee“, das erste Buch über Tee überhaupt, das vom sog. „Teegott“ Lù Yǔ (陆羽 733-804) etwa in den Jahren 760 bis 780 verfasst wurde und erstmals 780 erschien; eine deutsche Ausgabe übersetzt aus dem Altchinesischen und bearbeitet von Jian Wang und Karl Schmeiser erschien 2002
cha chuankleiner Teetisch, manchmal auch Teeboot gebannt (tea tray, tea boat, tea ship)
chá dào茶道1. Chá Dào, der Teeweg oder die Kunst des Tees
2. Gedicht aus der Tang-Dynastie (618-906)
3. der Name oder Begriff bzw. das Wort chá dào tauchte erst-mals in einem Buch eines Zeitgenossen von Lu Yu (733-804) in der Tang-Dynastie (618-906) auf: Der relativ unbekannte Schriftsteller Feng Yan schrieb sein Wissen in einem Buch auf (封氏闻见记), das jedoch nicht von Tee handelt.
Chá Dào – China Tea & Art茶道-中国茶艺术cf. Chá Dào – Zhōng Guó Chá Yǔ Yì Shù
Chá Dào - Zhōng Guó Chá Yǔ Yì Shù茶道-中国茶艺术Chá Dào – China Tea & Art; Chá Dào - Tee & Kunst (Chá Dào bedeutet die Kunst des Tees), Projekt zur unvoreingenommenen Vermittlung von Wissen über die chinesische Kunst & Kultur
chá dào liù jun ziTeebesteck , auch cha dao ju (zu) (engl. tea props)
chá dào ju zuauch cha dao ju oder chá dao liu jun zi; Teebesteck (engl. tea props)
chá dián bùTeetuch
chá do茶道Cha Do, Cha-do (auch sa do geschrieben), der Teeweg; meint übersetzt sinngemäß dasselbe wie chá dào, die Kunst des Tees; nur ist bei dieser Schreibweise die japanische Teezeremonie gemeint, die auch oder meistens als als cha no yu (heißes Wasser für Tee) bezeichnet wird. Es handelt sich um einen sehr umfassenden Begriff, der in der chinesischen und der japanischen Sprache sehr unterschiedliche Bedeutungen hat, der jedoch auf die gleichen Wurzeln im China des Mittelalters zurückgeht.
chá guǎn茶馆Teehaus
cha haiServier- oder Ausschankkanne für die chinesische Teezeremnonie aus Ton, Porzellan, Steingut oder Glas
cha hePorzellan- oder Keramikbehälter zur Präsentation von Tee
chá hú插花Teekanne; teapot
cha’irejap.; Teelöffel, auch natsume genannt; manchmal wird der Begriff auch synonym als Teebehälter (engl. caddy) benutzt
cha jiTeetisch; ein besonderer Tisch, den es seit der Ming-Dynastie gibt, er ist jedoch eher mit einem westlichen „Couchtisch“ vergleichbar
cha jiaTeezange
Cha Jian茶笺Im Jahre 1630 verfasste Wen Long (闻龙) das Cha Jian (茶笺), Anmerkungen zum Tee (englische Übersetzung: Tea Notes).1630
cha jinTeetuch780
Chá Jīng茶经1. 780 wurde die erste Anthologie über Tee überhaupt, das Chá Jīng (茶经) von dem „Teeheiligen“ Lu Yu (cf. ibid.) verfasst
2. 1598 schrieb der Schriftsteller Zhang Qiande (张谦德) das Chá Jīng (茶经), Das Buch des Tees (engl. The Book of Tea).
1598
cha ju (zu)茶具auch chá dao liu jun zi, Teebesteck
Cha Kao 茶考1593 verfasste Chen Shi (陈师) seine Cha Kao (茶考) „Teestudien“ (engl. Übersetzung: Research on Tea).
Cha Liao Ji茶寮记von Lu Shusheng im Jahre 1570 verfasster Bericht über ein Teehaus, 茶寮记 Cha Liao Ji1570
cha louTrichter zum Einfüllen des Tees
Chá Lu1. ein von Cai Xiang verfasstes Tagebuch des Tees, in der er die Herstellung des Tees zu seiner Zeit beschrieb
2. ein von Zhang Yuan während der Ming-Dynastie verfasstes Tagebuch (Aufzeichnungen) über den Tee
3. 1609 verfasste Feng Shike (冯时可) sein Cha Lu (茶录), „Aufzeichnungen über den Tee (engl. Tea Record).
1609
cha ma gu dao茶馬古道auch da ma gu dao; Alte Tee-Pferde-Straße (Ancient Tea-Horse Road), die in Europa erstmals 1877 von Ferdinand von Richthofen als „Südliche Seidenstraße“ beschrieben wurde; dazu gibt es eine äußerst sehenswerte Verfilmung von Emmanuel Tronquart und Michel Noll als Co-Produktion von China Yunnan TV, Solferino Images und Quartier Latin, die auf zwei DVDs mit dem Titel "Die Teestrasse von Yunnan bis Tibet - Die Teeroute - unterwegs auf der ältesten aller Karawanenwege" verfügbar ist (ISBN 978-3-8312-9856-3)
cha no yujapanische Teezeremonie, cf. cha do
chá pánchin., auch chá chuán; Teetisch, Teeschiff, manchmal auch Teebrett genannt (tea tray, tea table, tea ship)
chá pǔ茶谱Teebuch, tea manual
Chá Pǔ茶谱1. das berühmte von Zhu Quan (1378-1448), dem 17. Sohn des ersten Ming-Kaisers Hongwu, in den Jahren 1439/40 verfasste Teebuch Chá Pǔ (Zhu Quan’s Tea Manual)
2. die 1541 von Gu Yuanqing verfasste Klassifizierung der Tees
1. 1439/40
2. 1541
chá qīng茶青Teeblätter, manchmals auch cha jing; engl. tea leaves 
cha rojijap.; Teegarten
cha senjap.; Teebesen aus Bambus, pinselartiger Schläger, zur Zubereitung von Matcha gedacht
cha shakujap.; schmale Bambuslöffel
cha shaoTeelöffel
cha shitsujap.; Teehaus oder Teepavillon
Cha Shuein über 100 Titel umfassender Korpus von Monographien über den Tee von der Tang- bis zur Qing-Zeit, der als wichtigste historische Quelle für die Geschichte des chinesischen Tees und die chinesische Teekultur gilt
chá shù茶树Teebuscht; engl. tea bush
cha shuchin., allgemein eine Sammelbezeichnung für die Kunst des Tees, unter dem alle Fähigkeiten (Künste) des Teeanbaus, der Herstellung, der Zubereitung und des Geniessens (Teezeremonie) subsumiert werden
cha shu wang茶树王der König der Teebäume, ein berühmter alter Teebaum mit einer Höhe von knapp 35 m und einem Umfang von nahezu 4 m am Berg Beda (be da shan) im Süden der Präfektur Xishuangbanna
chá shuaTeepinsel
chá shuǐ茶水chin., Teewasser; cf. Wasser oder chin. shui;
1. Teewasser
2. gekochtes Wasser
3. der Tee (das fertige Getränk)
Chá ShuoBuch über den Tee, von Tu Long während der Ming-Dynastie
cha tongVase für das Teebesteck
chá wǎn茶碗chin. und jap.; Teegefäß, Teetasse (kein gai wan) oder kleine Utensilien und Schmuckgegenstände für den Teetisch und die Teezeremonie; möglicherweise sind bzw. wurden cha wan und chien synonym verwendet
cha wenchin.; Teetasse oder Teeschale
cha xi茶席1. Schale für die Teekanne oder Teematte, d.h. eine bei einer Teezeremonie benutze Unterlage (meistens aus Bambus)
2. Teezeremonie, Vorgang des Teekochens; Teezeremonie als Performance
chá yì茶艺Teekunst
cha zeTeelöffel
cha zhenspitzes Instrument zum Lösen des Tees aus einem Teekuchen
chá zhóngspezielle Teetasse mit Deckel und Untertasse; geläufiger als gai wan
chá zuìbetrunken mit Tee
chairussisch; Tee
Chai Cha Lu宣和北苑贡茶录Aufzeichnungen des Teepflückens; cf. Wen Tingyun
chán1. Meditation; jap. zen
2. „Sammlung des Geistes“, bei uns eher bekannt als Zen-Buddhismus; eine im 5. Jahrhundert entstandene Strömung (Haltung, Lebenseinstellung) des Buddhismus, die vom Daoismus wesentlich beeinflusst wurde; im Zen (Chan) geht es wesentlich darum, sich selber zu finden und kennenzulernen
Chang TaiGelehrter, der zum Ende der Ming-Dynastie (1368-1644) lebte und wirkte; bekannter Teeliebhaber und Teekenner; berühmt ist sein Treffen mit Min Wenshui, dessen Tee und Teewasser weithin gerühmt wurde
chang xing zi sun cha长兴紫笋茶ein Grüner Tee – lu cha; purpurfarbener Bambustee von Changxing
chǎo gān炒干Pfannenröstung (cf. ibid.); engl. pan firing; das Rösten des Tees (zur Unterbrechung der Oxidation) und/oder das Trocknen des Tees in der Pfanne
chao jing siehe chao qing
chǎo qīng炒青eine Methode des Fixierens (杀青; shā qīng; cf. ibid.): Prozessschritt bei der Herstellung des Tees, bei dem die Oxidation (Fermentation) durch Rösten in der Pfanne (engl. pan-firing) unterbrochen oder gestoppt wird
Cháo Shàn潮汕entstanden aus den Städtenamen Cháozhou und Shantou; eine Region im Osten der Provinz Guangdong, die als sprachliche und kulturelle Einheit gilt; Chaoshan gilt neben Wuyishan als mögliche Heimat der chinesischen Teezeremonie gōng fū chá (ibid.), die dort im 17. oder 18. Jahrhundert entstanden sein könnte; in Berichten aus den 1940er Jahren war noch explizit von Chaoshan Gongfu Cha die Rede
chao ye guanchin., Teedose oder Teebehälter (engl. tea canister, container, caddy)
chayalbanisch, arabisch bulgarisch, kroatisch, tschechisch, serbisch, türkisch; Tee
chén fàng 陈放Alterung; Altern; natürlicher Prozessschritt bei der Teeherstellung (Teeentwicklung), der insbesondere bei postfermentierten Dunklen Tees (pu’erh cha), Roten Tees (hong cha) und gealterten Blauen Tees (wulong cha) wichtig ist und zu einem sehr milden Geschmack führt, was besonders „gealterte“ Pu’erhs zu geuchten und wertvollen Tees macht
Chén Màn Shēng陈曼生eigentlich Chen Hong Shou, 陈鸿寿, 1768-1822, Literat Magistrat von Yixing, Kalligrapg. Chén entwarf die berühmten gleichnamigen Yixing-Teekannen aus der Qing-Dynastie (1644 - 1911), von denen die meisten der begabte Töpfermeister Yang Peng Nian (楊彭年1735-1825) in seiner Werkstatt (a man tuo shi阿曼陀室) herstellte, und die deshalb auch diese Inschrift tragen, obwohl sie allhemein als Mansheng-Kannen bezeichnet werden. Alle von Chéns Kannen wurden von anderen Töpfermeistern hergestellt, mit denen er eng zusammenarbeitete. Von Chen stammen viele noch heute übliche Formen der Yixing-Teekannen; er gilt neben Shi Dabin und Gong Chun als einer der berühmtesten Yixing-Meister.
Chen Shi陈师1593 verfasste Chen Shi (陈师) seine Cha Kao (茶考) „Teestudien“ (engl. Übersetzung: Research on Tea).
Chen Jirz陈继儒1595 verfasste Chen Jiru (陈继儒) seine Teegespräche (茶话), engl.: Tea Talks.
chén xiāng pǔ'ěrh chá陈香普洱茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
chen zhou chun yaGrüner Tee – lu cha; jadegrüne Wolke (Frühlingssprosse von Chengzhou)
Cheng Du成都市Hauptstadt der Provinz Sichuan, die Stadt mit mehr als 10 Millionen Einwohnern ist bekannt für ihre Teehäuser
Cheng Man Shenberühmter Yixing-Teekannen-Meister der Qing-Dynastie (1644-1911)1768-1822
Cheng Ming Yuanberühmter Yixing-Teekannen-Meister der Qing-Dynastie (1680-ca.1740)1680-ca.1740
Cheng Shou Zhenberühmter Yixing-Teekannen-Meister während der Qing-Dynastie (1644-1911) und der frühen Republik1857-1939
chestengl., Name für die klassische Holzteekiste, die in vergangenen Jahrhunderten für den Transport von Tee von China nach Europa benutzt wurde, die mit Metallfolien (-bändern) versiegelt wurde
chìauch qi; zentraler Begriff des Daoismus, beschrieben im 42. Kapitel des Tao Te King, die unsichtbare Lebensenergie (Äther, Atem, Atmosphäre, Kraft, Luft)
chi chádieses ist eine besondere Form des Teegenusses, die besonders in der Provinz Hunan gepflegt wird: nach dem Trinken des Tees werden die Teeblätter gegessen; dieses hat historische Wurzeln, da früher die Menschen hier sehr bescheiden lebten und deshalb alles Verwertbare auch assen
chienchin., alter Begriff für Teeschalen (etwa zur Zeit der Song); der Begriff stammt möglicherweise von den Keramiköfen in Chien in der Provinz Fujian
chinesische Teezeremoniecf. gōng fū chá (ibid.)
chinesisches Porzellan中国瓷ein in der Geschichte der Kunst und Kultur Chinas bedeutender Aspekt, das jahrhundertelang als Weißes Gold nach Europa expor-tiert wurde; es besteht aus einem Gemisch von Kaolin (高岭土 gāolǐngtǔ), Petuntse oder Feldspat (长石 chángshí), und Quarz (石英 shíyīng), das bei einer sehr hohen Temperatur gebrannt wird; während in Europa verschiedene Arten keramischer Massen unterschieden werden, gehören in China auch Fayencen, Feinstein-zeug und Majolika dazu; im chinesischen Kulturkreis gibt es jedoch nur zwei einfache Unterscheidungskriterien nämlich heißgebrannte (cí 瓷) und kaltgebrannte (táo 匋) Keramik; da die Definition des Por-zellans nicht eindeutig ist, ist auch die Datierung der Entdeckung nicht sehr präzise; aber vermutlich liegen die ersten Anfänge be-reits in die Zeit der Han-Dynastien (206 v. bis 220 n.Chr.) – archäo-logische Funde belegen in jener Zeit bereits hohe Brenntemperatu-ren von rund 1300 Grad; lange Zeit galt Jingdezhen (cf. ibid.) als die Weltmetropole des Porzellans; dort wurde bereits zur Zeit der Westlichen Han-Dynastie (206 v. bis 8 n.Chr.) Keramik in großen Mengen hergestellt und stieg zu dem Keramikzentrum Chinas auf; 1004 schließlich benannte der Song-Kaiser Zhenzhong (真宗 Zhēnzōng, reg. 997-1022) in der Regierungsperiode Jingde (景德 Jǐngdé) 1004–1007 Jingdezhen zur Produktionsstätte des kaiserli-ches Porzellans (daher der Name der Stadt, die vorher Chang Nan Zhen (昌南鎮) hieß; nach einem Verfall der Weltmetropole des Porzellans steht die Stadt heute vor einem neuen Aufschwung; berühmt sind das „Porzellan“ der Sui- und Tang-Dynastie (581-906), wie etwa die Bleiglasurware (三彩 „sancai“, „dreifarbig“), das Celadon und die Changsha-Ware; aus der Songzeit (960 bis 1279) stammt das berühmte Seladon-Porzellan, aus der Yuan-Dynastie (1279-1378) und der Ming-Zeit (1378-1644) das Porzellan mit der typischen olivgrünen, an Jade erinnernden Farbe; die berühmten Jian-Teeschale mit dem Hasenfellmuster (cf. ibid.) stammen be-sonders aus der Song-Dynastie, ebenso das aus Jianyang in der Provinz Fujian stammende sog. Jian genannte, schwarze Porzellan, das später besonders in Japan kopiert und bis heute beliebt ist; berühmt ist auch das „Grün-weiße“, das Qingbai-Porzellan (青白; qīngbái), das zu Beginn er Ming-Dynastie fast vollständig vom „Blau-Weißen“, dem Qinghua abgelöst wurde, dessen blaue Farbe aus einem Gemisch aus Cobaltoxid und Wasser besteht; das erste Qinghua soll jedoch in der Tang-Dynastie entstanden sein; berühmt sind die die auch in Europa ebenso beliebten wie bekannten Ming-Vasen mit geometrischen, ornamentalen und floralen Motiven; später vor allen Dingen auch mit Darstellungen aus der daoisti-schen Philosophie und der klassischen chinesischen Literatur und Philosphie; neben dem Jingdezhen-Porzellan ist besonders auch das aus Dehua in der Provinz Fujian stammende Blanc de Chine, das entweder weiße oder cremefarbene Dehua-Porzellan; neben dem Porzellan aus Jingdezhen hatte das Dehua-Porzellan den größ-ten Anteil am Export; als die mit bedeutendste Kunst- und Kul-turepoch gilt die Zeit der drei großen Kaiser Kangxi, Yongzheng und Qianlong, die von 1662 bis 1796 herrschte; in dieser frühe Phase der Xing-Dynastie (1644-1911) entstanden die berühmten Porzel-lane: famille verte, famille rose, famille jaune und famille noire; anschließend erlebte die chinesische Porzellankunst – nicht zuletzt wegen der Entdeckung der Produktiontechniken in Meißen – einen schleichenden Verfall, die durch die Umbrüche des ausgehenden 19. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beson-ders litt; im Zuge der Globalisierung entstanden neue Porzellanzen-tren und historische Stätten wie Jingdezhen und Dehua hatten enorm zu leiden und erfahren erst in neuerer Zeit nach massiven Umbrüchen und – auch sozialen – Veränderungen zarte neue Auf-wärtstendenzen; cf. Keramik, Porzellan, Jingdezhen, blau-weiß, grün-weiß usw.
chōngauch jú zhōng, Teeschale mit Deckel und Untertasse, cf. zhōng oder gai wan
chóng qìng tuó chá重庆沱茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; Chongqing Tuocha
chóng xǐ xiān yán重洗仙颜„Bade den Unsterblichen zweimal“ (engl.: bathe the immortal twice); zweimaliges Erwärmen der Teekanne bei der chinesischen Teezeremonie, um sicher zu stellen, dass die Kanne innen wie außen die gleiche Temperatur hat
Chongqing重庆regierungsunmittelbare Stadt mit nahezu dreißig Millionen Einwohnern; auch Chongqing ist für seine Teehäuser bekannt
Chopaus dem engl. entlehnte Bezeichnung für die Teeernte
Chrysanthementeejú huā chá; Blumen- bzw. Blütentee (huā chá); zumeist Grüner Tee, der mit Chrysanthemen versetzt wird; z.B. ju hua cha
chūn fēng fú miàn春風拂面der Frühlingswind weht über die Oberfläche (engl. the spring wind brushes the surface); Teil der chinesischen Teezeremonie, bei der der Deckel einer Yixing-(Zisha)-Teekanne oder eines Gaiwans über den Rand streicht, bei dem man auch die Bläschen sowie die herüberrankenden Teeblätter entfernt; man nennt diesen Teil der Teezeremonie bisweilen auch das Kreisen mit dem Kosmos (yùn hú), wörtlich heißt es jedoch "eine Frühlingsbrise weht über das Wasser"
chun meiauch chun mee oder zhen mei; chin., Frühlingspflaume; kräftiger, qualitativ hochwertiger Grüner Tee aus der Provinz Jiangxi; übersetzt heißt zhen mei „wertvolle Augenbraue“, weil die typische Form an Augenbrauen erinnern
chūn qiū máo jiān春秋毛尖Grüner Tee – lu cha; Frühlings- und Herbsthaarspitzen
chunmeecf. chun mei
chin; Porzellan, auch cíqì (瓷器), engl. porcelain oder china; on ital. porcellana (ital. Name der Kaurischnecken, cypraeidae, einer Mee-resschnecke mit glänzender Schale) die dem Porzellan ähnlich ist; diese heute beliebteste Keramik wird häufig auch als Weißes Gold oder – wegen seiner Herkunft – als China (engl.) bezeichnet; P. besteht aus einem Gemisch von Kaolin (高嶺土), Petuntse oder Feldspat (白墩子), und Quarz, das bei einer sehr hohen Tempera-tur gebrannt wird; chinesisches Porzellan enthält in der Regel ei-nen größeren Quarzanteil als europäisches; die Sonderheiten ge-genüber anderen Keramikarten sind einerseits die hohe Brenn-temperatur zwischen 1000 und 1400 Grad (je nach Technik und Verwendung der Öfen) sowie der Sinterprozess während der Por-zellanherstellung; erstmals wurde Porzellan in China, vermutlich vor rund zweitausend Jahren hergestellt, wobei das Herstellungs-verfahren und die Zusammensetzung viele Jahrhunderte geheim gehalten wurde; anzumerken ist, dass die Definition des Begriffes in China anders ist und darunter auch Keramiken verstanden wer-den, wie etwa Majolika und Fayencen oder andere Keramiken, die bei uns eher als Steinzeug oder Tonwaren gelten; erstmals erfuh-ren die Europäer vom chinesischen Weißen Gold durch Marco Po-los Reisebericht Il Milione; doch es dauerte bis Anfang des 18. Jahrhunderts bis es den Europäern gelang, Porzellan herzustellen (in Dresden und Meißen); cf. auch Jingdezhen, Keramik, chinesi-sches Porzellan, Blau-weiß (qing-bei), Grün-weiß, Degua, Yixing und andere sowie den Artikel „Jingdezhen“ auf der Homepage des Chá Dào – China Tea & Art
cíqì瓷器chin; Porzellan, cf. cí
Classical book(s) of tea茶录cf. „Alles auf einen Blick“: Literatur zum Thema Tee und Teeacces-soires
cf. Lu Yu (780)
cf. Zhang Youxin (814)
cf. Cai Xiang (1049)
cf. Song Zian (1060)
cf. Hui Zong (Tsung) (1107)
cf. Xiong Fan (ca. 1070)
cf. Huang Ru (1075)
cf. Shenan (ca. 1100)
cf. Zhu Quan (1440)
cf. Gu Yuanqing (1541)
cf. Lu Shusheng (1570)
cf. Tu Long (ca. 1590)
cf. Gao Lian (1591)
cf. Hu Wenshuan (1593)
cf. Chen Shi ( (1593)
cf. Chen Jiru (1595)
cf. Zhang Qiande (1598)
cf. Xiong Mingyu (1608)
cf. Feng Shike (1609)
cf. Wen Thenheng (1621)
cf. Wen Long (1630)
cf. Zhou Gaoqi (1640)
cf. Lu Tingcan (1734)
cf. Zhen Jun (um 1900)
cf. Wu Jue Nong (ca. 1930
cleanengl. Bezeichnung für Tees mit gleichmäßiger Sortierung und ohne Fremdkörper
con gouein Sammelname für „feine“ Rote Tees (Bohea-Tee); Handelsbezeichnung
Craquelé-Strukturvon fr. craquelé, rissig, gesprungen, geplatzt; Risse oder Sprünge (dt. Krakelee, Kraklé, seltener Krakelüre), cf. Seladon; ein durch rasches Abkühlen der Glasur entstehenden feines, netzartiges Haarrissmuster auf chinesischen Porzellanwaren
cropengl. Erntephase; first crop (Frühjahrsernte), second crop (Sommerente) und third crop (Herbsternte)
Crush, Tear and Curlcf. CTC
CTC(-Verfahren)„crush, tear and curl“ (zerbrechen, zerreißen, rollen); aus dem engl. abgeleiteter Begriff für ein relativ neues, beschleunigtes Teeherstellverfahren, bei dem der Oxidationsvorgang verkürzt wird; CTC wird insbesondere bei Schwarztees und weniger bei den klassischen chinesischen Tees angewandt wird
CTC hóng suì chá wǔ hàoCTC 红碎茶五号Roter Tee – hong cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
cu chágrober Tee
cuijadegrün; häufig in Teenamen verwendeter Begriff
cui luo cha翠螺茶Grüner Tee – lu cha; jadegrüne Schnecke
D↑ Nach Oben ↑
dà dù lán pái gōng fū hóng chá大渡岚牌工夫红茶Roter Tee – hong cha; Gongfu Roter Tee der Marke „Großer Nebel der Fähre“
dà fó lóng jǐngGrüner Tee – lu cha; großer Bruder der Drachenquelle
Da guan cha lun大观茶论Abriss über den Tee; General Remarks/Treatise on Tea; von Kaiser Huizong (1082-1135, auch Hui Zong oder Huizong) im Jahre 1107 während der Song-Dynastie (960-1279) verfasste Teemonographie1107
dà hóng páo大红袍auch wuyi(shan) da hong pao; Große Rote Robe; einer der bekanntesten Oolong-Tees aus den Wuyi Bergen in der Provinz Fujian
da ma gu dao茶馬古道eigentlich cha ma gu dao; Alte Tee-Pferde-Straße (Ancient Tea-Horse Road), die in Europa erstmals 1877 von Ferdinand von Richthofen als „Südliche Seidenstraße“ beschrieben wurde
Da Moanderer Name des Bodhidharma (cf. ibid.)
dà píng máo xiè大坪毛蟹Blauer Tee (Oolong) – wu long; behaarte Krabben von Daping“
dark teaengl., dunkler Tee; cf. Schwarzer (Dunkler) Tee oder hei cha
da sanTeilprozessschritt beim Rollen und Formen (rou nian), einem der Prozessschritte bei der Teeherstellung
da xian feng hao chaGrüner Tee – lu cha; behaarter Tee von Daxian
da ye wu yi wu longBlauer Tee (Oolong)
dà yǔ lǐng gāo shān wū lóng chá大禹岭高山乌龙茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Hochgebirgs-Oolong aus dem Dayu-Gebirge
Dämpfen(engl. steaming) (chin.zhen qing), Prozessschritt bei der Teeherstellung um den Oxidationsprozess zu stoppen, besonders bei der Herstellung von Grünem Tee (lu cha); das Dämpfen ersetzt oftmals das Rösten
dān cóng pái lóng zhū chá单丛牌龙珠茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Drachenperlentee der Marke „Dancong“
dàoWeg (wie Cha Dao) oder Lebensprinzip
Daoismus(Taoismus), eine der drei chinesischen Philosophie neben Konfuzianismus und Buddhismus; entstand im 6. Jahrhundert v.Chr. auf der Grundlage des Tao Te King des Laotse, dem die Gegensätze Yin und Yang zugrunde liegen
dáo dè jingTao Te King, Grundlagenwerk des Taoismus, das von Laotse im 6. Vorchristlichen Jahrhundert verfasst wurde6. Jh. v.Chr.
Darjeeling(bengalisch); Bezeichnung für den in Nordindien, in einem westbengalischen Distrikt am Fuße des Himalaya gewonnen Roten (Schwarzen) Tees
dé xìn pái lǜ xiān zǐ德信牌绿仙子Grüner Tee – lu cha; Grüner Frühling aus der Provinz Anhui; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
Deckelbechercf. Deckeltasse oder Taiwan
Deckeltasseeine Teeschale mit Deckel (manchmal auch mit Untertease), die sowohl benutzt wird, um Tee zu bereiten als auch Tee zu trinken; cf. gài wǎn und zhōng
Dehua德化县héhuà xiàn, eine Stadt bzw. ein Kreis in der bezirksfreien Stadt Quanzhou in der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian. Dehua ist ein traditionsreicher Ort der Przellanherstellung, in dem bereits in der Song-Dynastie (960-1279) und Yuan-Dynastie (bis 1368) Porzellan gebrannt wurde. Die noch erhaltenen Brennöfen (Dehua kilns) aus dieser Zeit gehören zu den Denkmälern Chinas.
delikatgängiger Begriff für die Teeverkostung für einen besonders delikat oder aromatisch schmeckenden Tee
Dezong (of Tang)唐德宗Kaiser während der Tang-Dynastie (618 bis 906), der die Teesteuer einführte; regierte von 779 bis 805742-805
dichin., Erde
diǎn cháauch chá diǎn; Methode der Teezubereitung während der Song-Dynastie (Vorläufer der heutigen jap. Teezeremonie mit Teepulver); als Begriff heute noch in Hongkong gebräuchlich (Tee und Kuchen bzw. tea and dimsun)
diān chi yín háoGrüner Tee – lu cha; feines Silberhaar von Dianchi
dian hongcf. yun nan dian hong cha; Roter Tee aus Yunnan
dǐngwörtlich Gefäß; alter dreibeiniger Kessel aus Bronze oder Keramik zum Kochen von Wasser; möglicherweise das älteste Gerät zur Zubereitung von Tee, das bereits vor mehr als dreitausend Jahren benutzt wurde; ein fang ding 方鼎 ist ein vierbeiniger Kessel
ding feng haoGrüner Tee – lu cha; behaarter Gipfeltee
ding gu da fangGrüner Tee – lu cha; Dafang-Tee von Dinglu
dōng bái chūn yá 东白春芽auch tai bai ding ya, Grüner Tee – lu cha; Frühlingssprosse von Dong Bai
dòng dǐng wū lóng冻顶乌龙茶(nicht zu verwechseln mit dong ting); dieser bekannte Oolong stammt vom Berg Dong Ding im Bezirk Nantou im Zentrum der Insel Taiwan; der Ursprung dieses Tees (wie aller taiwanesischen Tees) stammt von den Pflanzen des Wuyi Felsentees, die ein gewisser Lin 1855 nach Taiwan zurück brachte
Dong Haneiner der großen Yixing-Meister der Ming-Dynastie1368-1644
dong hu yin haoGrüner Tee (lu cha), Silberhaar von Dong Hu
Dong Qi Shi Cha Lu东溪试茶录cf. Song Zian
dong ding oolong
冻顶乌
龙茶
cf. dòng dǐng wū lóng
dòng dǐng wū lóng冻顶乌龙茶(nicht zu verwechseln mit dong ting); dieser bekannte Oolong stammt vom Berg Dong Ding im Bezirk Nantou im Zentrum der Insel Taiwan; der Ursprung dieses Tees (wie aller taiwanesischen Tees) stammt von den Pflanzen des Wuyi Felsentees, die ein gewisser Lin 1855 nach Taiwan zurück brachte
Dong Po-TeekanneSu Dong Po (1037-1101) war ein großer Dichter der Song-Zeit (960-1279), der in seiner Spätzeit in Yixing im Exil lebte. Angeblich habe er eine Purpursandkannen (Yixing- oder Zishateekanne) mit einem schlaufenförmigen Henkel bevorzugt; in seinem Andenken werden solche Teekannen bis heute Dong Po-Kannen genannt.1037-1101
Dong qi shi cha lu东溪试茶录cf. Song Zian; Abhandlung über den Tee, cf. Huizong bzw. Hui Tsung
dong ting wu long chacf. dong ding oolong
dong hu yin haoGrüner Tee – lu cha; Silberhaar von Dong Hu
dōng pō máo jiān东坡毛尖Grüner Tee – lu cha; Haarspitzen vom Osthang
dong ting bì luó chūn洞庭碧螺春„jadegrüne Schnecke des Frühlings vom Berg Dong Ting“, sehr bekannter und neben dem Long Jing bester Grüner Tee Chinas, stammt aus einer der schönsten Regionen, vom Berg Dong Ting am Großen See (Tài Hú) in der Nähe der sehenswerten Stadt Suzhou, im Süden der Provinz Jiangsu; den sehr aromatischen Tee erkennt man an seinen zarten Blättern, die mit einem zarten Flaum weißer Härchen übersät sind
dòng xiāng chūn pái cuì zhēn chá侗乡春牌翠针茶Grüner Tee – lu cha; grüne Nadeln der Frühlingszeit von Dongxiang
Donnerschlagcf. Verborgener Berggipfel oder Ming Ding Huang Yan; Gelber Tee vom Berg Ming Ding in der Provinz Sichuan
DörrenTeilprozess der Teeherstellung; teils synonym gebrauchter Bergiff für das Trocknen des Tees
dou chaTeewettbewerb; sie entstanden in der späten Tang-Dynastie, erfuhren jedoch ihren Höhepunkt insbesondere während der Dynnastie der Song
Dou chá geDas Lied auf die Teewettbewerbe; Gedicht des Dichters Fan Zhongyan über die Teewettbewerbe, die Vorläufer des cha no yu bzw. des cha do (ibid.), der japanischen Teezeremonie
Drachenbrunnentee西湖龙井Grüner Tee aus dem Dorf Longjing nahe des Westsees in Hangzhou in der Provinz Zhejiang; cf. Xihu Lóng Jǐng oder Lóng Jǐng
Drachenquellecf. Drachenbrunnentee oder Xi Hu Long Jing
DreidrachengriffBezeichnung für die Art mit drei Fingern eine kleine chinesische Teeschale zu halten (Mittel- und Zeigefinger und Daumen)
Drei Erhabene三皇五帝Die Drei Ehabenen, Sān Huáng Wǔ Dì, engl, The Three Sovereigns, sind die drei heute noch verehrten Urkaiser der Han-Chinesen; dazu gehören, der Gelbe Kaiser Huang Di, der Göttliche Bauer Shen Nong, der den Tee entdeckt haben soll, und Fu Xi; zu den Urkaisern zählen auch noch die sog. "Fünf Kaiser" Huang Di, Zuanh Xu, Di Ku, Yao und Shun
dū yún máo jiān都匀毛尖„Du Yun Fellspitzen“; Grüner Tee aus Duyun im Süden der Provinz Guizhou; angeblich soll Mao Tse-tung Mao Zedong) dem Tee seinen Namen gegeben haben als dieser eine Portion von den Bürgern Duyuns als Geschenk erhielt; zuvor hieß der Tee yu gou cha (Fischhakentee), da seine Form an die Umrisse eines Angelhakens erinnert; der Tee hat einen leicht süßliche Note und eine feine seidige Tasse
Dunkler Tee黑茶besser bekannt als Schwarzer (oder Brauner) Tee - (hēi chá, 黑茶), cf. ibid.; eine der sechs Grundteesorten
DustTeestaub, der – wie Fanning - für Teebeutel Verwendung findet
E↑ Nach Oben ↑
e mei mao fengGrüner Tee – lu cha; Mao Feng vom Berg E Mai
e mei shan e rui峨眉山峨蕊Grüner Tee – lu cha; E’rui vom Berg E Mei
e mei zhu ye qingGrüner Tee – lu cha; grünes Bambusblatt vom Berg E Mei
Earl GreyEin mit Bergamotte-Öl aromatisierter Roter Tee (Schwarztee); Namensgeber ist Charles 2. Earl Grey, der 1833 als britischer Premierminister (1830-1834) das Preismonopol der East India Compony im Handel mit China aufhob. Grey ist allerdings nicht der Erfinder des Early Grey, vielmehr wurde aufgrund seiner Entscheidung aromatisierter Tee im Handel angeboten, nachdem er eine verunglückte Schiffsladung begutachtete, bei der der Tee bei der Überfahrt mit Bergamottöl „verschmutzt“ wurde.1764-1845
East India Companyeigentlich British East India Company; englische oder britische Handelsgesellschaft mit Sitz in London, die im 18. und 19. Jahrhundert den weltweiten Handel mit Tee beherrschte
EinwurfStängel und andere Bestandteile werden bei der Teeherstellung mit verarbeitet
Eisaiauch Eisai-zenji, japanischer Buddhistenmönch, der nach China kam, um den Zen-Buddhismus zu studieren; Eisai brachte Tee und das Wissen um die Teekultur zurück nach Japan; somit ist er der Wegbereiter für die japanische Teezeremonie Chá do1141-1215
Eiserne Göttin der Barmherzigkeitcf. (an xi) tie guan yin
en shi yu luGrüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
English BlendHandelsbezeichnung für eine Mischung aus Assam-, Darjeeling- und Ceylon-Tees
English Breakfast Teaengl., auch einfach Breakfast Tea; Frühstückstee, der zumeist aus einer Mischung aus Qi Men Hong Cha mit Cong Gou-Sorten und Ceylon-Blends verschnitten wird; er wird in England zumeist mit Milch und Zucker getrunken
ēn shī yù lù恩施玉露auch En Shi Jadetau genannt; ein relativ seltener Grüner Tee aus Enshi im Südwesten der Provinz Hubei; Tee wird hier bereits seit der Tang-Dynastie angebaut (618-906); ein sehr leichter Grüner Tee von flacher, länglicher Form mit zart jadegrüner Tasse und mit einer floralen Süße und äußerst angenehmem Angang
EnzymeFrüher Fermente genannt; Inhaltsstoffe (meist Proteine), die biochemische Prozesse katalysieren und bei der Fermentation (Oxidation) des Tees eine besondere Rolle spielen
èr pào wén xiangAufguss des guten Duftes (ibid.)
Er Ya尔雅frühestes chinesisches Wörterbuch, das zwischen 221 bis 220 v.Chr. kompiliert wurde, in dem auch das Wort Tee aufgelistet wurde: Ein Baum so groß wie Gardenien. Die Blätter, die auch im Winter wachsen, können gekocht und als „Suppe“ getrunken werden
erdiggängiger Begriff bei der Teeverkostung (Tea-Taster-Terminologie), der besonders bei Schwarzen (postoxidierten) Tees (hei cha) wie etwa dem Yunnan Pu'erh vorkommt
Ernte(n) (des Tees)chin. cai jing (cf. ibid.), erster Prozessschritt bei der Teeherstellung; auch Pflückung genannt; bei der Ernte des Tees wird zwischen Frühjahrs-, Sommer- und Herbsternte unterschieden, in China erfolgt die Ernte meistens im Frühjahr (je nach Anbaugebiet Ende März bis Mitte Mai)
Estatesengl., so werden besonders die Teegärten Indiens und Ceylons bezeichnet
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fā jiào 发酵Fermentation; engl. fermentatrion; Vorgang bei der Herstellung von Tee, bei dem die im Tee enthaltenen Enzyme durch das Pflücken, Rollen und/oder Brechen der Teeblätter mit dem austretenden Pflanzensaft und dem Sauerstoff der Luft oxidieren, weshalb dieser Vorgang richtigerweise eigentlich auch Oxidation (氧化, yǎnghuà; oxidization) heissen sollte; die Oxidation oder Fermentation, bei der bestimmte Inhaltsstoffe des Teeblattes (Katechine) abgebaut werden, wird durch Dämpfen, Backen oder Rösten gestoppt
fairness cupengl., Ausschankkanne, cf. gong dao bei oder cha zhong (auch cha hai)
Fälschungenseit dem es eine Tee“wirtschaft“ gibt und besonders seit seltene Sorten mit geringen Erträgen hohe Preise erzielen gibt es auch immer wieder Versuche, bekannte und erfolgreiche Tees zu imitieren oder zu „fälschen“
famille rosefranz., wörtlich „rosa Familie“, in China als yang cai (fremde Farbe) bezeichnet; während der Dynastie der Qing (1644-1911) traten in der Porzellankunst neuer „farbige“ Stilrichtungen an die Stelle des während der Ming-Zeit dominierenden Blau-Weiß-Stils; das famille rose ist besonders neben famille verte eines der brühmten Porzellan-stile aus der Regierungszeit des Qing-Kaisers Kangxi (1662-1723), für das man hauptsächlich Rosa- und Purpurtöne verwendete
famille vertePorzellanstile aus der Regierungszeit des Qing-Kaisers Kangxi, für das man hauptsächich Grüntöne verwendete, die durch Eisenrot ergänzt wurden; eine Abwandlung des famille verte ist das sog. famille jaune, für das man einen gelben Untergrund benutzte
Fàn Zhòng YanPolitiker und Schriftsteller der Song-Dynastie (960-1278). Der aus Wuxian stammende Fan war ein leidenschaftlicher Teetrinker, dem u.a. die Aussage zugeschrieben wird: Eine Schale des Felsentees (Steintees) weckt alle deine Geister“ - gemeint sind übrigens die aus dem Wuyishan stammenden Stein- oder Felsentees, der wu yi yan cha (cf. ibid.) bzw. der wu yi da hong pao (cf. ibid.). Fan starb 1052 in Suzhou.989-1052
fāng chá 方茶Teequadrat oder einfach Quadrat (engl. square); fāng chá; die quadratische Form eines gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha) wie z.B. yun nan pu'erh cha oder he nan he cha
fāng shān chá方山茶Grüner Tee – lu cha; Tee vom Fangshan
fāng yán lǜ háo方岩绿毫Grüner Tee – lu cha; feine Haare vom Fang-Felsen
Fanningkleinste Teile (Restpartikel ca. 1 mm Größe) des Teeblattes ohne Stängel und Rippen; Fanning wird für Teebeutel verwendet
FarbstoffeFarbstoffe sind chemische Verbindungen, die andere Stoffe bzw. Materialien zu färben imstande sind
Fayenceallgemeiner Begriff für ungesinterte, meiust blau-weiß bemalte Tonwaren (nach der italienischen Stadt Faenza)
Färbungdie Farbe des Tees (bzw. der Tasse); der Tee hat je nach Sorte, Zubereitung, Ziehzeiten, Wasser etc. unterschiedliche Färbung; die Färbung sagt jedoch grundsätzlich nichts über die Qualotät eines Tees aus
FBOP/FBOPFFlowery Broken Orange Pekoe (Fanning); cf. Flowery
fei chá tongWasserbehälter für gebrauchtes Wasser während der Teezeremonie
Fellspitzen von Xinyangcf. xin yang mao feng
Felsentee岩茶yán chá, auch Steintee genannt; insbesondere, die aus dem Wuyishan, im Norden der Provinz Fujian stammenden halbfermentierten Blauen Tees (Oolong), die Wu Yi Yan Chas, z.B. Da Hong Pao, Shui Xian, Bai Ji Guan, Tie Luo Han, Shui Jin Gui, Ban Tian Yao oder Rou Gui
fen chaTeespiel; eine besondere Form der chinesichen Teekultur während der Dynastie der Tang; man versuchte auf dem Tee eine Schaumkrone zu kreieren und daran dann Bilder zu malen
fen caihenkellose Teetasse mit oder ohne Deckel
fengspitz, häufiger Begriff in Teenamen
feng cha panchin., (Tee-) Serviertablett (engl. tea serving tray)
fèng huánɡ凤凰ein dem Phoenix ähnlicher mythischer Vogel Chinas
fèng huánɡ dān cóng chá凤凰单丛茶Dancong Phoenix-Tee; ein sehr alter, äußerst aromatischer Oolong-Tee aus dem Feng Huan Shan in der Provinz Guangdong, dessen Ursprünge nahezu 1.000 Jahre zurück reichen; er gehörte zu den kaiserlichen Tributtees der Song-Dynastie
feng huang san dian touder Phoenix verneigt sich dreimal, Begriff aus der chinesischen Teezeremonie, der beschreibt, wie Wasser in die Teekanne abwechselnd aus großer und niedriger Höhe eingegossen wird
fèng huánɡ shui xianBlauer Tee (Oolong)
Feng Shi Wen Jian Ji封氏闻见记ein Buch des relativ unbekannten Schriftstellers Feng Yan, das wäh-rend der Tang-Dynastie (618-906) erschien; in diesem Buch tauchte – so weit heute bekannt – erstmals der Begriff chá dào auf; Feng Yan, über den so gut wie nichts bekannt ist, lebte zu Zeiten Lu Yus (733-804); das Buch hat ansonsten nichts mit Tee zu tun, in ihm versucht Feng lediglich sein Wissen darzustellen
Fellspitzencf. Mao Jian oder Xin Yang Mao Jian; grüner Tee aus Xinyang in der Provinz Henan
cf. auch Du Yun Mao Jian, Grüner Tee aus Duyun in der Provinz Guizhou
Felsenteeauch Steintee; insbesondere, die aus dem Wuyishan, im Norden der Provinz Fujian stammenden halbfermentierten Blauen Tees (Oolong), die Wu Yi Yan Chas, z.B. Da Hong Pao, Shui Xian, Bai Ji Guan, Tie Luo Han, Shui Jin Gui, Ban Tian Yao oder Rou Gui
Feng Gui Lingberühmter Yixing-Teekannen-Meister der während der Republik (1911-1949)1907-1945
Feng Shike冯时可1609 verfasste Feng Shike (冯时可) sein Cha Lu (茶录), „Aufzeichnungen über den Tee (engl. Tea Record).1547-1620
feng shui风水Wind und Wasser; Teil der daoistischen Philosophie; eine Art chinesischer Geomantik; Ziel ist die Harmonisierung zwischen Mensch und seiner Umgebung
fēng xuǎn风选Trennen oder Scheiden durch Sieben, Schwingen, Schwenken oderWerfen; beliebt ist die Methode des Werfens, so dass sich durch den Wind Bestandteile löse und trennen; engl. winnowing
feng yuan chunBlauer Tee (Oolong)
Fermentealte Bezeichnung für Enzyme
Fermentation发酵fā jiào; engl. fermentation; die obsolete und falsche aber durchaus noch geläufige Bezeichnung eines Vorganges bei der Herstellung von Tee, bei dem die im Tee enthaltenen Enzyme durch das Pflücken, Rollen und/oder Brechen der Teeblätter mit dem austretenden Pflanzensaft und dem Sauerstoff der Luft oxidieren, weshalb dieser Vorgang richtigerweise eigentlich auch Oxidation (氧化, yǎnghuà; oxidization) heissen muss; die Oxidation oder Fermentation, bei der bestimmte Inhaltsstoffe des Teeblattes (Katechine) abgebaut werden, wird durch Dämpfen, Backen oder Rösten gestoppt
(siehe auch in der Rubrik ALLES AUF EINEN BLICK auf der Homepage www.chadao.de den Beitrag "Oxidation und Antioxidantien")
FGFOPFinest Golden Flowery Orange Pekoe
FilternEin Vorgang bei der Teezubereitung, um Teeblätter oder unterschiedliche Schwebstoffe auszusortieren; zum Filtern von Tee werden unterschiedliche Geräte benutzt (Teesieb, Papierfilter, Filterbeutel etc.), bei der chinesischen Teezeremonie Gong Fu Cha benutzt man jedoch die Deckeltasse (gai wan), manchmal dazu auch ein Teesieb; in manchen chineische Kannen sind Teesiebe vor dem Ausguss „eingebaut“
fine (finest)

engl., fein; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie; ausgleichend, insgesamt positiver Charakter; Bezeichnungen für feine (feinste) Blattgrade von Tees
Fine (plucking)Pflückung feinster Frühlingsblattknospen; cf. FGFOP oder FTGFOP
Firingengl. feuern, ein international gebräuchlicher Begriff für einen Teilschritt in der Teeherstellung, nämlich die Trocknung des Tees nach der Oxidation oder zwischen den einzelnen Oxidationsschritten oder (im Falle von Grünem Tee etwa) bevores zu einer Oxidation kommen kann
First FlushErste Pflückung (im Frühjahr), spätere Pflückungen (Sommer oder Herbst) werden als Second Flush bezeichnet; diese Ausdrücke werden auf chinesische Tees eher nicht angewendet
five o’clock teaengl., Fünfuhrtee (Nachmittagstee); in England anzutreffende Form einer Teezeremonie zwischen lunch und dinner (in der Regel zwischen drei und fünf Uhr) zu der auch Gebäck gereicht wird (scones, shortbread, etc.)
Fixieren; Fixierung杀青Cf. auch shā qīng oder sha jing; Prozessschritt bei der Herstellung des Tees, bei dem die Oxidation (Fermentation) unterbrochen oder gestoppt wird; folgende Methoden sind gebräuchlich: Dampfen (蒸青, zhēng qīng) Fixierung durch Rühren, Wenden (炒青; chǎo qīng), Backen (烘青; hōng qīng; engl. baking) und Fixierung durch Sonneneinstrahlung (晒青; shài qīng; engl. sunning oder sun fixation)
flatengl., flach; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie für einen wenig ausgeprägten bzw. wenig aromatischen Tee
FlavonoideFlavonoide sind in der Natur häufig vorkommende gelbe Farbstoffe (in Beeren, Pflaumen, Paprika, Orangen, Grapefruits etc.); sie gehören zur Gruppe der Polyphenole. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
FlavonoleFlavonole sind ein Teil der im Tee enthaltenen Polyphenole bzw. Gerbstoffe; die Flavonole sollen für den bisweilen adstringierenden Geschmeck von Tees verantwortlich sein. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
flavourengl., international geläufiger Begriff für das Aroma des Tees
flockigBegriff aus der Tea Taster-Terminologie; engl. flaky
Flowery„blumig“ oder „blühend“; aus dem engl. abgeleiterter Begriff um ein blumiges Aroma zu beschreiben (z.B. Flowery Orange Pekoe); der Begriff findet bei chinesischen Tee keine Anwendung
Flowery (Orange) PekoeF(O)P; beste Blattgrade der fein(st)en Pflückungen, d.h. der besten Qualitätsklassen
fluffengl., Flaum, Staubwolke; aus dem engl. abgeleiteter Begriff für den haarigen Staub auf den Teeblättern
FlugteeFlugtee ist ein frisch aus der Anbauregion eingeflogener Tee, was besonders bei frühen Ernten von hochwertigen frischen Teesorten (Grüne Tees) für das Aroma von Bedeutung sein kann
flushengl. Bezeichnung für den Trieb eines Teestrauches bzw. für den Zeitpunkt seiner Ernte, z.B. first flush, second flush, autumn (autamnal) flush etc.
FlüssigkeitshaushaltKoffein (Teein bzw. Tee-Koffein) wurde lange nachgesagt, er entziehe dem Körper Wasser; das ist neuesten Untersuchungen zufolge eindeutig nicht der Fall; das ist nur kurzfristig der Fall, in der ganztägigen Flüssigkeitsbilanz ist das Gegenteil der Fall, Tee trägt erheblich zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfes bei
fǒu shǒu chá佛手茶Buddhas Hand (Buddha’s Hand Tea); ein Blauer Tee (Oolong) aus der Stadt Yong Cun Town (Ewiger Frühling; Spring Forever) mit dem Namen Buddhas Hand
fǒu shǒu hóng chá佛手红茶Buddhas Hand (Buddha’s Hand Tea); ein Roter Tee ) (hong cha) aus der Stadt Yong Cun Town (ein Ort in Quan Zhou; Ewiger Frühling; Spring Forever) mit dem Namen Buddhas Hand
FolsäureFolsäure ist in geringem Maße im Tee enthalten. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
FOPFlowery Orange Pekoe; cf. Flowery
Formen整形zhěng xíng; Formen der Teeblätter; engl. shaping
Formosaobsoleter Begriff für die Insel Taiwan, abgeleitet aus dem Portugiesischen für die „Schöne“ (Insel), der bisweilen noch als Herkunftsbezeichnung für Tees benutzt wird, z.B. Formosa Oolong
Formosa Oolongmanchmal gebräuchliche Bezeichnung für Blauen Tee (Oolong) aus Taiwan
fǒu shǒu佛手Buddhas Hand; ein Stein- oder Felsentee (Oolong) aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
frischBegriff aus der Tea Taster-Terminologie, der häufig bei Grünen und anderen nicht oder wenig oxidierten Tees Anwendung findet
Frühlingspflückungauch Frühlingsernte; Bezeichnung für die erste Teepflückung des Jahres, die in China je nach Anbaugebiet zwischen Ende März und Mitte Mai stattfindet
Frühstücksteecf. brakfast tea
FTGFOPFinest (oder Fancy) Tippy Golden Flowery Orange Pekoe; bei Darjeelings und Assams angewandte Bezeichnung für die feinsten, gleichmäßigen Blattgrade
fruchtigBegriff aus der Tea-Taster-Terminologie für Tees, die besondere Fruchtnoten versprühen
fú ān bái yù yá福安白玉芽Weisser Tee – bai cha; weiße Nadeln von Fuan
fú ān cuì lǜ yá福安翠绿芽Weisser Tee - bai cha; smaragdgrüne Nadeln vom Fuan
Fu DingStadt im Norden der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian; Heimat des Weißen Tees Bai Hao Yin Zhen (Silbernadel)
fu ding (da) bai cha福鼎白茶Grüner Tee – lu cha; (sehr) weiße Silbernadeln (sehr weißer Tee) von Fuding; auch yin zhen bai cha
fu ding da hao cha 福鼎白毫Weißer Tee – bai cha; weiße Silbernadeln (viele weiße Haare) von Fuding
fú lái qīng浮来青Grüner Tee – lu cha; fließendes Grün
fu zhou mo li hua cha横县茉莉花茶mit Jasmin gemischter Blumentee (Blütentee) – hua cha – aus Fuzhou
Fukiencf. Fujian
Fu Zhou (shi)福州市Fuzhou (Futschou), manchmal auch Foochow; Hauptstadt der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian, ehemals wichtigster Hafen für den Export von Tee
Fünf Kaiser 五帝Die Fünf Kaiser, Wǔ Dì, engl. the Five Emperors, gelten neben den Drei Erhabenen (cf. ibid.) als die Urkaiser der Han-Chinesen; zu ihnen gehören Huand Di, der Gelbe Kaiser, Zhuan Xu, Di Ku, Yao und Shun, wobei die beiden letzten, Yao und Shun, als die Musterbeispiele für Moral und Aufrichtigkeite gelten, und sie deshalb von den Konfuzianern als "Die Zwei Kaiser" geehrt werden
Fújiàn ShěngProvinz im Südosten Chinas (Hauptstadt Fuzhou); eine der wichtigsten Teeanbauregionen Chinas, Hauptanbaugebiet des Oolong
fullBegriff aus der Tea-Taster-Terminologie, der einen besonders vollmundigen (aromatischen) Tee meint
Fünf Elemente五行zu den Fünf Elementen gehören das Holz (mu), Feuer (huo), Metall (jin), Wasser (shui) und Erde (tu); diesen unmittelbar aus der Naturlehre abgeleiteten Elementen werden Eigenschaften zugesprochen, die wiederum auf die vielfältigen Beziehungen zwischen Erde Mensch und Himmel schliessen lassen
Fünf Elemente-Theorie五行unter der Fünf-Elemente-Theorie, Pinyin wŭxíng, das sind die Fünf Wandlungsphasen, versteht man die traditionellen, daoistischen Deutungsversuche zur Beschreibung der Natur, mit der die Gesetzmäßigkeiten im Verlauf alles Lebendigen (Entstehung, Wandlung, Vergehen) beschrieben werden
futa’okijap.; Begriff aus der japanischen Teezeremonie für einen Deckeluntersetzer
Fuzhouchin. Stadt, Hauptstadt der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian (alte Schreibweise Foochow), cf. Fu Zhou
G↑ Nach Oben ↑
gài wǎn盖碗Deckeltasse oder Gaiwan, auch gài bēi 蓋杯, chá wǎn 茶盅 oder 焗盅 jú zhōng genannt, siehe auch san cai; ein chinesisches Gefäß oder Becher (henkellose Tasse mit Deckel und Unterteller ) zur Zubereitung und zum Trinken von Tee; wichtiges Utensil bei der chinesischen Teezeremonie (gong fu cha); der gài wǎn entwickelte sich aus einer einfachen Teeschale, der chá wǎn 茶碗, wie sie im 9. Jahrhundert noch bei Lu Yu beschrieben wurde
gài zhiHalter für den Deckel einer Teekanne
gān zào干燥Trocknung (cf. ibid.); engl. drying ; Prozessschrit bei der Teeherstellung
gāo chōng dī zhēn高冲低斟Teil der Chinesischen Teezeremonie gong fu cha: Hoch zum Spülen und niedrig zum Aufgiessen; darunter versteht man, dass das Wasser bei der chinesichen Teezeremonie von hoch oben eingefüllt wird, um den Tee zu waschen (die Energie des Wasser wird zur Spülung benutzt), während für den Aufguss das Wasser nur aus geringer Höhe eingefüllt wird, damit das Aroma möglichst lange erhalten bleibt
gāo cóng shuí xiān高枞水仙Große Tannen-Narzisse; ein Felsentee aus dem Wuyishan (wu yi yan cha)
gāo jùn pái yín háo chá高骏牌银毫茶Grüner Tee – lu cha; Silberhaar der Marke „Großes Feines Pferd“
Gao Lian高濂der Schriftsteller Gao Lian verfasste im Jahre 1591 das Jun Sheng Ba Jian 遵生八笺, „Acht Abhandlungen über die Kunst des Lebens/ Tees (engl. Übersetzung: Eight Discourses on the Art of Living/Tea)1591
gāo qiáo yín fēng高桥银峰Grüner Tee – lu cha; hohe Brücken der Silbergipfel
gao shan chaBlauer Tee (Oolong)
GBOPGolden Broken Orange Pekoe, Bezeichnung einer zweiten Sortierung bei Darjeelings und Assam-Tees mit uneinheitlichen Blattgraden

Ge JunEinflussreicher, zeitgenössicher Töpfer aus Yixing
Gealterter Teecf. gelagerter Tee bzw. Alterung des Tees
Gebrühter Teedie heute gängigste Form der Teezubereitung, in der loser Tee bzw. Blatttee aufgegossen wird; diese Form der Teezubereitung kam in China während der Dynastie der Ming (1368-1644) auf (Schule der duftenden Blattes), nachdem zuvor der Tee mit Salz in Wasser gekocht wurde (Schule des gesalzenen Tees) oder gepulverter Tee geschlagen wurde (Schule der geschlagenen Jade)
Gelagerter Teeauch gealterter Tee oder gereifter Tee; gemeint sind hier insbesondere absichtlich gealterte Tees, die dadurch zwar ihren starken Charakter behalten, die jedoch durch die Alterung (Lagerung) besonders mild werden (besonders Pu’erh aber auch gealterte Oolongs)
Gelbe Bergspitzencf. Huang Shan Mao Feng; ein Grüner Tee aus Hangshan in der Provinz Anhui
Gelber Tee黄茶huáng chá; Gelber Tee ist einer der Grundteesorten; wie der Weiße Tee ist der Gelbe Tee ein nur ganz leicht oxidierter Tee; seinen Namen hat er von dem manchmal strahlenden Gelb seiner Tasse
gen mai cha 玄米茶jap. Grüner Tee, bei dem geröstete Reiskörner hinzugefügt werden
gèng xiāng cuì jiān更香翠尖Grüner Tee – lu cha
gèng xiāng wù lǜ更香雾绿Grüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
GerätschaftenTeeaccessoires, Teeutensilien, Teegerätschaften; die für die chinesische Teezeremonie benötigten Accessoires oder Gerätschaften werden auf der Internetseite www.chadao.de detailliert beschrieben; die Beschreibung der einzelnen Gerätschaften finden Sie unter dem jeweiligen Namen, die in deutsch und pinyin aufgeführt sind
Gerbsäurecf. Gerbstoffe und Tannine
Gerbstoffebestimmte Inhaltsstoffe im Tee, die sich erst langsam freisetzen (langsamer als etwa das Tee-Koffein) und die dadurch bes. bei längeren Ziehzeiten ihre Wirkungen entfalten; dadurch könnten Tees „bitterer“ werden; zu den Gerbstoffen gehören etwa die Theaflavine und Flavonole
gereifter Pu'erh熟茶shoú chá, cf. ibid.; engl. ripened Pu'erh
Gereifter Teecf. gelagerter Tee
GesundheitTee hat erwiesenermaßen gesundheitsfördernde und vorbeugende Wirkungen
GFBOPGolden Flowery Broken Orange Pekoe; geläufige Bezeichnung bei indischen Tees
GFOPbeste Qualität des Tees; Bez. für Tees aus Indien; in China ist dieser Begriff nicht geläufig
Goethe, Johann Wolfgang vonGoethe war bekanntermaßen ein Genießer durch und durch; auch dem Tee war der Herr Geheimrat sehr zugetan; der Chronist Eckermann (Briefe), berichtet über einen der berühmten Teeabende in Weimar:Diesen Abend war ich bei Goethe zu einem großen Tee. Die Gesellschaft gefiel mir, es war alles so frei und ungezwungen, man scherzte, man lachte…“1749-1832
Goldenengl. Begriff für die goldbraunen Spitzen (tips); nur bei Darjeeling und Assam-Tees
Gong Chun供春berühmter chinesischer Yixing-Töpfermeister der ausgehenden Ming-Dynastie (1368-1644), manchmal auch Gong Gong Chun 龚供春 genannt1500-ca.1550
gōng dào bēi公道杯Servier- oder Ausschankkanne aus Ton, Porzellan, Steingut oder Glas; engl. tea pitcher
gōng fū工夫1. harter, anstrengender Weg
2. Kampfkunst
gōng fū chá工夫茶die chinesische Teezeremonie, deren Grundzüge in der Ming-Dynastie (1368-1644) in der Provinz Fujian festgelegt wurden; im Gegensatz zur japanischen Teezeremonie cha do (ibid.) oder cha no yu gibt es nur wenige Regeln (cf. Artikel gōng fū chá in der Rubrik Teezeremonien
gōng tíng pǔ'ěrh lǐ chá宫廷普洱礼茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; Zeremonientee Pallast Pu’erh
gong yi chaKunsttee (engl. art tea)
Götting der BarmherzigkeitCf. Eiserne Göttin der Barmherzigkeit
gǒu gǔ nǎo狗牯脑Grüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
gǒu nǎo gòng chá狗脑贡茶Grüner Tee – lu cha
Grabbeigabenin der Han-Dynastie (206 v.Chr. – 220 n.Chr.) wurde Tee in Kisten Gräbern beigegeben: In der Grabanlage Mǎ Wáng Duī (马王堆 vermutlich im 2. Jh. V.Chr. angelegt) in der Provinz Hunan wurde 1972 eine solche Grabbeigabe gefunden, ebenso in Jiangling in der Provinz Hubei im Grab des Königs Han Wen Di (漢文帝 Liu Heng, reg. 179-156)
grade(s)engl., Kategorisierung der Teeblätter, iher Qualität und ihrer Verarbeitung
grassyengl., grasig; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie für grasig schmeckende Tees, also für nicht oder wenig oxidierte Tees wie Grüne,, Gelbe und Weiße Tees
green and whitecf. qing bai
green teaengl., Bezeichnung für Grünen Tee
Große Rote Robecf. da hong pao oder wu yi (shan) da hong pao; Felsentee (Oolong) aus dem Wuyi-Gebirge in der Proving Fujian
Grüne Spirale, Grüne Jadespiralecf. dong ting bi luo chun, ein grüner Tee vom Berg Dong Ting in Suzhou in der Provinz Jiangsu
Grüner Pu'erh生茶besser bekannt als roher Pu'erh oder shēng chá, cf. ibid.; engl. raw Pu'erh
Grüner Tee绿茶lù chá (engl. green tea und franz. té verde); unfermentierter Tee, die bei weitem häufigste Teesorte in China, die in zahlreichen Provinzen mit teils auch gemäßigtem Klima angebaut wird; Güner Tee war die ursprüngliche Sorte der chinesischen Tees, andere Sorten kamen erst zur Zeit der Ming und Qing auf
Grüne Tees werden gelegentlich in drei Kategorien entsprechend bestimmter Termine nach dem ostasiatischen Sonnenkalender unterteilt:
Qing Ming (cf. ibid.) (4. oder 5. April): Dieses ist der Tee aus der etwa zum Totengedenkfest einsetzenden Vorregenzeit, dieser Tee gilt als der beste und ist besonders gesucht und dementsprechend sehr teuer; diese Tees sind sehr leicht und haben häufig eine leicht süßliche Note: In den Wintermonaten haben die Wurzeln der teesträucher vermehrt Glukose und andere den Geschmack (positiv) beeinträchtigende Substanzen gespeichert, diese werden zu Frühlingsbeginn vermehrt den sprießenden Knospen zur Verfügung gestellt, die dadurch rasch zu wachsen beginnen; die so entstehenden Knospen und Teeblätter weisen einen größeren Anteil an Antioxidantien auf, da die Teepflanzen vermehrt Polyphenole erzeugen
Gu Yu (20. oder 21. April): diese in der Zeit vom ca. 4. bis zum 20./21. April geernteten Tees gelten in der Regel als nicht so gut
Li Xia (5. oder 6. Mai) gilt als der Beginn des Sommers: die nun geenteten Tees gelten als weniger gut und sind in der Regel sehr günstig
grün-weißcf. qing bai; ein Begriff der besonders im Zusammenhang mit Porzellan vorkommt
gu an mao jianGrüner Tee – lu cha; Mao Jian von Guzhang
Gu Dao Rongberühmter Yixing-Teekannen-Meister der Volksrepublikgeb. 1937
Gu Jing Zhouberühmter Yixing-Teekannen-Meister der der Volksrepublik (ab 1949)1915-1996
Gǔ Yù 谷雨Gu Yu (20. oder 21. April) ist einer der 24 Eckpunkte des chinesischen Sonnenkalenders; dieser letzte der sechs Frühlinhstermine wird gelengentlich im Zusammenhang mit der Grüntee-Ernte verwendet, er bezeichnet die zwischen dem 5. April (Totengedenkfest und Beginn der Regenzeit) und dem 20. oder 21. April geernteten Tees
Gu Yuanqing顾元庆Gu verfasste 1541 die Tee-Anthologie Cha Pu (茶谱), eine Klassifizierung der Tees; in ihr beschrieb Gu die Herstellung von Blattee und die Zubereitung des Blatttees in einem Gaiwan (cf. ibid.)1487-1565
gu zhu zi sunGrüner Tee – lu cha; Purpurbambussprosse von Guzhu
guā mò lín gài刮沫淋蓋während der chinesischen Teezeremonie werden mögliche Bläschen durch vorsichtiges Streichen des Deckels über die Oberfläche des Tees entfernt, dann wird der Gaiwan oder die Teekanne geschlossen, und je nach Teesorte, Anzahl der Aufgüsse und der Qualität des Tees lässt man den Tee unterschiedlich lange ziehen
gua piencf. Liu An Gua Pien
guā mò lín gài刮沫淋蓋während der chinesischen Teezeremonie werden mögliche Bläschen durch vorsichtiges Streichen des Deckels über die Oberfläche des Tees entfernt, dann wird der Gaiwan oder die Tekkan geschlossen, nach Teesorte, Anzahl der Aufgüsse und der Qualität des Tees lässt man den Tee unterschiedlich lange ziehen
guǎng dōng lì zhī hóng chá广东荔枝红茶Roter Tee – hong cha; Guangdong Lychee Roter Teer
guan gong xun cheng„der General (Guan Gong) patroulliert in der Stadt“ (General Guan Gong war ein berühmter Soldat und Stratege während der Han-Dynastie, 206 v.Chr. - 220 n.Chr.), der später auch als Gott des Kampfes und des Wohlstandes verehrt wurde -; diese „Technik des Wasserfalls“ wird während der chinesischen Teezeremonie angewandt, bei der die Aromabecher oder Teeschalen, die eng aneinander stehen, in einer Schwenkbewegung ohne abzusetzen gleichmäßig gefüllt werden
Guǎng Dōng广东größte Provinz Chinas mit rund 110 Millionen Einwohner, die am Südchinesischen Meer gelegene Provinz wird manchmal auch als Werkbank der Welt bezeichnet; Hauptstadt Guangzhou (Kanton)
guang dong da ye qingGelber Tee aus der Provinz Guangdong
Guang YaBuch, das Zhang Ji während der Drei Reiche (220-265) verfasste, das darauf hinweist, dass Tee in Kuchen gepresst wurde
guǎng yuán xiù míng广元秀茗Grüner Tee – lu cha; eleganter Tee von Guangyuan
Guang Zhouehemals Kanton; wichtige Hafen- und Handelsmetropole in der Provinz Guangdong
guì dìng xuě yá贵定雪芽Grüner Tee – lu cha; Schneespitzen von Guiding
guì huā chá桂花茶aromatisierter Tee; z.B. mit Osmanthus, Rosen, Jasmin und vielen anderen Blüten versehen; die Grundsorte können nahezu alle Sorten sein, seltener jedoch voll- oder post-fermentierte Teesorten
guì lín yín zhēn桂林银针Grüner Tee – lu cha; Silbernadeln von Guilin
guì lín máo jiān桂林毛尖Grüner Tee – lu cha; Haarspitzen von Guilin
Gùi Zhōu贵州Provinz im Südwesten Chinas, in einer der ärmsten Provinzen Chinas leben viele Minderheiten, Hauptstadt Guiyang
Gunpowderengl., eine Art der Zubereitung bzw. Herstellung von Grünen Tees, bei der die Teeblätter zu Kügelchen gerollt werden, die ihren Namen daher haben, dass sie dem Schießpulver (gunpowder) ähnlich sehen sollen
Gyo kuro玉露„edler Tautropfen“; Schattentee; dieser mild-aromatische Grüne Tee gilt als der beste und teuerste Grüne Tee Japans; seine jungen Triebe wachsen unter schattigen Bedingungen auf
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hǎi qīng fěi cuì海青翡翠Grüner Tee – lu cha; seegrüne Jade
Hǎinán Shěng海南省 Inselgruppe und Provinz im Süden Chinas; Hauptstadt Haikou
halbfermemntierter Teeumgangssprachliche Bezeichnung für nicht vollständig oxidierte (fermentierte) Tees; cf. wu long cha (Oolong)
halboxidierter TeeBezeichnung für nicht vollständig oxidierten (umgs. fermentierten) Tee; cf. wu long cha (Oolong)
Hammitzsch, HorstHorst Hammitzsch (1909-1991) war Japanologe und Sinologe und zuletzt als Professor für Japanologie an der Universität München tätig; Hammitzsch ist Verfasser des deutschen Grundlagenwerks zur japanischen Teekultur Cha Do – Der Teeweg (1958), das 2000 in einer gekürzten Fassung unter dem Titel „Zen in der Kunst des Tee-Weges“ neu erschien
Han cháochinesische Han-Dynastie 206-220
Handelsgesellschaft(en)cf. British East India Company und Vereenigte Ostindische Campagnie; auch die Dänische und die Schwedische Ostindische Handelsgesellschaften spielten eine bedeutende Rolle
HangzhouHauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang; Hangzhou ist die Heimat des berühmten Xi Hu Long Jing (ibid.); hier ist auch das besonders empfehlenswerte Nationale Teemuseum beheimatet
han xin dian bing„der General (Han Xin) zählt seine Soldaten“ (Han Xin war ein berühmter General in der Han-Dynastie, 206 v. – 220 n.Chr.); mehrfach umlaufendes Auffüllen die Riechbecher oder Teeschalen, um den Gästen die gleiche Teequalität zu gewähren
háng yún líu shǔi行雲流水Beginn des Teeaufgießens bei der Chinesischen Teezeremonie gong fu cha: eine kleine Ansammlung oder Reihe von Wolken oder laufendem Wasser; darunter versteht man das Waschen des Tees und das "Erwecken" der Teeblätter, nach wenigen Sekunden wird dieser "Aufguss für den Feind" in die Ausschankkanne gegossen und von dort in die vorher erwärmten Teeschalen; dieser Aufguss wird traditionell jedoch nicht getrunken; wörtlich heißt es "eine Ansammlung von Wolken" oder "fliessendes Wasser"
haobehaart, häufiger Begriff in Teenamen
harshengl., rau, wenig sanft; Begriff aus der Tea-Taster-Terminologie
Hasenfellmusteranderer Ausdruck für Craquelé-Strukturen, cf. Seladon; ein durch rasches Abkühlen der Glasur entstehenden feines, netzartiges Haarrissmuster auf chinesischen Porzellanwaren
Hauff, Wilhelmcf. Ästhetischer Tee1802-1827
hayengl., Heu; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie in zumeist negativer Konnotation für einen zu sehr nach Heu oder Stroh schmeckenden Tee
heWahrheit; neben 静jing (Ruhe), 怡 yi (Freude) und真 zhe (Wahrheit) beschreibt der Begriff den Geist der chinesischen Teezeremonie.
he cha黑茶andere Schreibweise des hei cha (cf. ibid.), der Gruppe der Schwarzen (postfermentierten) Tees; z.B. Pu’erh Cha, Hunan He Cha, Sichuan He Cha usw.
he chá喝茶eine ganz einfache und normale Form des Teetrinkens in China ohne jedwede Regeln: hiermit ist das ganz einfache Durstlöschen gemeint, etwa bei der Arbeit, beim Sport während der Reise oder einer Wanderung etc.; die Qualität des Tees ist hier relativ unbedeutend, ebenso das benutzte Teegeschirr
hé shān qīng pái bì lǜ chá河山青牌碧绿茶Grüner Tee – lu cha; blau-grüner Tee der Marke „Grün der Flüsse und Berge“
heavyengl., schwer; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Hebeichinesische Provinz im Norden, die Hauptstadt Bei Jing umschließt
hēi chá黑茶Schwarzer oder Brauner (Postfermentierter bzw. postoxidierter) Tee, eine der sechs Grundteesorten; die bedeutendste Sorte ist der aus Yunnan stammende pu’erh cha; daneben sind besonders die aus der Provinz Hunan (hu nan he cha) und der Provinz Sichuan (si chuan hei cha) stammenden Schwarzen Tees bedeutende Vertreter dieser Gattung; der Schwarze Tee ist nicht zu verwechseln mit dem Roten Tee (hong cha), der in Europa und Amerika wegen der schwarzen Blätter des aufgegossenen Tees fälschlicherweise als schwarzer Tee bezeichnet wird
hēi máo chá黑毛茶eine alternative Bezeichnung für den Schwarzen (Postfermentierten) Tee und ihres berühmtesten Vertreters, des pu’erh cha aus der Provinz Yunnan; der Begriff wird auch für schwarze rohe Teeblätter benutzt
hei zhanSchwarzes Porzellan, das besonders in der Song-Dynastie (960 bis 1279) beliebt war ; cf. auch tian mu und cf. jian yao
Heine, HeinrichVerfasser des "Teegedichts": Sie saßen und tranken am Theetisch,/
und sprachen von Liebe viel./
Die Herren, die waren ästhetisch,/
Die Damen von zartem Gefühl./
Die Liebe muss sein platonisch/
Der dürre Hofrath sprach./
Dei Hofrätin lächelt ironisch,/
Und dennoch seufzet sie: Ach!/
Der Domherr öffnet den Mund weit:/ Die Liebe sei nicht zu roh,/ Sie schadet sonst der Gesundheit./Das Fräulein lispelt: Wieso?/ Die Gräfin spricht wehmüthig:/ Die Liebe ist eine Passion!/ Und präsentieret gütig/ Die Tasse dem Herren Baron./ Am Tische war noch ein Plätzchen,/ Mein Liebchen, da hast Du gefehlt./ Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,/ Von Deiner Liebe erzählt. - Heine hat das Teegedicht in der „Stehelyschen Konditorei“ am Bärliner Gendarmenmarkt, dem Treffpunkt der Literaten, geschrieben, wo auch der Romancier und frühere Apotheker Theodor
Fontane kennerhaft seinen Tee trank.
1797-1857
Hénán河南drittgrößte Provinz im Osten Chinas (ca. 95 Mio. Ew.); Hauptstadt Zhengzhou
heng xian mo li hua chamit Jasmin gemischter Blumentee (Blütentee) – hua cha – aus Hengxian
héng láng cuì yá珩琅翠芽Grüner Tee – lu cha; grüne Nadeln von Henglang
Herrentee
obsolet; ein früher gebräuchlicher Tee mit dem man wahrscheinlich die besseren Assam- und Darjeelingsorten kategorisierte
Herstellungdie Herstellung von Tee (engl. tea production); dazu gehören die Teilprozesse (engl. processes): Pflücken (Ernten; engl. tea picking, plucking, harvest), Welken (wilting), Rollen (engl. rolling, shaping), Oxidation (Fermentation; engl. fermentation, oxidsation), Trocknen (engl. drying), Sortieren (engl. sorting), Verpacken (engl. packaging); chinesische Begriffe (Pinyin): cai qing, sai qing, liang qing, yao qing, wie diao, sha qing, rou nian, hong gan
HeuBegriff aus der Tea Taster-Terminologie
high teaengl., Fünfuhrtee, engl. auch afternoon tea oder five o’clock tea; high tea ist eigentlich eine kleine Mahlzeit, die in der Regel zwischen 3 und 5 Uhr genossen wird. Zum high tea gehören neben der Tasse Tee auch tea bread oder tea cakes, z.B. scones oder shortbread. Diese Tradition hatte sich bereits um das Jahr 1840 eingebürgert
Highgrownoder high grown, engl.; Hochlandtee aus Ceylon, der in Höhen von mehr als 1.300 m wächst
hishakujap.; Begriff aus der japanischen Teezeremonie für einen Bambusschöpfer
Hochlandin Analogie zu dem Highgrown (cf. ibid.) bezeichnet man damit die Höhenlagen auf dem indischen Subkontinent und auf Ceylon, die über 1.300 m NN liegen
hōng bèiBacken in einer Pfanne, in der Regel miot Holzkohle (engl. basket-fired, charcoal-fired); einer der Proessschritte bei der Teeproduktion, der aus zwei Teilen besteht, dem mao hang (Schnellbacken; kurzfristig sehr große Hitze) und dem zhu hong (Langsambacken; kleine Hitze über längeren Zeitraum)
Holländisch-Ostindische Kompanieneben der British East Indies Company eine der großen Handelsgesellschaften des 17. bis 19. Jahrhunderts; sie wurde 1602 gegründet
hóng chá红茶Roter Tee, auch Schwarztee genannt (im deutschsprachigen Raum als Schwarzer Tee im angloamerikanischen und englischen Raum als black tea gehandelt); vollständig fermentierter Tee
hōng gān烘干Backen; engl. baking; Prozessschritt bei der Herstellung von Tee, bei der über einen kurzen oder einen längeren Zeitraum große oder geringe Hitze zugeführt wird; cf. auch hong bei (Backen), mao hong (schnell backen) oder zhu hong (langsam backen) oder shai gan (an der Sonne trocknen)
hong jingcf. hong qing
Hóng Lóu Mèng 红楼梦Der Traum der roten Kammer wörtlich Der Traum im roten Gemach (vom roten Anwesen), berühmter Roman der Qing-Dynastie (1644-1911), der zu den klassischen vier chinesischen Romanen gezählt wird. In dem von Cáo Xuěqín (曹雪芹 zwischen 1715 und 1724 geboren, gestorben 1763 oder 1764) Roman, der vom Aufstieg und Fall einer Aristokratenfamilie erzählt, gibt es auch einige Hinweise auf den Tee.1759
hōng pèisiehe hōng bèi
hōng qīng烘青Form der Fixierung (杀青; shā qīng; cf. ibid.):Prozessschritt bei der Herstellung des Tees, bei dem die Oxidation (Fermentation) durch Trocknen im Ofen bzw. Backen unterbrochen oder gestoppt (engl. baking oder oven-drying)
hong shan huang yaGelber Tee - huang cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
Hong WuZhu Yuan Zhang (ibid.), erster Ming-Kaiser1328-1398
Horeisanchinesisches Elysium; cf. Kakuza Okakura, p. 30 (Insel-Ausgabe, 1. Auflage 1979)
hou yeBlauer Tee (Oolong)
hu chengSchale (Schüssel) für das Aufbewahren einer Teekanne (engl. tea pot holder)
Hú Nán湖南„Südlich des Sees“, Provinz im Süden China; Hauptstadt Changsha
hu tao eine auch bei tao genannte, oft schmuckvoll verzierte Stoffhülle oder ein Stoffbeutel (Seide oder Baumwolle), um wertvolle Teeutensilien wie Kannen oder Teeschalen vor Verstaubung oder Schäden zu bewahren
Hu Wenhuan胡文焕1593 verfasste der Schriftsteller Hu Wenhuan (胡文焕) 茶集, „Die Teesammlung“ (engl. Tea Collection).
huá chá花茶Blumentee oder Blütentee; Tees – zumeist Grüne oder Weiße Tees -, die mit Blumen oder Blüten (Jasmin, Rosen usw.) versetzt sind
hua ding yun wuGrüner Tee – lu cha; Wolkennebel von Huading
hua guo shan yun wu chaGrüner Tee – lu cha; Wolkennebel vom Berg Huaguo
Hua Jian Minzeitgenössischer, einflussreicher Töpfermeister aus Yixing
Hua Tuo華佗auch als der göttliche Arzt bezeichnet; berühmter chinesischer Arzt und Teekenner während der östlichen Han-Dynastie (25-220) im ausgehenden zweiten Jahrhundert, sein Name wird heute häufig als Synonym für einen Wunderheiler verwandt; er verfasste medizinische Schriften, in denen er auch den Tee mit seinen mentalen Funktionen beschrieb; Hua Tuo soll manchen Quellen zufolge sogar 97 Jahre alt geworden sein (110-207)
huáng chá黄茶Gelber Tee; huáng chá ist einer der Grundteesorten; wie der Weiße Tee ist der Gelbe Tee ein nur ganz leicht oxidierter Tee; seinen Namen hat er von dem manchmal strahlenden Gelb seiner Tasse
huáng guan yin黄观音Gelbe Göttin der Barmherzigkeit; ein Stein- oder Felsentee aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
huang shan lu mu danGrüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
huáng shān máo fēng黄山毛峰Huangshan Maofeng, Spitzen vom Gelben Berg, berühmter Grüner Tee vom Gelben Berg im Süden der Provinz Anhui
huáng shān zhēn yǔ黄山针羽Grüner Tee – lu cha; Nadelfedern vom Gelben Berg
Huang Ru黄儒verfasste 1075 den Pin Cha Yiao Lu 品茶要录 (Wesentliche Aufzeichnungen der Teeprobe; Essential Record of Tea Tasting)
Huang Yu Lingberühmter Yixing-Teekannen-Meister der Qing-Dynastie (1644-1911)1842-1913
Húběi湖北„Nördlich des Sees“; Binnenprovinz im mittleren Osten Chinas; Hauptstadt Wuhan
huì zhēn jīn háo汇珍金毫Roter Tee – hong cha; Schatzauswahl der feinen Goldhaare
hui ming chaGrüner Tee – lu cha;Huiming-Tee
Hui Tsung宋徽宗auch Hui Zong oder Huizong, 1082-1135, Kaiser (1101-1126) der Song-Dynastie (960-1279), der selber im Jahre 1107 eine vielbeachtete Monographie über den Tee verfasste, den Da guan cha lun 大观茶论 (Abriss oder Abhandlung über den Tee, General Remarks/Treatise on Tea)1082-1135
húi xuán dī zhēn回旋低斟aus geringer Höhe eingiessen (engl. pouring again from a low height); cf. zài zhù qīng quán; Teil der Chinesischen Teekultur gong fu cha
Hui Zongcf. Hui Tsung
huochin., Feuer, neben Holz (mù -木), Erde (土 - tu), Eisen (Metall) (金, jin) und Wasser (水 - shui) eines der fünf Elemente, die in unserer Umgebung alle vertreten sein sollten
huǒ guō火锅 Feuertopf, hot pot; eine Art chinesisches Fondue, das heute noch in manchen Teehäusern angeboten wird
huò shān huáng yá霍山黄芽Gelber Tee – huang cha; silberne Nadeln von Huoshan
HybrideHybride sind in unserem Kontext Kreuzungen unterschiedlicher Teepflanzen. Ursprünglich habenTeepflanzen alle den gleichen Ursprung (Camellia sinensis), doch bei der Teekultivierung wurden mehr und mehr Kreuzungen gezüchtet, u.a. auch um Erträge zu erhöhen und auch um widerstandsfähigere Pflanzen zu erzeugen.
hysonengl., alter Begriff für einfachen Grünen Tee
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I Gingcf. Yi Jing (Ching)
Ihsingeine manchmal fälschlicherweise anzutreffende Schreibweise für Yixing, die man besonders in älterer Literatur findet; cf. ibid.
in-betweenengl. Bezeichnung bei indischen und Celyon-Tees für die meist im Mai zwischen (between) dem First Flush (erste Ernte) und dem Second Flush geernteten Sorten
Indiennach China ist der südasiatische Subkontinent Indien mit einer Jahresproduktion von knapp einer Million Tonnen, das Land mit den höchsten Teeernteerträgen; aus Indien kommen überweigend Rote Tees, neuerdings auch einige Grüne Tees. Die größten Anbaugebiete Indiens – zugleich die größten zusammenhängenden Teeanbaugebiete der Welt – befinden sich in den nordindischen Bundesstaaten Assam und Darjeeling im Südstau des östlichen Himalaya.
Indonesienwichtiger Teeproduzent in Südostasien
infusionengl., Aufguss des Tees, bei der chinesischen Teezeremonie gibt es in der Regel zahlreiche Aufgüsse, wobei der zweite und dritte Aufguss in der Regel als die besten gelkten
InhaltsstoffeAlle Tees beinhalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die, je nach Herkunft und Herstellung, in unterschiedlichen Mengen enthalten sind. Dazu gehören u.a. Gerbstoffe, Teein (Tee-Koffein), Polyphenole usw., aber auch in kleineren Mengen Vitamine, die alle in unterschiedlichen Mengen in den verschiedenen Sorten vorkommen. Genauere Informationen und Angaben finden Sie in den entsprechenden Beschreibenungen der Teesorten in der Rubrik Teesorten. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Instantteelöslicher Tee, engl. instant tea
Iron Mercy Goddess安溪铁观音cf. tie guan yin, Oolong-Tee aus Anxi in der Provinz Fujian, einer der bekanntesten und besten chinesischen Tees
iorijap.; Begriff aus der japanischen Teezeremonie, der die Feuerstelle in einem japanischen Teehaus oder in einem Teepavillon bezeichnet
J↑ Nach Oben ↑
Japanische Teezeremoniecf. cha do (der Teeweg, ibid.) und cha no yu (heißes Wasser für Tee)
Jasmintee茉莉花茶Blumen- bzw. Blütentee (hua cha); hauptsächlich Grüne Tees, die mit Jasminblüten versetzt werden; cf. mo li hua cha
jiā gōng加工ergänzender Prozess bei der Herstellung von Tee; engl. added process
Jian chaMethode des Teekochens in der Tang-Dynastie als zermahlener Tee in Wasser gekocht wurde (die gepressten Teekuchen wurde solange geröstet bis sie eine rötlich-braune Farbe hatten, dann wurden sie zu Pulver gemahlen)
Jiāngsū江苏cf. Jiāng Sū Shěng
Jiāngxī 江苏cf. Jiāng Xī Shěng
jiàn1. Schwert
2. spitz, häufiger Begriff in Teenamen
Jian de bao chaGrüner Tee – lu cha; Bambussprossentee von Jiande
jiǎn qiè剪切Schneiden des Tees bzw. der Teeblätter; engl. cutting
jiàn shǎng jiā míng鑒賞佳茗zweite Stufe der Teezeremonie gong fu cha: Begutachtung des Tees, der Tee wird in einer Teepräsentierschale herumgereicht, um das Aussehen und das Aroma des Tees zu begutachten, übersetzt heißt das "lerne den hervorragenden Tee schätzen"
Jian Yaoalter Keramikbrennofen in der Provinz Fujian, der in der Song-Dynastie (960 – 1279) seinen Höhepunkt erlebte; der Ofen ist berühmt für das schwarze Porzellan (überwiegend Teeschalen), das heizhan genannt wird; cf. ibid, cf. auch tian mu (Himmelsauge)
jiāng jūn fēng pái yín shān chá将军峰牌银杉茶Grüner Tee – lu cha; silberner Tannentee der herausfordernden Gipfel
Jiang Rongberühmter Yixing-Töpfermeister der Republik und Volksrepublikgeb. 1919
Jiāng Sū Shěng江苏Östliche Küstenprovinz am Gelben Meer nordwestlich von Shanghai; Hauptstadt Nanjing
Jiāng Xī Shěng江苏Östliche Provinz südwestlich von Shanghai; Hauptstadt Nanjing
jiǎo bàn浪青hin und her wiegen (bewegen oder schleudern); engl. tossing; cf. welken oder wei diao
jiāo nán chūn胶南春Grüner Tee – lu cha; Frühling von Jiaonan
Jiao RanMönch und Dichter der Tang-Dynastie (618-906) und Freund Lu Yus, dem er das Gedicht „Als ich Lu Hongjian besuchen wollte, ihn aber nicht antraf“ widmete730-799
jié nuó chá碣傩茶Grüner Tee – lu cha; Ritual des steinernen Tabletts
Jinchin., Eisen oder Metall, neben Holz (mù -木), Erde (土 - tu), Feuer (火- huo) und Wasser (水 - shui) eines der fünf Elemente, die in unserer Umgebung alle vertreten sein sollten
jǐn chá紧茶Pilz oder Teepilz (engl. mushroom); wörtlich dichter Tee (close/tight tea); eine dem tuo cha ähnliche Form des gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha); die einem Pilz ähnelt; gängige Größen sind 250g oder 300g); diese Form wurde ursprünglich ausschließlich für den handel mit Tibet erzeugt
Jin cháochinesische Jin-Dynastie (Dschurdschen)1115-1234
jīn dǐng cuì lǜ金鼎翠绿Grüner Tee – lu cha; smaragdgrüner goldener Dreibeintopf
jīn dǐng hóng suì èr hào金鼎红(碎二号)Roter Tee – hong cha; Goldenes Rot des Dreibeintopfes (Broken Nr. 2)
jin feng xiang ming敬奉香茗Teil der Chinesichen Teezeremonie "empfange den aromatischen Tee mit Würde", der Augenblick wenn der Aromabecher in der Teeschale vorsichtig angehoben wird; cf. lǐ yú fān shēn
jin feng huang金凤凰Stein- oder Felsentee aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
jīn fó chá金佛茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Goldener Buddha
jīn fú pái fù xī yín jiàn chá金福牌富硒银剑茶Grüner Tee – lu cha; Tee des seelenreichen Silberschwertes der Marke „Goldenes Glück“
jǐn guā金瓜Melone (engl. melon); eine dem tuo cha ähnliche aber meist größere Form des gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha), die einer Melone ähnelt; diese Form wurde ursprünglich ausschließlich als Tributtee (贡茶), vornehmlich in der Qing-Dynastie von den besten Teeblätter des Yi Wu Shan eproduziert; die größeren Arten dieser Form werden bisweilen auch als Menschenkopftee (人頭茶) bezeichnet
jin guan yin金观音ein Stein- oder Felsentee (Oolong) aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
jīn háo diān hóng gōng fūj金毫滇红工夫Roter Tee – hong cha; Yunnan Dian Hong Cha (Roter Tee)
jīn jiǎng huì míng金奖惠明Grüner Tee – lu cha; nützliche, glänzende Goldmedaille
jin jun mei金骏眉Goldene Augenbraue des Ponys; Roter Tee aus dem Dorf Tongmu in Wuyishan, in der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian
jin rong fun yanGrüner Tee – lu cha; Phönixauge mit goldenem Flaumen
jīn shān cuì yá金山翠芽Grüner Tee – lu cha; jadegrüne Bambussprosse von Jinshan
jīn shān shí yǔ chá金山时雨茶Grüner Tee – lu cha; Regenzeittee vom Goldenen Berg
jīn suǒ chí (shí)金鎖匙Goldener Schlüssel; Stein- oder Felsentee (Oolong) aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
jīn tán qiǎo shé金坛雀舌Grüner Tee – lu cha; Spatzenzunge von Jintan
jīn xiù bái niú chá金秀白牛茶Grüner Tee – lu cha; weißer Rindertee von Jinxiu
jīn xuān wū lóng chá金萱乌龙茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Oolong der goldenen Lilie
jingRuhe; neben 和 he (Frieden), 怡 yi (Freude) und真 zhe (Wahrheit) beschreibt der Begriff den Geist der chinesischen Teezeremonie.
Jǐng Dé Zhèn (Shì)景德鎮市cf. Jingdezhen
jìng zhì静置ruhen lassen; engl. etting; cf. welken oder wei diao
jǐng fěng xiāng míng敬奉香茗begrüße respektvoll den Duft des Tees; Teil der chinesischen Teezeremonie wenn der in der Teeschale umgedrehte Duftbecher (wen xiang bei) hochgehoben wird und sich das Aroma des Tees entfaltet; cf. auch lǐ yú fān shēn; der Tee in der Teeschale wird anschließend in drei oder mehr Schlucken geschlürft
jing gang cui yaGrüner Tee – lu cha; jadegrüne Banmbussprosse vom Berg Jinggang
jīng míng tiě lán京明铁兰Blauer Tee (Oolong) – wu long; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
jìng shān chá径山茶Grüner Tee – lu cha; Tee vom Berg Jingshan
jìng tíng lǜ xuě敬亭绿雪Grüner Tee – lu cha; grüner Schnee vom Berg Jingting
jīng xiàn jiàn fēng chá泾县剑峰茶Grüner Tee – lu cha; Jingxian Schwertspitzentee
jìng zhì静置ruhen lassen; engl. etting; cf. welken oder wei diao
Jingde景德1004 benannte der Song-Kaiser Zhenzhong (真宗 Zhēnzōng, reg. 997-1022) in der Regierungsperiode Jingde (景德 Jǐngdé, 1004–1007) Jingdezhen zur Produktionsstätte des kaiserliches Porzel-lans (daher der Name der Stadt, die vorher Chang Nan Zhen (昌南鎮) hieß1004-1007
Jǐngdézhèn (Shì)景德鎮市Jǐng Dé Zhèn (Shì) (景德鎮市); bezirksfreie Stadt im Nordosten der Binnenprovinz Jiangxi; Herkunft des Porzellans und mehr als eintausend Jahre Weltmetropole des weißen Goldes, auch als Porzellan-Hauptstadt Chinas bezeichnet (瓷都 ci du); früherer Name Chang Nan Zhen (昌南鎮), wurde aber während der Song-Dynastie nach dem Jingde-Kaiser in Jingdezhen umbenannt, da er hier die Por-zellanproduktion besonders förderte
jiǔ qǔ hóng méi九曲红梅Roter Tee – hong cha; neun Lieder der roten Pflaumenblüte
jiu long chaGrüner Tee – lu cha; Tee vom Berg der Neun Drachen
jiu hua mao fengGrüner Tee – lu cha; Mao Feng von Jiuhua
jiu keng mao jianGrüner Tee – lu cha; Mao Feng von Jiukeng
jiu long chaGrüner Tee – lu cha; Tee vom Berg der Neun Drachen
jiu long chaGrüner Tee – lu cha; Tee vom Berg der Neun Drachen
jiu hua mao fengGrüner Tee – lu cha; Mao Feng von Jiuhua aus der Provinz Zhejiang
jiu keng mao jianGrüner Tee – lu cha; Mao Feng von Jiukeng aus der Provinz Zhejiang
jiu long chaGrüner Tee, Tee vom Berg der Neun Drachen, aus Anyuan in der Provinz Jiangxi
jú huā cháChrysanthementee; Blütenteee Blüten und Blättern der Chrysanthemen
jú huā xiǎo tuó chá菊花小沱茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; Tuocha-Tee mit Chrysanthemen
jun shan yin jan君山银针cf. jun shan yin zhen
jūn shān yín zhēn君山银针Silbernadel vom Berg Jun, berühmter Gelber Tee aus Yueyang im Nordosten der Provinz Hunan
Jun Sheng Ba Jian遵生八笺der Schriftsteller Gao Lian (cf. ibid.) verfasste im Jahre 1591 das Jun Sheng Ba Jian 遵生八笺, „Acht Abhandlungen über die Kunst des Lebens/ Tees
Junshan Silber-nadelncf. jun shan yin zhen
K↑ Nach Oben ↑
kāi huà lóng dǐng开化龙顶Grüner Tee – lu cha; Drachengipfel, aus Kaihua in der Provinz Zhejiang
kāi huà long xuGrüner Tee – lu cha; Drachenbart , aus Kaihua in der Provinz Zhejiang
kāi huà long zhenGrüner Tee – lu cha; Drachennadel, aus Kaihua in der Provinz Zhejiang
kaiseki懐石jap.; ein leichtes Mahl, das zur japanischen Teezeremonie gereicht wird
Kaiserteecf. Tributtee
KakaonoteBegriff zur Teeverkostung (Tea-Taster-Terminologie), da manche Tees - besonders einige Oolongs - eine leicht Note von Kakao versprühen
KaliumKalium ist in geringem Maße im Tee enthalten. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
kamajap.; Wasserkessel
Kang Xi康熙zweiter Kaiser der Qing-Dynastie (reg. 1661 - 1722); auf einer Inspektionsreise in Suzhou wurde ihm ein Tee names xia sha ren xiang (zu Tode erschrockener Duft) kredenzt; der Name für diesen wohlschmeckenden Tee gefiel ihm ganz und gar nicht und benannte ihn um in bi luo chun (pi luo chun), Jadegrüner Frühling.1654-1722
Kantoncf. Guangzhou und Guangdong
Kao Liancf. Gao Lian
Kao Pan Yu Shi考槃余事um das Jahr 1590 verfasste der Schriftsteller Tu Long (1542-1605) das Kao Pan Yu Shi (考槃余事) („Ein halbherziger Versuch, den Wohnsitz eines Wissenschaftlers im Ruhestand zu beschreiben; engl. Übersetzung Desultory Remarks on Furnishing the Abode of the Retired Scholar.1590
KarawanenteeBezeichnung für die über den Landweg transportierten Tees, bes. über die Seidenstraße oder die Alte Teestraße; die meisten Tees wurden jedoch auf dem (günstigeren) Seeweg transportiert
Kassiaauch Kassie, eine zum Würzen Chinesischer Tees genutzte Pflanze mit gelben Blüten, die in ihren Eigenschaften dem Zimt ähnlich ist
Katechinecf. Catechine
Katharina von BraganzaPortugiesische Prinzessin, die 1662 den englischen König Charles II heiratete; die begeisterte Teetrinkerin brachte den Tee nach England; sie soll auch erstmals Milch dem Tee beigefügt haben. Als Urheberin der englsiche tea time (auch high tea oder afternoon tea, Nachmittagstee) gilt jedoch die enge Vertraute von Queen Victoria, Anna of Bedford (1783-1857), die etwa ab Beginn des 19. Jahrhunderts diese Sitte einführte und nachmittags Freunde zum Tee einlud 1638-1705
Keemumandere, englische Schreibweise für Qimen, Stadt in der südostchinesischen Binnenprovinz Anhui
Keemum Roter Teecf. qi men hong cha
KhitanLiáo cháo 辽朝, chinesische Liao-Dynastie (947 - 1125)947 - 1125
Klassische Bücher vom Tee茶录cf. „Alles auf einen Blick“: Literatur zum Thema Tee und Teeacces-soires
cf. Lu Yu (780)
cf. Zhang Youxin (814)
cf. Cai (Tsai) Xiang (1049)
cf. Song Zian (1060)
cf. Hui Zong (Tsung) (1107)
cf. Xiong Fan (ca. 1070)
cf. Huang Ru (1075)
cf. Shenan (ca. 1100)
cf. Zhu Quan (1440)
cf. Gu Yuanqing (1541)
cf. Lu Shusheng (1570)
cf. Tu Long (ca. 1590)
cf. Gao Lian (1591)
cf. Hu Wenshuan (1593)
cf. Chen Shi ( (1593)
cf. Chen Jiru (1595)
cf. Zhang Qiande (1598)
cf. Xiong Mingyu (1608)
cf. Feng Shike (1609)
cf. Wen Thenheng (1621)
cf. Wen Long (1630)
cf. Zhou Gaoqi (1640)
cf. Lu Tingcan (1734)
cf. Zhen Jun (ca. 1900)
cf. Wu Jue Nong (ca. 1930)
Kluntjedamit wird eine spezielle Sorte Kandis für den Schwarzen Tee bezeichnet; er ist fester Bestandteil der Ostfriesischen Teezeremonie
KoffeinKoffein (auch Coffein) ist ein Alkaloid, das chemisch identisch ist mit Tein oder Tee-Koffein; allerdings sind die Wirkweisen von Koffein und Tein unterschiedlich (cf. Tein); beide gehören zu den Stimulantien (psychoaktive Substanzen) und wirken anregend
KohlehydrateAuch Kohlehydrate sind in geringem Maße im Tee enthalten. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
komplex, KomplexitätBegriff zur Teeverkostung (tea-Taster-Terminologie), der komplexe Aroma- und Geschmacksstrukturen anspricht
Konfuzianismus儒家思想neben Daoismus und Buddhismus eine der drei wichtigen chinesischen Philiosophien (die drei Lehren), die auf Kong Zi (Konfuzius) zurückgeht; die Grundzüge des Konfuzianismus sind Menschlichkeit (仁), Gerechtigkeit (義), ethisch einwandfreies Verhalten (礼), Weisheit (智) und Güte (信), von denen sich die drei gesellschaftlichen Pflichten Loyalität, Verehrung der Vorfahren und Ahnen und bestimmte akzeptierte und vorbildliche Verhaltensweisen; neben der Menschlichkeit sind Harmonie und Gleichgewicht die zentralen Aspekte von Konfuzius’ Denken und Handeln
Konfuziuscf. Kǒng Zǐ
Kong Ming孔明vor allem unter dem Namen Zhuge Liang (诸葛亮) bekannt; auch unter dem Namen Kong Ming (孔明) bekannt; Politiker und Diplomat, Kanzler unter Liu Bei während der Wei-Dynastie (220-265), dem König von Shu während der Zeit der Drei Reiche; er gilt als der berühmteste und genialste Stratege und Taktiker der chinesischen Geschichte und wird als Weiser verehrt; Zhuge Liang bzw. Kong Ming setzte sich entschieden für die Kultuvierung von Teepflanzen ein; heute noch werden ihm zu Ehren alte Teebäume in der Provinz Yunnan als Kong-Ming-Bäume bezeichnet181-234
Kǒng Zǐ孔子auch Kǒng Fūzǐ, Kung-futzu usw., Konfuzius; chinesischer Philosoph und Edler (galt als moralisch einwandfreier Mensch); Konfuzius gilt neben Lao Zi (Laotse, dessen Existenz nicht bewiesen ist) und Buddha als einer der Väter der chinesischen Kultur551 bis 479 v.Chr.
Körperder Charakter (das Volumen oder die Vollmundigkeit) des Tees wie er im Mund empfunden wird, z.B. ein schwacher, ein mittelstarker oder ein kräftiger Körper
koshikake machi aijap.; überdachte Bank in einem Teegarten
Kukaijapanischer buddhistischer Mönch, Gelehrter und Künstler, der von seinem Chinaaufenthalt das Wissen um die chinesische Kultur mitgebracht hat, besonders die Teekultur sowie Teepflanzen oder Samen774-835
Kuki Cha茎茶Japanischer Grüner Tee aus Stielen und Blattrippen, den sog. stalks (ibid.)
Kūn Míng昆明Hauptstadt der südwestlichen Provinz Yunnan; wichtige Provinz zur Produktion von postfermentiertem bzw. Schwarzem Tee (Pu-Erh) und Rotem Tee
L↑ Nach Oben ↑
lán lǐng máo jiān兰岭毛尖Grüner Tee – lu cha; Auswahl von Haarspitzen vom Orchideenberg
lan xi mao fengGrüner Tee – lu cha; Frühlinhszeit von Laoshan
láo cóng shuí xiān老枞水仙Alte Tannen-Narzisse; ein Stein- oder Felsentee aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
lao jun meiStein- oder Felsentee (Oolong) aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
láo shān chūnLaoshan Frühlingszeit; grüner Tee aus Qingdao
lao shan yun fengGrüner Tee – lu cha; Wolkengipfel vom Berg Laoshan
Lǎo Shè老舍eigentlich Shu Qingchun 舒庆春; chinesischer Schriftsteller, der 1957 das berühmte Bühnenstück „Das Teehaus“ (cf. ibid.) geschrieben hat; Ausgabe mit autorisierter Übersetzung aus dem Chinesischen: Lao She, Das Teehaus - Mit Aufführungsfotos und Materialien - Herausgegeben von Uwe Kräuter und Huo Yong, Frankfurt (edition suhrkamp) 19801899-1966
Lao She Teehausbekanntes, nach dem zeitgenössischen Schriftsteller Lao She (cf. ibid.) benanntes Teehaus in Beijing; cf. Teehaus
lǎo zhú dà fāng (ding gu da fang)老竹大方Grüner Tee – lu cha; geschmackvoller alter Bambus
Lǎozǐ老子Laotse (auch Lao-Tse und Lao-tzu); chinesischer Philosoph und Begründer des Daoismus, angeblicher Verfasser des Tao Te King (dáo dè jing, Grundlagenwerk des Taoismus); Laotse gilt neben Kong zi (Konfuzius) und Buddha als einer der Väter der chinesischen Kultur; ob es Lao Zi überhaupt gegeben hat, ist höchst umstritten - dahinter können sich viele historische Personen verbergen – zumal auch der Name „alter Meister“ keinerlei Anhaltspunkte bietet, und manche sogar deshalb mutmaßen, dass der Name sich eher auf viele Personen bezieht, da er für viele ältere Kulturschaffende zutreffend sei 6. Jh. v.Chr.
Laoshe Teehauscf. Lao She Teehaus
Lap Sang Sou Chong正山小種Rauchtee; geräucherter Roter (schwarzer) chinesischer Tee; die echten Sorten stammen aus dem Wuyi-Gebirge in der Provinz Fujian
lè chāng bái máo chá乐昌白毛茶Grüner Tee – lu cha; Lechang Weißhaartee
Leckereien zum Teecf. Teesnacks
Legendendie Geschichte der chinesischen Teekultur ist sehr lang und insbesondere die ersten zwei- bis dreitausend Jahre sind bisweilen nicht präzise zu bestimmen bzw. die Einzelheiten nicht eindeutig, da es an eindeutigen historischen Quellen fehlt; für diese Zeiten sind die anfangs mündlich überlieferten Legenden und Anekdoten, die erst später aufgezeichnet wurden, besonders hilfreich; die bekanntesten sind die Legenden von Shennong, einem der chineischen Urkaiser, sowie die vom Mönch Bodidharma
leng quekühlen; einer der Prozessschritte in der Teeherstellung
Li Chang HongZeitgenössischer chinesischer Yixing-Töpfermeistergeb. 1937
Li Jiang丽江市„Stadt am schönen Fluss“, Stadt im Norden der Provinz Yunnan an der historischen "Tea-Horse-Road", eine der schönsten Städte in China; hier leben zahlreiche Minderheiten, insbesondere die Naxi
Lǐ Qīng Zhào李清照 auch Li Qing Chao; Dichterin der Song-Dynastie (960-1279), Tochter des berühmten Dichters Su Shi; bekannteste klassische chinesische Dichterin; durch Texte zu ihrer Ehe mit dem Dichter Zhao Mingcheng schuf sie ein bis heute gültiges Idealbild der Ehe und freundschaftlicher Beziehung zwischen den Ehepartnern; gemeinsam mit ihrem Mann pflegte sie bestimmte Rituale beim Genuss von Tee und erzählten sich berühmten Anekdoten, die der andere zu erraten hatte1084-1155
Lì Xìa立夏Li Xia (5. oder 6. Mai) ist einer der 24 Eckpunkte des chinesischen Sonnenkalenders; Li Xia gilt als der Beginn des Sommers; der Begriff taucht auch häufig im Zusammenhang mit der Tee-Ernte und den Qualitäten des Tees auf; er bezeichnet die zwischen dem 20. April (Gu Yu) und dem Sommerbeginn geenteten Tees; die Tees gelten in der Regel als weniger gut und sind in der Regel sehr günstig
li xiang mao jian栗香毛尖Grüner Tee – lu cha; Haarspitzen mit Haselnussgeschmack aus Gansu
li xiang yu ya栗香玉芽Grüner Tee – lu cha; Jadenadeln mit Haselnussgeschmack aus der Provinz Fujian
lǐ yú fān shēn鯉魚翻身Schritt der chinesischzen Teezeremonie mit Aromabecher: der Karpfen dreht sich (engl. the carp turns over); nachdem die Aromatasse bei der Teezeremonie umgedreht wurde, wird sie vorsichtig gehoben und der Tee fließt in die Teetassen, cf. auch jǐng fěng xiāng míng 敬奉香茗 (heiße den Duft des Tees willkommen); der Tee wird nicht aus dem Aromabecher getrunken, sondern in die Teeschale gegossen
Li Zhi LaiName unsicher; Dichter während der Song-Dynastie (960-1279), Verfasser des Teespruches „Drei Dinge auf dieser Welt sind höchst bedauernswert ... und die Verschwendung besten Tees durch unsachgemäße Behandlung“Datum unbekannt
lian feng da haoGrüner Tee – lu cha; großer behaarter vom Lotusgipfel
lian hua yin siGrüner Tee – lu cha; Lotus-Silberseide aus der Provinz Fujian
lian xin chaGrüner Tee – lu cha, Herz vom Lotussamen aus Fuding in der Provinz Fujian; siehe auch „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
liang jing(auch liang qing); Prozesschrit bei der Teeherstellung
Liáo cháo 辽朝 chinesische Liao-Dynastie (Khitan)
Liáo cháo 辽朝 chinesische Liao-Dynastie (Khitan)947-1125
lín hǎi pán háo (pan long jing hao)临海蟠毫Grüner Tee – lu cha; Drachenhaar von Linhai in der Provinz Zhejiang
Lín Yǔ Táng林語堂Dichter, Übersetzer und Literaturkritiker auis Zhangzhou in der Provinz Fujian; studierte u.a. in Jena und Leipzig; Texte über die chinesische Kultur1895-1976
lǐng tóu dān cóng chá岭头单丛茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Lingtou Dancong Tee
líng yún bái háo凌云白毫Grüner Tee – lu cha; weißes Haar von Lingyun
Linné, Carl vonschwedischer Arzt und Botaniker, der als einer der ersten den mit der Kamelie verwandten Tee kategorisierte und ihn als thea camellia bezeichnete; cf. camellia sinensis1707-1778
Lipton, Thomasbritischer Geschäftsmann, der die bekannte Teemarke "Lipton" kreierte1850-1931
liù ān guā piàn六安瓜片ein bekannter Grüner Tee aus Liu An in den Dabie-Bergen im Norden der Provinz Anhui; gua pian bedeutet übrigens Sonnenblumenkern, wobei damit das Aussehen des Tees gemeint ist. Die Teeanbauregion wurde bereits im 9. Jahrhundert im ersten Teebuch Lu Yus erwähnt. Der Name Liu An entstand allerdings erst sehr viele später; der heutige Liu An Gua Pian entstand vermutlich erst 1905. Der Tee wird nicht aus Knospen sondern aus den ersten zwei bis drei Blättern hergestellt, und geerntet wird er nicht Anfang April sondern erst ab dem 24. April.
liu bao cha (cang wu liu bao cha)六堡茶auch cang wu liu bao cha; Schwarzer Tee aus dem Dorf Liu (Lu) Bao in Cang Wu in der Provinz Guangxi
liù dà chá shān六大茶山die Sechs Legendären Teeberge; sie sind heute eines der Hauptanbaugebiete des Pu'erh; die Sechs Legendären Teeberge liegen in der Präfektur Xishuangbanna im Südwesten Yunnans, wo das Volk der Dai bereits vor mehr als 1700 Jahren Teebäume gepflanzt hatte, wie historische Dokumentedies belegen
Liu Yuxi刘禹锡Philosoph und Poet der Tang-Dynastie (618-907); der Zeitgenosse Lu Yus ist der Verfasser eines „lyrischen Teeliedes vom Tempel des Westberges“; es gilt als die älteste Quelle für einen Hinweis auf das Rösten von Tee778-842
Liuanspitzencf. liu an gua pian
lóng fěng chéng xiáng龍鳳呈祥der Drache und der Phoenix in glücksverheißender Eintracht (engl. the dragon and phoenix in auspicious union); nachdem die Aromatassen oder Riechbecher gefüllt sind, werden sie in der Teeschale umgedreht: cf. auch háng yún líu shǔi 行雲流水, eine kleine Ansammlung von Wolken oder laufendes Wasser, (engl. a row of clouds, running water)
long hu cuiGrüner Tee – lu cha; Jadegrün von Drachensee
lóng huá chūn háo龙华春毫Grüner Tee – lu cha; großartige imperiale Haare des Frühlings
lóng jǐng西湖auch xi hu long jing; Drachenbrunnentee oder Drachenbrunnentee vom Wetsee, der wahrscheinlich bekannteste und einer der besten Grünen Tees überhaupt, für dessen frühe Pflückungen (zwischen 26. und 30. März) astronomische Summen bezahlt werden; der traditionsreiche Tee stammt aus einem kleinen Dorf gleichen Namens aus der Nähe des Westsees (Xihu) in Hangzhou in der Provinz Zhejiang
Lóng Jǐng西湖kleiner Ort in Hangzhou in der Provinz Zhejiang; wichtiger Anbauort für den grünen Drachbrunnentee
lóng shān yún háo龙山云毫Grüner Tee – lu cha; feine Haare der Wolken von Longshan aus der Provinz Yunnan
lóng pǔ xiān háo龙浦仙毫Grüner Tee – lu cha; unsterbliche feine Haare des Drachens von der Wasserkante, aus der Provinz Zhejiang
long wu chaGrüner Tee – lu cha; Drachentanztee aus Jian in der Provinz Jiangxi
Loseblatt-Teeloser Tee, engl. loose-leaf-tea; in China hat sich loser Tee als bevorzugte Variante im 14. Jahrhundert durchgesetzt – im Gegensatz zum gepressten Teeziegel, der heute noch bei Pu-Erhs üblich ist
Lotus(blüten)teemit Lotusblüten aromatisierter Tee (meistens Roter Tee)
lotus tea trayalternative (engl.) Bezeichnung für einen Teepräsentierteller, cf. auch hei cha
lòudǒu漏斗Teesieb
grün, häufiger Begriff in Teenamen
lu bao chacf. liu bao cha
lù chá绿茶Grüner Tee
lu cha qiTeesieb
lù méi chá绿梅茶Grüner Tee – lu cha; grüner Pflaumenblütentee
lú shān yún wù庐山云雾Wolkennebel von Lushan; Grüner Tee aus Lu Shan in der Provinz Jiangxi; gerolltes Blatt von blaugrüner Färbung mit einem milden, leicht nussigem Ton
Lu Shusheng茶寮记Lu Shusheng verfasste im Jahre 1570 einen Bericht über ein Teehaus, 茶寮记 Cha Liao Ji1570
Lu Tingcang陸廷燦Lu Tingcang (陸廷燦): verfasste ein vielbeachtetes Buch, das zu den Teeklassikern gehört, das Xù Chá Jīng, „Fortsetzung (Nachwort) zum Buch des Tees“ (續茶經), (englische Übersetzung: The Sequel to Classic of Tea).
Lú Tóng卢仝manchmal auch Lo Tung oder Lu Tung; berühmter poetischer Teemeister, der zu Beginn des 9. Jahrhunderts fast sein komplettes Werk dem Tee widmete; Lu verfasste einige der bekanntesten Gedichte über den Tee, u.a. das vielleicht bekannteste Poem, die „Ballade vom Tee“ bzw. „Lu Tongs Sieben Schalen Tee“790-835
lu wangchin., Teesieb (engl. tea strainer)
lu wang chiaHalter für das Teesieb
lù xī zhú tǒng xiāng chá潞西竹筒香茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; Luxi Bamboo Tubes scented Tea
lù yá chūn绿芽春Grüner Tee – lu cha; grüne Stachelns des Frühlings, aus der Provinz Shandong
lù yáng chūn绿扬春Grüner Tee – lu cha; grüner Frühling von Yang, aus der Provinz Jiangsu
Lu Yiao Chenberühmter zeitgenössicher Yixing-Töpfermeistergeb. 1941
Lù Yǔ陆羽Lu Yu ist der Verfasser des ersten Buches über Tee überhaupt, dem „Cha Ching“ oder „Das Klassische Buch vom Tee“, das im Jahre 780 erstmals erschien; eine deutsche Ausgabe übersetzt aus dem Altchinesischen und bearbeitet von Jian Wang und Karl Schmeiser erschien 2002; Lù Yǔ lebte während der Tang-Dynastie, in der sich bereits das regelmäßige Teetrinken auch bei normalen Bürgern durchgesetzt hatte; Lù Yǔ wird als „Teegott“ in China verehrt733-804
Luo Jie Cha Ji罗岕茶记Xiong Mingyu (熊明遇) (1579-1649) verfasste 1608 das Luo Jie Cha Ji (罗岕茶记), „Bericht über den Luo Jie Tee“ (engl. Report on Lu Jie Tea).1608
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ma gu chaGrüner Tee – lu cha; Tee vom Berg Magu
Macaoehem. portugiesische Kolonie; wichtige Handels- und Hafenstadt am Chinesischen Meer, östlich von Hongkong und südlich von Kanton (Guangzhou) gelegen
Majolikaim weitesten Sinne eine Bezeichnung für farbig glasierte Tonwaren; im engeren Sinne farbig bemalte italienische Keramik aus dem 15. und 16. Jh (nach der altital. Bezeichnung für Mallorca)
malzigBegriff aus der Tea Taster-Terminologie; engl. malty
Màn Shēng曼生cf. Chén Mànshēng 陈曼生1768-1822
maohaarig, häufiger Begriff in Teenamen
máo chá毛茶der máo chá ist ein grüner, nicht oxidierter Tee, eine Vorstufe des Pu'erh, gewissermaßen der Rohstoff für den Teemeister
mao fenghaariger Gipfel, poetischer Beiname für chinesische Tees
mao fengGrüner Tee aus Huang Shan in der Provinz Anhui (cf. huang shan mao feng)
mao hongSchnellbacken; sehr große Hitze über einen kurzen Zeitraum zuführen; cf. auch hong bei (Backen) und zhu hong (Langsambacken)
mao jianhaarige Spitze, poetischer Beiname für chinesische Tees
máo jiancf. Du Yun Mao Jian; Grüner Tee aus Duyun in der Provinz Guizhou
cf. auch Xin Yang Mao Jian, Grüner Tee aus Xinyang in der Provinz Henan
máo xièein dem Tie Guan Yin ähnlicher Oolong, jedoch von einfacherer Qualität, der ebenfalls aus Anxi bzw. dem Bezirk Quanzhou stammt; der Mao Xie - wie auch der Ben Shan (cf. ibid.) - wird häufig als auch als Tie Guan Yin angeboten, da der Unterschied von nicht so versierten Teetrinkern kaum wahrgenommen werden kann
Marco Polovenezianischer Händler, der angeblich in den Jahren 1275 bis 1991 China bereiste und diese in vielbeachteten Reiseberichten beschrieb, deren Authentizität bisweilen bezweifelt wurde1254 – 1324
Masala ChaiIndischer Tee, der mit Milch und Gewürzen (vor allen Dingen Kardamon) versehen wird
mat cha抹茶japanischer Grüner Tee, der für die japanische Teezeremonie (cf. cha no yu und cha do, ibid.) zu feinstem Puder zermahlen wurde
mei gui hua cha玫瑰花茶Rosentee, ein duftreicher Tee der Sorte huá chá (Blumentee oder Blütentee): Grüner, Gelber oder Weißer Tee, manchmal auch Roter Tee wird mit Rosenblüten (mei gui hua) verfeinert
méi guī xiǎo tuó chá玫瑰小沱茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; nach Rosen duftender Tuocha-Tee
méi huā bǐng chá梅花饼茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; Pflaumenblüten-Teekuchen
mei lan chunGrüner Tee – lu cha; Frühling von Meilan
mei long chaGrüner Tee – lu cha; Zierquitten-Drachen
Méi Yáo Chén梅堯臣berühmter Dichter (1002-1060) der Song-Dynastie (960-1279); er schrieb ein Gedicht, in dem er Purpursand (Zisha-Ton) erwähnte, der erste Hinweis auf den kostbaren Rohstoff für die so beliebten Yixing- oder Zishatonkannen1002-1279
mei zhanBlauer Tee (Oolong)
Melone金瓜jǐn guā; Melone (engl. melon); eine dem tuo cha ähnliche aber meist größere Form des gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha), die einer Melone ähnelt; diese Form wurde ursprünglich ausschließlich als Tributtee (贡茶), vornehmlich in der Qing-Dynastie von den besten Teeblätter des Yi Wu Shan eproduziert; die größeren Arten dieser Form werden bisweilen auch als Menschenkopftee (人頭茶) bezeichnet
meng dingcf. ming ding
meng ding cha (ya)Grüner Tee – lu cha; Gipfeltee vom Berg Mengding in der Provinz Sichuan
měng dǐng huáng yá (ming -)蒙顶黄芽Gelber Tee – huang cha; verborgener Berggipfel (auch Donnerschlag) in der Provinz Sichuan
měng hăi chá chăng 勐海茶厂Menghai Teefabrik (engl. Menghai Tea Faxtory), vormals fo hai cha chang; eine Teefabrik, die seit 1940 Pu'erh produziert und die als erste 1973 - neben kun ming cha chang (Kunming Teefabrik) - den sog. gekochten bez. reifen Pu'erh (shou pu'erh) hergestellt hat; das logo "da yi" wurde auch nach der Privatisierung 1996 beibehalten
méng shān yín fēng蒙山银峰Grüner Tee – lu cha; Spitzen der Mengshan Silbergipfel in der Provinz Sichuan
Menghai Teefabrik勐海茶厂cf. měng hăi chá chăng (engl. Menghai Tea Factory)
Menschenkopftee人頭茶cf. Melone oder jin gua
mì lán xiāng dān cóng chá蜜兰香单丛茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; duftender Dancong-Tee der Honigorchidee
Milch-Oolongcf. nai xiang wu long
Milky OolongGrüner Tee – lu cha; Spatzenzungen von den Minshan-Bergen
mín shān què shé岷山雀舌Grüner Tee – lu cha; Spatzenzungen von den Minshan-Bergen
ming chaJüngste und abschließende Phase in der Geschichte der chinesischen Teekultur, seit Beginn der Ming-Dynastie (1368-1644), in der die Teblätter aufgegossen werden
Ming cháochinesische Ming-Dynastie1368-1644
ming ding gan lu„Süßer Tau; Grüner Tee Ming Ding (auch Meng Ding) in der Provinz Sichuan; angeblich soll der Tee bereits vor mehr als 2000 Jahren von einem buddhisten Mönch entdeckt worden sein; milde leicht süßliche Note
ming ding huang yan„Verborgener Berggipfel“ (auch Donnerschlag); ein Gelber Tee vom Berg Ming Ding (auch Meng Ding) in der Provinz Sichuan
Mischung 拼配 pīn pèi; Mischung, Verschnitt; engl. blending
mizusashijap.; Begriff aus der japanischen Teezeremonie, der ein Gefäß für kaltes Wasser für die Teezeremonie beschreibt
mo cha1. Pulvertee
2. Phase in der Geschichte der chinesischen Teekultur, genauer gesagt während der Tang-Dynastie (618-906), in der der (Pulver) Tee geschlagen wurde
mò gàn huáng yá莫干黄芽Grüner Tee – lu cha; Gelbe Sprosse vom Berg Mogan (Silberspitzen von Mogan) in der Provinz Zhejiang
mò gàn jiàn yá莫干剑芽Grüner Tee - lu cha; Schwertspitzen vom Berg Mogan in der Provinz Zhejiang
mo gan yun wuGrüner Tee – lu cha; Wolkennebel vom Berg Mogan
mò guō chá磨锅茶Grüner Tee – lu cha; schalengemahlener Tee
mo li hua cha茉莉花茶Jasmintee, ein aromatischer Tee der Sorte huá chá (Blumentee oder Blütentee), also ein mit Jasmin (mo li) verfeinerter Tee, wobei häufig Grüne, Gelbe oder Weiße Tees benutzt werden, seltener Rote oder Schwarze/Dunkle Tees
mo li long tuan zhumit Jasmin gemischter Blütentee (huan cha)
mó yá yín háo摩崖银毫Grüner Tee – lu cha; Felseninschrift feines Silberhaar
chin., Holz, Baum, meint weniger das Bauelement Holz als vielmehr die lebendige, wachsende Pflanze; neben Erde (土 - tu), Eisen (Metall) (金, qin, ), Wasser (水 - shui) und Feuer (火 - huo) eines der fünf Elemente, die in unserer Umgebung alle vertreten sein sollten
mù zhà tiě guān yīn木栅铁观音Blauer Tee (Oolong) – wu long; Muzha Eiserne Göttin der Barmherzigkeit“
muddyengl., schlammig; Begriff aus der Terminologie für Tea Taster für stumpfe und dunkle, schlammige Farben der Tasse
Museum(Teemuseum), das zur Zeit bedeutendste Museum für die Geschichte des Tees ist das Nationale Chinesische Teemuseum in Hangzhou in der östlichen Küstenprovinz Zhejiang; in Europa sind das Ostfriesische Teemuseum in Norden sowie das Bramah Museum of Coffe and Tea in London
N↑ Nach Oben ↑
nachfermentierter Teecf. postfermentierter Tee
nachgereifter Teecf. gelagerter Tee, Alterung des Tees
nai xiang wu longNai Xiang Oolong oder Milky Oolong (nia xiang heißt wörtlich Milchduft oder Milcharome); ein Oolong aus Taiwan, der mit Milchessenzen gemischt und anschließend leicht geröstet wird, damit er seine leichtes Milcharome behält; häufig hat der Nai Xiang Oolong ein leichte Kakao- oder Vanillenote; auch einige Teebauern in Fujian sind bemüht, dieses "Modegetränk" zu anzubieten
Nan bei cháoNanbei-Dynastien, Südliche und Nördliche Dynastie265-589
nán hú yín yá南湖银芽Grüner Tee – lu cha; silberne Spitzen des südlichen Sees, Nanu, in der Provinz Anhui
nán jīng yǔ huā chá南京雨花茶Regenblumentee aus Nanjing, Provinz Jiangsu
nan shan bai mao chaweißbehaarter Tee von Nanshan aus der Provinz Jiangsu
nán shān shòu méi南山寿眉langlebige Augenbrauen des Südlichen Berges; Grüner Tee aus Nanshan in der Provinz Jiangsu
nan yue yun wuGrüner Tee – lu cha; Nebel von Nanyue
NanjingHauptstadt der Provinz Jiangsu nordwetlich von Shanghai
Nánnuò南糯山auf dem Berg Nánnuò (einem der Sechs Teeberge südwestlich des Langcang Flusses; cf. Sechsteeberge) wächst eine Varietä des Pu'erh, der zĭ juān (紫娟, wörtlich "purpurfarbene Dame") genannt wird, weil ihre Knospen einen pupurnen Schimmer haben
natsumejap.; synonym benutzt für den Begriff cha’ire, Teedose
Natural Leafengl., ganze, grüne Teeblätter
nicht oxidierter (fermentierter) TeeGrüner Tee und Gelber Tee sind nicht fermentiert (oxidiert), cf. ibid.; Weißer Tee ist nur leicht oxidiert

ANMERKUNG: Der Begriff (nicht) fermentierter Tee wird zwar häufig verwendet, ist aber sachlich nicht richtig

ANMERKUNG: siehe auch in der Rubrik ALLES AUF EINEN BLICK auf der Homepage www.chadao.de den Beitrag "Oxidation und Antioxidantien"
O↑ Nach Oben ↑
obijap.; in der japanischen Teezeremonie benutzter Gürtel, in den der Teemeister ein Teetuch steckt; häufig ist dieser aus violetter Seide gefertigt
Off-GradeOrange Pekoe mit Holz und Zweigen
Okakura, KakuzoKakuzo Okakura, Direktor der Japanischen Kunstakademie in Tokyo, war ein japanischer Kunstwissenschaftler und –förderer mit Einfluss auf westliche Philosophen (z.B. Martin Heidegger); Verfasser des legendären The Book of Tea (New York 1906), das in deutscher Übersetzung 1948 unter dem Titel „Das Buch vom Tee“ erschienen ist1862-1913
Oolong (wū lóng chá)乌龙茶chin. „schwarzer Drache“; eigentlich wū lóng chá (乌龙茶); Blauer Tee (cf. ibid.) oder Oolong-Tee; manchmal wird Oolong auch als halboxidierter bzw. -fermentierter Tee bezeichnet; allerdings ist diese Bezeichnung irreführend, da der Oxidationsgrad von Oolong je nach Typ und Herkunft zwischen 30 und 80 Prozent liegen kann; die meisten Tees kommen aus der Küstenprovinz Fujian, viele gute Sorten auch von Taiwan, die Insel, die der Provinz vorgelagert ist; die besten Oolongs stammen aus dem Wu Yi Shan (u.a. Da Hong Pao, Shui Xian und Rou Gui, cf. ibid) sowie aus der Region An Xi (u.a. Tie Guan Yin, cf. ibid.)
OPOrange Pekoe; bezeichnet ein Kategorie von Roten (Schwarzen) Tees mit ganzen Blättern mittlerer Größe; zu Begriff „Orange“ cf. dort, die Herkunft des Begriffes „Pekoe“ ist ungeklärt, mag aber auf die falsche Aussprache eines Begriffes aus dem Fujian(Amy)-Dialekt, bai ho (白毫, weißer Flaum), zurückzuführen sein oder auf den chinesischen Begriff bái huā (白花, weiße Blume)
Opiumdurch Erhitzen aus dem Samen der Mohngewächse gewonnener Milchsaft, der als Rausch- und Betäubungsmittel benutzt wird; Opium spielt in der Geschichte Chinas und des Chinesischen Tees sowie in den abendländisch-chinesischen Beziehungen ein nicht unbedeutende und traurige Rolle, cf. Opiumkriege in der "Chronologie zu Geschichte des Chinesischen Tees", cf. www.chadao.de
Orangenach dem niederländischen Königshaus Oranien gewählter Begriff für für das ganze und etwas größere Teeblatt und meint die „königliche“ Qualität
OP Sup.Orange Pekoe Superior
OsmanthusteeBlumen- bzw. Blütentee (hua cha); zumeist Grüner Tee, der mit Osmanthus versetzt wird; z.B. kwai hua chin hsuan
Ostfriesenteekräftige Teemischung aus Ostfriesland, die aus mehreren Schwarzteesorten mit einem Hauptanteil an Assam-Tees besteht
ōu bēi mù lìn毆杯沐淋Teil der chinesischen Teezeremonie, um das Aroma zu würdigen: übersetzt das Baden der Aromatassen (engl. bathing the scent cup); nachdem der aufgegossene Tee in die Ausschankkanne gegossen wurde, werden die Aromatassen gefüllt, von dort wird der Tee in die Teeschalen gegossen, die Aromatassen werden nur benutzt, um das Aroma des Tees aufzuspüren
Oxidation氧化yǎng huà; engl. oxidization; meist fälschlicherweise als Fermentation 发酵, fā jiào; engl. fermentation )bezeichneter Vorgang bei der Herstellung von Tee, bei dem die im Tee enthaltenen Enzyme durch das Pflücken, Rollen und/oder Brechen der Teeblätter mit dem austretenden Pflanzensaft und dem Sauerstoff der Luft oxidieren;

die Oxidation, die häufig immer noch fälschlicherweise als Fermentation bezeichnet wird, bei der bestimmte Inhaltsstoffe des Teeblattes (Katechine) abgebaut werden, wird durch Dämpfen, Backen oder Rösten gestoppt
P↑ Nach Oben ↑
pan an yun fengGrüner Tee – lu cha; Wolkengipfel von Panan
pan haoGrüner Tee – lu cha; Drachenhaar
pan long jing haoGrüner Tee – lu cha; Drachenhaar
Parfümierung熏花mit Aroma-/Duftstoffen versehen; scenting
Pei Shi Mingberühmter Yixing-Töpfermeister der Republik und frühen Volksrepublik1892-1979
Pekoekürzere und grobere Blätter als beim Orange Pekoe
PeptidePeptide sind – ähnlich den Proteinen - organische Verbindungen, die aus einer Verknüpfung mehrerer Aminosäuren entstanden sind; sie sind in geringem Umfang Inhaltsstoff des Tees. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Pestizidecf. Schadstoffe
Pfannenröstung炒干chǎo gān; das Rösten des Tees (zur Unterbrechung der Oxidation) und/oder das Trocknen des Tees in der Pfanne; heute wird die Pfannenröstung häufig durch Dämpfen ersetzt
Pferde-und-Tee-Amtein Amt, das besonders in der Song- und Ming-Dynastie für den Handel und Tausch von Pferden und Tee zuständig war
Pflücken Pflücken der Teeblätter; cf. cai jing und Ernten; engl. plucking
Phönix nicht dreimal mit dem Kopfdie Kunst bei der chinesischen Teezeremonie, den Tee durch dreimaliges Gießen einzuschütten; dadurch soll gewährleitet werden, dass in alle Schalen Tee gleicher Qualität enthalten
pi (bi) luó chūn (dong ting bi luo chun)碧螺春cf. bì luó chūn bzw. dong ting bì luó chūn
Pilz紧茶jǐn chá; (engl. mushroom); wörtlich dichter Tee (close/tight tea); eine dem tuo cha ähnliche Form des gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha); die einem Pilz ähnelt; gängige Größen sind 250g oder 300g); diese Form wurde ursprünglich ausschließlich für den handel mit Tibet erzeugt
pin cháhiermit ist die rituelle chinesische Teezeremonie gemeint (cf. etwa auch gong fu cha); im Gegensatz zu yin cha, chi cha und he cha spielen hier die Regeln, das Ambiente und die Qualität des Tees und des Teezubehörs ein ganz besondere Rolle; für das pin cha ist viel Zeit und die richtige Umgebung erforderlich, für viele chinesische Teeliebhaber gehört zudem ein musikalische Begleitung dazu, die die angestrebte Harmonie noch zu steigern vermag; es gibt unterschiedlich Teezeremonien, die häufigste Teezeremonie ist jedoch die gong fu cha-Methode (ibid.)
Pin Cha Yiao Lu品茶要录cf. Huang Ru; Wesentliche Aufzeichnungen der Teeprobe; Essential Record of Tea Tasting)
pin ming beiAroma- oder Dufttasse
pīn pèi拼配 Mischung, Verschnitt; engl. blending
pineengl., Kiefer, Föhre, Pinie; Begriff aus der Terminologie für bzw. von Tea Tastern
píng hé bái yá qí lán平和白芽奇兰Blauer Tee (Oolong) – wu long; weiße Spitzen von Pinghe der Überraschungsorchidee
ping shui zhu chaGrüner Tee – lu cha; Kugeltee von Pingshui (Gunpowder)
pointengl., pointiert; Begriff aus der Terminologie von Tea Tastern für ein feines und fokussiertes Aroma
Polo, Marcocf. Marco Polo
PolyphenoleWirkstoffe des Tees mit anticancerogener, anticariogener und kardioprotektiver Wirkung; cf. auch Gerbstoffe, Catechine, Flavonolo und Theaflavine. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Porzellan (cíqì)瓷器chin. cí 瓷 oder cíqì 瓷器; von ital. porcellana (ital. Name der Kaurischnecken, cypraeidae, einer Meeresschnecke mit glänzender Schale) die dem Porzellan ähnlich ist; diese heute beliebteste Keramik wird häufig auch als Weißes Gold oder – wegen seiner Herkunft – als China (engl.) bezeichnet; P. besteht aus einem Gemisch von Kaolin (高嶺土), Petuntse oder Feldspat (白墩子), und Quarz, das bei einer sehr hohen Temperatur gebrannt wird; chinesisches Porzellan enthält in der Regel einen größeren Quarzanteil als europäisches; die Sonderheiten gegenüber anderen Keramikarten sind einerseits die hohe Brenntemperatur zwischen 1000 und 1400 Grad (je nach Technik und Verwendung der Öfen) sowie der Sinterprozess während der Porzellanherstellung; erstmals wurde Porzellan in China, vermutlich vor rund zweitausend Jahren hergestellt, wobei das Herstellungsverfahren und die Zusammensetzung viele Jahrhunderte geheim gehalten wurde; anzumerken ist, dass die Definition des Begriffes in China anders ist und darunter auch Keramiken verstanden werden, wie etwa Majolika und Fayencen oder andere Keramiken, die bei uns eher als Steinzeug oder Tonwaren gelten; erstmals erfuhren die Europäer vom chinesischen Weißen Gold durch Marco Polos Reisebericht Il Milione; doch es dauerte bis Anfang des 18. Jahrhunderts bis es den Europäern gelang, Porzellan herzustellen (in Dresden und Meißen); cf. auch Jingdezhen, Keramik, chinesisches Porzellan, Blau-weiß (qing-bei), Grün-weiß, Degua, Yixing und andere sowie den Artikel „Jingdezhen“ auf der Homepage des Chá Dào – China Tea & Art
Pou Chongauch bao zhong; ein ursprünglich aus Fujian stammender Oolong, der heute auch in Taiwan angebaut wird
Produktioncf. (Tee)Herstellung
ProteineProteine sind aus Aminosäüren aufgebaute Eiweiße; sie sind in geringem Umfang Inhaltsstoff des Tees. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Prozess der Teeherstellungcf. Teeherstellung
pǔ'ěrh chá普洱茶auch pu-erh oder pu’er; Schwarzer Tee (Dunkler Tee) aus Yunnan (kein Schwarztee!); eine eher der camellia sinensis var. assamica zuzuordnende großblättrige, veredelte Sorte; in der Region um der Stadt Pu Erh wachsen findet man noch viele wilde Teepflanzen, die Höhen von über 20 m erreichen können; die ältesten Pflanzen sollen ein geschätztes Alter von 2.700 Jahre haben; Pu Erh wird als loser Tee und in gepresster Form angeboten; die ihn bekannt machende schlank machende Wirkung von Pu Erh-Tees wird von einigen Fachleuten bezweifelt und gilt eher als Marketingidee
pǔ'ěrh chá zhuān普洱茶砖Teeziegel des Schwarzen (Postfermentierten) Tees pu’erh cha
pǔ’ěrh sǎn chá普洱散茶loser Pu’erh Tee
pǔ'ěrh daoPu-Erh Teemesser (engl. pu’erh tea cutter)
pù bù xiān míng瀑布仙茗Grüner Tee – lu cha; unsterbliche, zarte Teeblätter des Wasserfalls aus Pubu in der Provinz Zhejiang
Pú Tí Dá MóBodhidharma ein indischer Mönch; cf. Da Mo
pu tuo fo chaGrüner Tee – lu cha; Buddha-Tee von Putuo
pu yang chun haoGrüner Tee – lu cha; Frühlingshaar von Puyang
pungentengl., scharf oder penetrant; Begriff aus der Terminologie von Tea Tastern
PurpursandDer besondere, für die Herstellung der braunen und rot- oder purpurbraunen Teekannen aus Yixing benötigte Rohstoff (auch Zisha genannt), der erstmals in einem Gedicht von Mei Yaochen (1002-1060) beschrieben wurde: „Der frühzeitige Duft ist im klaren Wasser des kleinen Gefäßes beblieben,/ Die Purpursand-Kanne ist durchpulst vom Aroma aufblühender Frühlingsblumen.“
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auch chi; zentraler Begriff des Daoismus, beschrieben im 42. Kapitel des Tao Te King, die unsichtbare Lebensenergie (Äther, Atem, Atmosphäre, Kraft, Luft)
qí dān奇丹Seltenes Zinnoberrot; Felsen- oder Steintee aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
qì gōng气功 Kultivierung der Lebensenergie qi; Meditations- oder Konzentrationsoder Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist
qi jing tang lu chaGrüner Tee – lu cha; Grüntee von Qingjingtang
qí lán奇兰Seltenes Orchidee; Felsen- oder Steintee aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
qí mén hóng chá祁门红茶manchmal auch An Hui Qi Men Hong Cha; Roter Tee oder Schwarztee aus Qimen (Keemun) im Süden der Provinz Anhui; der heute überwiegend maschinell verarbeitete Tee ist der bekannteste Rote Tee Chinas
qí pán shí pái xī shān chá棋盘石牌西山茶Grüner Tee – lù chá; Westbergtee der Marke Qipanshi aus der Provinz Guangxi
qī xīng chūn yá七星春芽Grüner Tee – lù chá; Sieben-Sterne-Frühlingsnadeln aus der Provinz Zhejiang
qi zhong cf. ye cha, Blauer Tee (Oolong)
qī zǐ bǐng chá七子饼茶Teekuch des Schwarzen (Postfermentierten) Tees, pu’erh chá
qiān dǎo yù yè千岛玉叶Grüner Tee – lù chá; Jadeblatt von Qiandaohu ion der Provinz Zhejiang
qian feng xue lianGrüner Tee – lù chá; Schneelotus von Qian Feng
qian gang hui baiWeißer Tee - bai cha; Weißer Tee von Quangang; aus dem Ort Qian Gang in der Provinz Zhejiang
qián lǐng yín háo前岭银毫Grüner Tee – lù chá; cf. „Liste der Chinesischen Tees“ auf unserer Internetseite www.chadao.de unter Rubrik „Alles auf einen Blick“
Qián Lóng乾隆vierter Kaiser der Qing-Dynastie (1644-1911) der 1736-1795 regierte; er war Enkel des legendären Kaisers Kang Xi (1651-1704); die Regentschaft Qián Lóngs gilt als Höhepunkt der letzten chinesischen Dynastie und wird bisweilen als „Goldenes Zeitalter“ verklärt; Qian Long war ein großer Teeliebhaber, der zur Feier des chinesischen Neujahrsfestes stets Gäste zum Tee einlud1711-1799
Qin cháochinesische Qin-Dynastie221-207
Qin Shi Huang秦始皇König des Reiches der Qin (246 bis 221 c.Chr.), gilt als erster Herrscher eines vereinigten chinesischen Reiches259-210 v.Chr.
qīng bái青白grün-weiß; berühmtes Porzellan, das besonders seit der nördlichen Song (960-1127) in Jingdezhen hergestellt wurde und das später von dem Blauweiß-Porzellan fast vollständig verdrängt wurde
qīng chá 青茶Blauer Tee, cf. wū lóng chá
qīng máoeine Untergattung der camellia sinensis; aus dem qīng máo, der zu den ursprünglichen Teesorten gehört und der größer ist als die meisten sonstigen heutigen Teebäume und -sträucher, wird Pu'erh hergestellt; die ältesten gepflanzten Bäume befinden sich auf dem Berg Nannuo in Xishuangbanna (Provinz Yunnan), sind mehr als achthundert Jahre alt; auf dem Berg Dahei wurde 1961 sogar ein wilder über 1.700 Jahre alter Teebaum mit einer Höhe von 32 m und einem Durchmesser von über einem Meter entdeckt
qīng míng jié清明节Totengedenkfest (Fest des klaren Lichtes), am 4. oder 5. April edines Jahres; dieser Gedenktag ist auch im Hinblick auf die Teekultur wichtig und interessant: Nach dem Fest beginnt die Rehgenzeit in Süd- und Südostchina. Tees, etwa der Xihu Longjing, die vor dem Fest geerntet werden, gelten als besonders hochwertig und sind entsprechend teurer als die danach gepflückten Sorten.
Qing cháoQing Dynastie (Mandschu)1644-1911
qing cheng xue yaGrüner Tee – lu cha; Schneeknospe vom Qingcheng
qīng huā青花blau-weiß, wörtlich: blaue Blumen; traditionelle blau-weiße Muster auf Teeporzellan aus Jingdezhen, genauer gesagt blaue Malereien auf weißem Porzellan; die ältesten bekannten blau-weißen Keramiken in China stammen aus der Tang-Dynastie (618-906), ihre Blüte erlebten sie in Jingdezhen während der Song-Dynastie (960 – 1270) sowie der Ming-Dynastie (1368-1644) und der frühen Qing ab 1644
qīng róu轻揉leichtes Rollen; engl. light rolling; cf. Rollen und Formen; 揉捻, 整形, róu niǎn; engl. rolling
qīng tuó chá青沱茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; junger Tuocha-Tee
qīng xiāng wū lóng清香乌龙茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; leicht duftender Oolong
qu shiSpatzenzunge; Felsentee (Oolong) aus Wuyishan (wuyi yan cha)
qu zhi dài guìmit dem leicht gebogenen Zeigefinger klopft der bediente Gast auf den Tisch; mit dieser Geste bei der chinesischen Teezeremonie bedankt sich der Gast für den Tee und die Gastfreundschaft
Quadrat 方茶oder Teequadrat (engl. square); fāng chá; die quadratische Form eines gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha) wie z.B. yun nan pu'erh cha oder he nan he cha
quan gang hui baiGrüner Tee – lù chá; weißer Tee von Quan Gang
què shé bào chūn雀舌报春Grüner Tee – lù chá
QuetschenQuetschen der Teeblätter; cf. yao jing
Quing MingPflückung der Knospen häufig halbwilder Teesträucher im Wolkennebel und frühen Morgentau zu Beginn der Erntezeit noch vor Beginn der Frühjahrsregen; eine lange Tradition, die auf die Pflückung der Tributtees zurückgeht; diese Tees sind äußerst gefragt und erzielen die höchsten Preise; die meisten dieser Tees werden heute auf Aktionen versteigert
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Die Räuber vom Liang Schan Moor水浒传Shuǐ hǔ zhuàn; wörtlich Die Wasserufergeschichte, einer der vier klassischen Romane der chinesischen Literatur; cf. Shuǐ hǔ zhuàn
Räucherwarenengl. incenses; Räucherstäbchen, Räucherhütchen, Pulver; Räucherstäbchenhalter, Räucherstäbchenetuis und andere Utensilien zum Abbrennen von Räucherstäbchen; die Utensilien sind teils äußerst schöne, kunstvoll hergestellte Utensilien aus Porzellan, Ton, Messing, Silber oder anderen Materialien, die z.T. sehr teuer sein können
rauchigBegriff im Zusammenhang mit der Teeverkostung (Tea-Taster-Terminologie), der ein rauchiges Aroma umschreibt, z.B. bei stärker oxidierten Oolongs oder beim sog. Rauchtee, cf. ibid.
raku cha wanjap.; schwarzglasierte Teeschalen; die Teeschalen werden nicht auf einer Töpferscheibe gedreht sondern sie besitzen eine freie Form; ähnlich dem in der Hong-Dynastie so beliebten hei zhong, dem schwarzen Porzellan aus der Jian Yao-Brennererei in der südostchinesischen Provinz Fujian
Rauchtee熏茶auch Smoke Tea genannt; cf. Lapsang Souchong
RegenteeBegriff für den Tee, der während der Monsunzeit im Norden Indiens geerntet wird; die Ernte ist zwar ertragreicher, doch hat sie eine geringere Qualität
Record of Tea, Classical -茶录cf. „Alles auf einen Blick“: Literatur zum Thema Tee und Teeacces-soires
cf. Lu Yu (780)
cf. Zhang Youxin (814)
cf. Cai Xiang (1049)
cf. Song Zian (1060)
cf. Hui Zong (Tsung) (1107)
cf. Xiong Fan (ca. 1070)
cf. Huang Ru (1075)
cf. Shenan (ca. 1100)
cf. Zhu Quan (1440)
cf. Gu Yuanqing (1541)
cf. Lu Shusheng (1570)
cf. Tu Long (ca. 1590)
cf. Gao Lian (1591)
cf. Hu Wenshuan (1593)
cf. Chen Shi ( (1593)
cf. Chen Jiru (1595)
cf. Zhang Qiande (1598)
cf. Xiong Mingyu (1608)
cf. Feng Shike (1609)
cf. Wen Thenheng (1621)
cf. Wen Long (1630)
cf. Zhou Gaoqi (1640)
cf. Lu Tingcan (1734)
cf. Zhen Jun (ca. 1900)
cf. Wu Jue Nong (ca. 1930)
reichBegriff im Zusammenhang mit der Teeverkostung bzw. aus der Tea-Taster-Terminologie
rein, ReinheitBegriff im Zusammenhang mit der Teeverkostung bzw. aus der Tea-Taster-Terminologie, der unterschiedlich gebraucht wird, meistens jedoch reine, also nicht gemischte Sorten (oder Aromen) beschreibt
renMensch
rì guāng wěi diāo日光萎凋an der Sonne trocknen; eng. sun withering; cf. welken oder wěi diāo 
rì yuè tán hóng chá日月潭红茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Ropter Tee von Riyuetan
richengl., reich; Begriff im Zusammenhang mit der Teeverkostung bzw. aus der Tea-Taster-Terminologie
ri zhu xue yaGrüner Tee – lu cha; schneeweiße Sprosse von Rizhu
Rikyu利休Sen no Rikyū 千利休 (ibid.), größter japanische Teemeister, der im 16. Jahrhundert die japanische Teezeremonie cha no yu (oder cha do)1522-1591
roher Pu'erh生茶shēng chá, cf. ibid.
rojijap.; auch cha roji, japanischer Teegarten
Rollen und Formen揉捻, 整形róu niǎn; engl. rolling; Prozessschritt bei der Teeherstellung, um den Tee in seine Form zu bringen (z.B. beim Mao Feng); dieser Prozessschritt ist besonders bei halb- und volloxidierten Tees wichtig; folgende Formen des Rollens sind gebräuchlich: leichtes Rollen (轻揉; qīng róu; engl. light rolling); Rollen unter Einwirkung von Druck (重揉; zhòng róu; engl. heavy rolling) und Rollen in Stoffen (布揉; bù róu; engl. cloth rolling)
Rosentee玫瑰花茶Eine Form des Blumen- bzw. Blütentees (hua cha); cf. u.a. hong mei gui hua cha, Roter Rosentee
Rösten焙火 bèi huǒ; Rösten des Tees (in einer großen Pfanne) ist ein Prozessschritt bei der Teeherstellung, z.B. beim Xi Hu Long Jing, um den Oxidationsvorgang zu unterbinden
Roter Tee红茶hóng chá, auch Schwarztee genannt (im deutschsprachigen Raum als Schwarzer Tee gehandelt); vollständig fermentierter Tee
róu niǎn揉捻Rollen und Formen (cf. ibid.); auch zu huo xin(g) genannter Prozessschritt in der Teeherstellung (bes. von Oolong-Tee), bei dem die Teeblätter durch Druck und Rollen in ihre gewünschte Form gebracht werden
ròu guǐ肉桂Zimt(stange); ein sehr bekannter und beliebter Steintee (Oolong); aus dem Wu Yi Shan stammender Stein- oder Felsentee, ein sog. Wu Yi Yan Cha
Rückschnittdas Rückschneiden des Teebusches bzw. des Teebaumes, damit er sich in der bevorstehenden Ruhephase erholen kann und neue Triebe zum Wachsen anregen soll
Rückständecf. Schadstoffe
rui cao kuiGrüner Tee – lu cha; bestes Glücksgras
Rupfen (der Teeblätter)auch Pflücken oder Zupfen der Teeblätter; cf. cai jing und Ernten; engl. plucking
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sa docf. cha do; japanische Teezeremonie
sai jingoder sai qing; Prozessschritt bei der Teeherstellung, die Trocknung durch die Sonne (engl. sun-dried)
sai qingsiehe sai jing
sài shān yù lián赛山玉莲Grüner Tee – lu cha; Jade-Lotus von Saishan in der Provinz Henan
Samowarruss, Selbstkocher; in Russland, aber auch in der Türkei und im Iran benutzes Gerät zu Teezubereitung, das das Wasser zur Teezubereitung heiß hält
san caiDeckeltasse (cf. auch Gaiwan); sai can ist als Metapher zu verstehen und steht für Himmel (Deckel), Erde (Untertasse) und Menschen (Tasse)
san cháloser (Blatt)Tee
Sān Huáng Wǔ Dì三皇五帝Die Drei Ehabenen, engl., The Three Sovereigns, sind die drei heute noch verehrten Urkaiser der Han-Chinesen; dazu gehören, der Gelbe Kaiser Huang Di, der Göttliche Bauer Shen Nong, der den Tee entdeckt haben soll, und Fu Xi; zu den Urkaisern zählen auch noch die sog. "Fünf Kaiser" Huang Di, Zuanh Xu, Di Ku, Yao und Shun
san pào cháng wèiAufguss des guten Geschmacks
San Guo Cháo三國die Drei Reiche von Wei, Shu und Wu, chinesische Dynastie (220-280)220-280
San Guo Zhi三國志Geschichte der Drei Reiche; ein wichtiges Dokument in der Teegeschichte, da sie die früheste verlässliche Erwähnung des Tees als Getränk beinhaltet. Eine in die Jahre 264 bis 273 zu datierende Episode aus der Biographie des Wei Yao berichtet, dass ihm auf einem Bankett bei König Sun Hao anstelle von Wein heimlich Tee gereicht wurde.
scent cupengl. Aroma- oder Riechtasse; cf. wen xiang bei
Schalecf. Teeschale
SchattenteeJapanischer Grüner Tee; cf. gyo kuro
Schneiden剪切jiǎn qiè; engl. cutting; das Schneiden des Tees bzw. der Teeblätter
Schokoladenaromaoder Schokoladennote; Begriff aus der Terminologie im Zusammenhang mit der Verkostung von Tee (Tea- Taster-Terminologie), der eine Geschmacks- oder Aromanote von Schokolade anspricht
Schule des gesalzenen Pulverteeseine der drei Schulen des Tees: die chinesische Teekultur während der Tang (618-906) und der Fünf Dynastien (907-960): in gekochtes Wasser wird eine Prise Salz gegeben; danach wird soviel Pulvertee hinzugefügt bis die Oberfläche des Wassers bedeckt ist; der Tee wird nun aus Keramikteeschalen getrunken; aus dieser Art der Teezubereitung entwickelten sich in der Tang-Ära die sog. Teewettbewerbe618-960
Schule der geschäumten Jadeeine der drei Schulen des Tees: die chinesische Teekultur während der Dynastien der Song, Liao, Xi Xia und Yuan (960-1368): in eine vorgewärmte Teeschale gibt man Pulvertee und schüttet wenig heißes Wasser dazu; beides wird zu einer Paste verrührt, um dann mit dem restlichen Wasser mit einem Bambusbesen den Tee zu schlagen bis sich an der Oberfläche ein möglichst großer und fester Schaumteppich bildet; daraus entstanden die höfischen Teewettbewerbe, wobei derjenige den Teewettbewerb gewann, dessen Schaum sich möglichst lange hielt; daraus entwickelte sich ebenso die japanische Teezeremonie cha do (ibid.), die sich bis heute gehalten hat und gepflegt wird960-1368
Schule des duftenden Blatteseine der drei Schulen des Tees: die chinesische Teekultur während der Ming-Dynastie (1368-1644): der Tee wird nun auch den breiten Bevölkerungsschichten zugänglich, jedoch nicht die besten Qualitäten; um den Geschmack minderer Qualitäten zu verbessern, wurden erstmals Duftstoffe (Rosenblüten, Jasmin usw.) dem Tee zugefügt; in dieser Zeit, in der auch Porzellan- und Tonkannen immer beliebter und verbreiteter werden, entsteht auch die sog. Zwei-Kannen-Methode und die Grundlagen des gōng fū chá (ibid.)1368-1644
Schwarzer Tee黑茶hēi chá - 黑茶; Schwarzer oder Brauner (Postfermentierter bzw. postoxidierter) Tee, eine der sechs Grundteesorten; die bedeutendste Sorte ist der aus Yunnan stammende pu’erh cha; daneben sind besonders die aus der Provinz Hunan (hu nan he cha) und der Provinz Sichuan (si chuan hei cha) stammenden Schwarzen Tees bedeutende Vertreter dieser Gattung; der Schwarze Tee ist nicht zu verwechseln mit dem Roten Tee (hong cha), der in Europa und Amerika wegen der schwarzen Blätter des aufgegossenen Tees fälschlicherweise als schwarzer Tee bezeichnet wird

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass hier der Begriff Schwarzer Tee anders gebraucht wird als in Europa oder Amerika; hier versteht man unter schwarzem Tee den chinesischen hóng chá, der wegen seiner Aufgussfarbe Roter Tee genannt wird!
Schwarzer Tee红茶die in Europa und Amerika übliche (fälschliche) Bezeichnung für Roten Tee (hong cha); dieser wird in China wegen seiner roten Tasse als hong cha (Roter Tee) genannt, in Europa wegen der schwarzen Blätter des aufgegossenen Tees jedoch als Schwarzer Tee bezeichnet
Schwarztee红茶Schwarztee ist eine manchmal anzutreffende deutsche Namensvariante für den hóng chá, der in China Roter (hong) Tee (cha) genannt (in Deutschland als Schwarzer Tee gehandelt); es handelt sich um einen vollständig fermentierten Tee
Screening筛分shāi fēn; untersuchen, prüfen, testen, etwa um Verunreinigungen auszusortieren oder um die Qualitätsstufe zu bestimmen
Sechs (Legendäre oder Heilige) Teeberge六大茶山cf. liù dà chá shān (六大茶山); heute eines der Hauptanbaugebiet des Pu'erh; die Berge liegen in der Präfektur Xishuangbanna im Südwesten Yunnans, wo das Volk der Dai bereits vor mehr als 1700 Jahren Teebäume gepflanzt hatte, wie historische Dokumente belegen sollen; manchmal findet sich auch die aus dem Englischen abgeleitete Abkürzung 6FTM für "six famous tea mountains"
I. es gibt einerseits sechs in unmittelbarer Nachbarschaft stehende Teeberge in der Präfektur Xishuangbanna, nordöstlich des Langcan Flusses (uns eher als Mekong bekannt):

1. gé dēng shān 革登山: dieser Name bedeutet "Steigbügel aus Leder" (马蹬, mǎ dèng)
2. màn sa shān 慢撤山: dieser Name bedeutet "Beutel für Saatgut" (撒袋, sǎ dài) (gehört eigentlich zum bekannten yi wu-Anbaugebiet
3. mǎng zhī shān 莽枝山: dieser Name bedeutet "Kupferkessel" (铜鉧, tóng mǔ)
4. mán zhuān shān 蠻磚山: dieser Name bedeutet "Eisenziegel" (铁砖, tiě zhuān)(auch der Name ein Pressform für pu'erh)
5. yǐ bāng shān 倚邦山:dieser Name bedeutet "Holzklappe" (木梆, mù bāng)
6. yōu lè shān 攸樂山: dieser Name bedeutet "Kupferglocke" (铜锣, tóng luó)
II. und es gibt andererseits sechs Teeberge südwestlich des Langcan Flusses (uns eher als Mekong bekannt) in der Nähe der Stadt Menghai (cf.Menghai Teefabrik), die wegen ihrer Abgeschiedenheit weniger bekannt waren oder sind:

1. měng sòng shān 勐宋山
2. měng hǎi shān 勐海山 (Menghai gehört zu den Teeanbaugebieten mit der längsten Geschichte)
3. jǐng mài shān 景迈山 (die ersten Teegärten sollen hier bereits im 7. Jahrhundert kultiviert worden sein)
4. nán nuò shān 南糯山
5. bá dá shān 巴达山 (hier steht derKönig der Teebäume (engl. "king of tea trees", der fast 35 Meter hoch ist und einen Umfang von knapp vier Metern hat)
6. yōu lè shān 攸乐山 (identisch mit dem o.g. Berg)
Seladonein berühmtes nach seiner seladongrünen (grau- oder meeres-grünen) Glasur benannten, besonders während der Song-Dynastie (960 – 1279) in Jingdezhen hergestelltes Porzellan; bekannt war das Herstellungsverfahren bereits seit dem 4. Jahr-hundert; das Porzellan hat eine olivgrüne, an Jade erinnernde Glasur; durch das Mischen des eisenreichen Kaolins mit Holzkoh-le, bei großer Sauerstoffzufuhr und sehr hohen Brenntemperatu-ren (1.300°) erhielten die Keramiken teilweise ganz eigene Struk-turen und Muster; bei diesen sog. Craquelé-Strukturen (manch-mal auch als Hasenfellmuster bezeichnet) handelt es sich um feine netzartig über das Werkstück verbreitete Haarrisse, die anfangs möglicherweise unabsichtlich entstanden, später jedoch in voller Absicht zugefügt wurden, um eine künstlerische Wir-kung zu erzielen; die Risse entstehen dadurch, dass die Glasur schneller erkaltet also das Porzellan; der Name stammt vom mattgrünen Gewand des Schäfers Céladon, einer 1610 kreierten Romanfigur des französischen Schriftstellers Honoré d’Urfé
sen cha煎茶jap., Sencha, ein Grüner Tee aus Japan; er ist der am häufigsten angebaute Tee in Japan(ca. 75%); seine Fermentation wird grundsätzlich mit Wasserdampf unterbrochen. Die frühen Ernten (ab April) haben einen relativ hohen Vitamingehalt und eine leicht süßliche Note, die späteren Pflückungen sind stärker im Geschmack und teils leicht adstringierend.
sen cha煎茶jap., Sencha; neben der Bezeichnung für einen Grünen Tee ist Sencha auch eine Art Teezeremonie, die allerdings in einer "entspannteren" als die traditionsreiche Cha no yu-Zeremonie stattfindet (cf. ibid. und cha do; siehe auch Artikel über die japanische Teezeremonie auf der Homepage des Chá Dào - China Tea & Art (www.chadao.de - Ordner "Teekultur", Unterordener "Teezeremonien"); wie bei der chinesischen Teezeremonie Gong Fu Cha wird auch hier Blatt-Tee verwendet; diese Methode wurde ebenfalls aus China übernommen und zwar zum Ende der Ming- (1368-1644) und zu Beginn der Qing-Dynastie (1644-1911), zu einer Zeit als die japanischen Akademiker und Schriftsteller unter großem chinesischem Einfluss standen und sich der (Spät-)Neo-Kunfuzianismus verbreitet; es wird manchmal auch gemutmaßt, dass dieses eine Art stille Auflehnung der akademischen Klasse gegen die Obrigkeit war, die bis heute aufwendig die traditionsreiche und sehr strikte und ritualisierte Cha no yu-Methode praktizieren; die formlose Sencha-Teezeremonie (auch einfach als Sencha bezeichnet) fand im Japan des 18. und 19. Jahrhunderts weite Verbreitung und gilt heute als geselliges Beisammensein unter Freunden bei einer Tasse Tee; dass für die Sencha-Teezeremonie auch spezielle Tee-Accessoires entwickelt wurden, sei nur am Rande erwähnt, etwa den Yixing-Teekannen nachempfundene Porzellankannen, später auch die einstieligen Tonteekannen, die als Kyusu-Kannen bezeichnet werden
Sen no Rikyu千利休auch Sen no Soeki, größter und berühmtester japanischer Teemeister, der im 16. Jahrhundert die japanische Teezeremonie cha no yu (oder cha do) maßgeblich beeinflusste und endgültig in seinem Hyaku-jo-seiki die Regeln der japanische Teezeremonie festgelegt hat1522-1591
Senchacf. sen cha
Setzlingauch Sprößling, junger Baum, Schößling; engl. sapling, seedling
sha jing杀青ff. sha qing oder sha qing; Fixieren; einer der Prozessschritte in der Teeherstellung bei dem der Oxidationsprozess durch Wärmezufuhr
gestoppt wird
sha no yuauch sha do oder cha do, kochendes Teewassser, cf. cha do
shā qīng杀青Fixierung; eng. fixation; cf. ibid
shāi fēn筛分Sortieren, engl. screening; untersuchen, prüfen, testen, etwa um Verunreinigungen auszusortieren oder um die Qualitätsstufe zu bestimmen
shai gān晒干Wärmezuführung durch Sonne; engl. sunning; Prozessschritt bei der Herstellung von Tee, bei der über einen kurzen oder einen längeren Zeitraum große oder geringe Hitze zugeführt wird
shài qīng晒青Methode der Fixierung (杀青; shā qīng; cf. ibid): Prozessschritt bei der Herstellung des Tees, bei dem die Oxidation (Fermentation) durch Sonneneinstrahlung unterbrochen oder gestoppt wird (engl. sunning oder sun fixation)
shai xuansortieren; selektierender Prozessschritt in der Teeherstellung
Shakyamuni(Buddha) Shakyamuni, auch (Buddha) Gautama oder Siddharta Gautama lehrte als Buddha (Erwachter) und gilt als Begründer des Buddhismus
shan cheng xiang ming山城香茗 Blütentee (hua cha)
Shang cháoeines der "Frühen Reiche" Chinas; manchmal findet sich auch der Name Yin 1600 v.Chr. bis 1045
shàng ráo bái méi上饶白眉Grüner Tee – lu cha; weiße Augenbraue von Shangrao
Shao Da HengYixing-Meister der Qing-Dynastie (1644-1911)1837-1874
she xian mo li hua chaJasmintee aus Shexian
Shén nóng běn cǎo jīng神农本草经Des Göttlichen Bauern Buch von Wurzeln und Krätern; ein Shen Nong zugeschriebenes chinesisches Buch über Heilpflanzen und Ackerbau, somit das vermutlich älteste seiner Art; möglicherweise ist es jedoch erst um 300 v.Chr. in drei Teilen verfasst worden, das im Original jedoch nicht mehr existiertca. 2800 v.Chr. - ca. 300 v.Chr.
Shén Nóng Shi神农氏Shennong, Entdecker des Tees, Kräuterpapst und Begründer der Kräuterheilkunde; er hat ein erstes Buch über Heilkräuter verfasst hat; manchmal auch als „Urkaiser“ Chinas bezeichnetca. 2800 v.Chr.
Shenan审安老人der alte Mann von Shenan; 茶具图赞, Darstellung von Tee Werkzeugen
shēng chá生茶shēng chá ist ein unbearbeiter, grüner oder roher (engl. raw) Pu'erh, der sich deutlich von dem gereiften (ripened) Pu'erh (熟茶; shoú chá, cf. ibid.) durch das Herstellungsverfahren unterscheidet; der shēng chá ist die ursprünglich Form des Pu'erh, der in der Regel weitaus bessere Qualitäten aufweist, der jedoch Jahre braucht um trinkreif mit einer hohen Qualität zu sein; Anmerkung: manchmals wir der shēng chá auch fälschlicherweise als "ungekochter" Pu'erh bezeichnet
shí bā pán yín fēng十八盘银峰Grüner Tee – lu cha
Shí Dà Bīn时大彬 einer der berühmtesten frühen Yixing Töpfermeister; Shi Dabin (1573-1662) war Ende der Ming und Anfang der Qing-Dynastie tätig; er gilt neben Gong Chun und Cha Man Sheng (ibid.) als größter Yixing-Töpfermeister
shi kou yin yaGrüner Tee – lu cha; Silberzahn aus Löwenmaul
shi luein Felsen- oder Steintee (Oolong) aus dem Wuyishan in der südostchinesischen Küstenprovinz Fujian
shì nèi wěi diāo 室内萎凋im Hause welken; engl. indoor withering; cf. welken oder auch wěi diāo
Shi Pengeiner der großen Yixing-Meister der Ming-Dynastie1368-1644
Shi rui xiangMilchiger Felsentee; ein Felsen- oder Steintee (Oolong) aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
shi ting luGrüner Tee – lu cha; Steinpavillon-Grün
Shin Cha新茶erste Ernte des Sen Cha (ibid.)
shoú chá熟茶auch shú chá; gereifter (engl. ripened) Pu'erh, wörtlich gekochter Tee; im Gegensatz zum grünem oder rohem Pu'erh (shēng chá; cf. ibid.) wird der shoú chá durch bestimmte Herstellungsschritte schneller trinkreif gemacht; dieses Herstellungsverfahren der Postoxidation bzw. der mikrobiologischen Oxidation wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt; dazu werden besondere Bakterien und Pilzkulturen verwendet, die dem Pu'erh in nur wenigen Monaten seine typische dunkle Färbung und seinen erdigen Geschmack verleihen
Shou Meichin., Augenbrauen eines alten Mannes; ein Weißer Tee aus der Provinz Fujian
shòu shān xiāng míng寿山香茗Grüner Tee – lu cha
shuBuch; in China gab es sog. Shu-Teehäuser (shu cah guan), deren Besonderheit es war, dass dort vorgelesen wurde
shu baoTeilprozess beim Rollen und Formen; cf. rou nian
shú chá熟茶cf. shoú chá
shū chéng lán huā舒城兰花Grüner Tee – lu cha; Orchidee von Shuanglong
shuang hu pao faMethode der zwei Kannen, weist auf die Nutzung der Aufguss- und Ausschankkanne in der chinesischen Teezeremonie gong fu cha (ibid.) hin
shuang cha yin zhenGrüner Tee – lu cha; Silbernadel von Shuangcha
Shufu-Porzellanein spezielles Porzellan aus Jingdezhen (13. Und 14. Jahrhun-dert), das eine kräftige, nahezu weiße Glasur mit einem matt blau-grünen Schimmer hatte; es wurde wie das Qingbai-Porzellan später größtenteils durch das Blau-Weiß (qing hua) ersetzt
shuichin., Wasser, neben Holz (mù -木), Erde (土 - tu), Feuer (火- huo) und Eisen (金 - jin) eines der fünf Elemente, die in unserer Umgebung (Haus usw.) alle vertreten sein sollten; das Wasser spielt für die Zubereitung des Tees eine herausragende Bedeutung: der berühmte Qing-Teemeister Zhang Dafu (cf. ibid.) sagte, dass eine gute Schale Tee zu 20 Prozent vom Tee und zu 80 Prozent vom Wasser abhinge; sicherlich ist das übertrieben, doch zeigt es tendenziell die Bedeutung guten und des richtigen Teewassers; was das richtige Wasser ist, ist schwer zu sagen, zumal das Thema sehr kontrovers diskutiert wird; wir empfehlen auf jeden Fall, das Teewasser zu entkalken; ob das durch Umkehr-osmose aufbereitete Wasser das richtige ist wollen wir nich abschließend beurteilen, doch möchten wir hier die Meinung der meisten Teeexperten vortragen, die betonen, dass aufgrund der im Wasser enthaltenen Mineralien die Wirkstoffe und Ge-schmacksstoffe des Tees (Gerbstoffe oder Polyphenole bzw. Flavoide) besonders gebunden und/oder verstärkt werden, und dass andernfalls der Tee "charakterlos" und fade werden könnte, also ein Plädoyer gegen die Umkehrosmose; ganz wichtig – und da gibt es keine zwei Meinungen – ist, dass das Wasser die rich-tige Temperatur haben muss: ca. 75 Grad bei un- oder leicht oxidierten Tees wie Grüne, Gelbe und Weiße Tees oder 100 Grad bei stärker oxidierten Tees wie Blaue (Oolong), Rote und Schwarze (Pu'erh) Tees; im Übrigen gibt es noch jene Vertreter, die die Zubereitung des Teewassers im Eisenkessel (Ionisierung) empfehlen; historisch beann die Diskussion um das richtige Teewasser bereits bei Lu Yu (733-804, cf. ibid.), der in seinem Klassischen Buch vom Tee, dem Cha Ching, dem Gebirgswasser die besten Eigenschaften zuschrieb, danach kam bei ihm das Flusswasser (aus der Mitte des Flusses) und erst an dritter Stelle das Brunnenwasser
shuǐ chéng chūn fèng yǔ水城春凤羽Grüner Tee – lu cha; Federn des Phönix der Shuicheng Frühlingszeit aus Shuicheng in der Provinz Guizhou
Shuǐ hǔ zhuàn水浒传auch Schui hu tschuan; wörtlich die Wasserufergeschichte, in der deutschen Übersetzung Die Räuber vom Liang Schan Moor; eine chinesische Volkserzählung aus dem 13. Jahrhundert, das von Shi Nai’an im 14. Jahrhundert zum ersten schriftlich niedgelegt sein soll. Der Roman spielt zu Beginn des 12. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte von berühmten Geächteten, in deren Mittelpunkt der Gelehrte Sòng Jiāng (宋江) steht, eine Art Robin Hood der während der Song-Dynastie (960-1279) Unterdrückte beschützte, den Reichen nahm und den Armen gab. Di Räuber vom Liang Schan Moor zählt neben Der Traum der roten Kammer, Die Geschichte der drei Reiche und Die Reise nach Westen zu den vier klassischen Romanen der chinesischen Prosa. Eine erste Übersetzung besorgte 1934 der Sinologe Franz Kuhn.
shuǐ jīn guī水金龟Goldene Schildkröte (golden turtle) berühmter Blauer Tee (Oolong), ein Felsentee aus Wuyishan, einer der vier Großen Büsche sì dà míng cōng (四大名樅), die als die ältesten und bis heute besten Oolongs gelten; dazu gehören noch der da hong pao (Große Rote Robe), bai ji guan (Weiße Krone) und tie luo han (Eiserner Mönch)
shui yuWasserbehälter (Schale) (engl. water calyx); Schale für gebrauchtes Teewasser
shui xian水仙Narzisse oder Wasserelfe; ein Felsentee aus dem Wuyi Shan (wu yi yan cha)
Shui Xian水仙Narzisse oder Wasserelfe; ein Felsentee aus dem Wuyishan (wu yi yan cha)
Shûkojapanischer Buddhistenmönch und späterer Abt, der zusammen mit seinem Herrn, dem legendären Shogun Ashikaga Yoshimasa (Silberpavillon in Kyoto), erstmals Abläufe der japanischen Teezeremonie festlegte1422-1502
sì dà míng cōng四大名樅die vier Großen Büsche; gemeint sind die ursprünglichen vier Büsche des wu yi yan cha (Felsen- oder Steintees) im Wuyishan-Gebirge, die als die ältesten und bis heute besten Oolongs gelten; dazu gehören da hong pao (Große Rote Robe), bai ji guan (Weiße Krone), tie luo han (Eiserner Mönch) und shui jin gui (Goldenen Schildkröte)
sì pào you yí cháng qingAufguss der langen Freundschaft; alle weiteren Aufgüsse bei der chinesischen Teezeremonie nach dem Aufguss des guten Geschmacks (das ist der vierte und jede weitere Aufguss – dies können je nach Qualität des Tees und Können und Geschicklichkeit des Teemeisters bis zu 15 sein)
Sìchuan四川drittgrößte Provinz, die im mittleren Südwesten Chinas gelegen ist; die Hauptstadt ist Chengdu; die Provinz spielt in der Geschichte des chinesischen Teest eine besonderer Rolle, beispielsweise soll hier im Jahre 599 v.Chr. eine erster Teegarten von Wu Li Zhen angelegt worden sein
Silbernadelcf. ju shan yin zhen, Gelber Tee aus Yueyang in der Provinz Hunan, oder bai hao yin zhen, Weiße Silbernadel aus Fuding
Sima Xiangru司馬相如Sīmǎ Xiāngrú; Dichter und leidenschaftlicher Teetrinker während der Han-Dynastie179-117 v.Chr.
Smoke Teacf. Rauchtee und lap san sou chang v
smokyengl., rauchig, Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
softyengl., mild; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie und häufig für „unteroxidierte“ Tees benutzt
Song Cháochinesische Dynastie der Dynastie (Nördlich und Südliche Sing)960-1279
sōng fēng chá松峰茶Grüner Tee – lu cha; Kiefernnadeltee der Bergspitzen aus der Provinz Hubei
song yang yin houGrüner Tee – lu cha; Silberaffe Songyang
song zhenGrüner Tee – lu cha; Pinien- oder Kiefernnadeln
sòng zhǒng huáng zhī xiāng dān cóng chá宋种黄枝香单丛茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; duftender Dancong Tee der Marke „Song Dynastie““
sòng zhǒng guì huā xiāng dān cóng chá宋种桂花香单丛茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; nach Lorbeer duftender Dancong-Tee der Marke „Song-Dynastie““
sòng zhǒng tòu tiān xiāng dān cóng chá宋种透天香单丛茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; duftender Dancong-Tee der Marke „Song-Dynastie“
sòng zhǒng zhī lán xiāng dān cóng宋种芝兰香单丛Blauer Tee (Oolong) – wu long; nach Orchideen duftender Dancong-Tee der Marke „Song-Dynastie“
Song Zian宋子安Im Jahre 1064 Verfasser des Dong Qi Shi Cha Lu, eines Berichtes über das Probieren bzw. Testen eines Tees (东溪试茶录)
Sonnentrocknung晒干 (晒青)shài qīng; Methode der Fixierung (杀青; shā qīng; cf. ibid): Prozessschritt bei der Herstellung des Tees, bei dem die Oxidation (Fermentation) durch Sonneneinstrahlung unterbrochen oder gestoppt wird (engl. sunning oder sun fixation)
Sorteneinerseits die angebauten bzw. genutzten Teesträucher entsprechend ihrer botanischen Bestimmung als camellia sinensis var. sinensis und var. assamica sowie ihrer unzähligen Hybriden, andererseits entsprechend der Art ihrer Herstellung als Grüner Tee (lù chá), Weißer Tee (bái chá), Gelber Tee (huáng chá), Blauer Tee (wū lóng chá), Roter Tee (hóng chá) und Dunkler bzw. Postfermentierter Tee (pu’erh chá)
Sortieren筛分shāi fēn; Prozessschritt bei der Teeherstellung in der Regel um verschiedene Qualitäten zu sortieren oder „Abfälle“ auszusortieren; engl. screening
Sou Chong小种gröbste Blattsortierung bei Riten (Schwarzen) Tees
spicyengl., würzig, pikant; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Sri Lankaheutiger Name Ceylons, wo erst seit Ende des 19. Jahrhunderts Tee angebaut wird; Tee ist der Hauptwirtschaftszweig der Insel; die Tees, die in relativ kleinen Plantagen zwischen 1000 m und 2000 m angebaut werden, gelten als kräftig herb
staleengl., sauer, schal, abgestanden; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Stalksdie kleinen Stöckchen und feinen Äste, die zwar (absichtlich) mitgeerntet wurden, dann aber bei der Verarbeitung des Tees aussortiert werden; der japanische Ku Ki Cha besteht aus solchen stalks
Steinteeyan cha, auch Felsentee genannt, Oolong aus dem Wuyi-Gebirge (Wu Yi Shan)
Steinzeugluftundurchlässiger keramischer Werkstoff (dem Porzellan ähnlich), der auch für die Herstellung von Teeutensilien benutzt wird
Steuercf. Teesteuer
SFTGFOPSpecial Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe; cf. FTGFOP
suān gān guǒ chá酸柑果茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha
Sū Dōng Pō苏东坡 Dichter, Kalligraph, Maler und Politiker der Song-Dynastie (960-1279) (eigentlich 苏轼 Sū Shì, 1037-1101); Su Dong Po schrieb ein Gedicht über den Tee, in dem er ihn mit einer Frau verglich. Der Dichter, der in seiner Spätzeit in Yixing im Exil lebte, habe angeblich eine Purpursandkanne (Yixing- oder Zishateekanne) mit einem schlaufenförmigen Henkel bevorzugt; in seinem Andenken werden solche Teekannen bis heute Dongpo-Kannen genannt.1037-1101
Su Shicf. Su Dong Po (1037-1101) ein großer Dichter der Song-Zeit (960-1279)1037-1101
sui chang yin houGrüner Tee – lu cha; Silberaffe von Suichang
Sui cháochinesische Sui-Dynastie581-618
Sun haoKönig von Wu
Sung hui-tsungSong Huizong, Kaiser während der Nördlichen Song1101-1125
SuzongKaiser während der Tang-Dynastie (618 bis 906), der begann, Tee gegen Pferde zu tauschen (mit dem Volk der Uyguren im heutigen Nordwesten Chinas)756-762
sweetengl., süß, süßlich; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
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tài bái dǐng yá太白顶芽Grüner Tee – lu cha; zwei weiße Knospen oder Frühlingssprosse vom Dong Bai, aus Dongbai in der Provinz Zhejiang, siehe auch dōng bái chūn yá
tai chi (quan)太极chinesisches Schattenboxen, eine ursprünglich innere Kampfkunst
tài hú cuì zhú太白顶芽Grüner Tee – lu cha; grüner Bambus vom Taihu-See in der Provinz Jiangsu
tài hú xiǎo tiān é chá太湖小天鹅茶Grüner Tee – lu cha; Babyschwan vom Taihu-See in der Provinz Jiangsu
tai hua cha太华茶Grüner Tee – lu cha; Tee vom Taihua-See in der Provinz Jiangsu
tai ji quanKampfkunst
tai mu cui yaGrüner Tee – lu cha; grüne Bambussprosse oder Schneesprosse von Taimu
tai ping hou kui太平猴魁Grüner Tee – lu cha; Affenkopf von Taiping in der Provinz Anhui
tai ping qi feng太平奇峰Grüner Tee – lu cha; seltsame Berggipfel von Taiping in der Provinz Anhui
tài shùn huáng tāng泰顺黄汤Gelber Tee - huang cha; gelbe Suppe von Taishun aus der Provinz Zhejiang
taintengl., Makel, Verschmutzung; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Taiwan台湾Tái Wān; Insel im Südchinesischen Meer (portugiesisch „Schöne Insel“) die vom chinesischen Festland durch die Straße von Formosa getrennt ist; auch Bezeichnung für die 1912 gegründete und seit 1945 (1949) auf der Insel Taiwan beheimatete Republik China (中華民國 Zhōng Huá Mín Guó), Hauptstadt ist Taipeh; der Volksrepublik zufolge ist Taiwan eine Provinz der Volksrepublik (台湾省 Táiwān Shěng); Taiwan ist ebenfalls ein Produzent hochwertiger chinesischer Tees; viele Teefachleute aus Fujian siedelten während politisch unruhiger und instabiler Zeiten nach Taiwan über
tai wan wu longBlauer Tee (Oolong) aus Taiwan
takonomajap.; ca. 50 cm tiefe und ein bis zwei Meter breite (Schmuck-) Nische, wichtiges Element in der traditionellen japanischen Architektur, die in der Regel mit Strohmatten ausgelegt sind
tan yang gong fu chaRoter Tee (hong cha) aus Ningde in der südostchinesischen Küsten-provinz Fujian; ein sehr guter Roter Tee mit süßlichem Aroma (gute Qualitäten sind sehr hochpreisig)
tǎn yáng gōng fū hóng chá坦洋工夫红茶Roter Tee – hong cha; Gogfu roter Tee des stillen Ozeans
Táng cháo唐朝chinesische Tang-Dynastie, die der Kaiserdynastie der Sui auf den Drachenthron folgte618-906
TanninTannin ist ein pflanzlicher Gerbstoff (cf. ibid.). Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
táo qì陶器Keramik, chin. táo qì 陶器 , engl. ceramics, ist die Bezeichnung für eine Reihe anorganischer, nichtmetallischer Stoffe, die einerseits in Grob- und Feinkeramik andererseits in Irdenware, Steingut, Steinzeug, Porzellan und Sondermassen unterteilt werden; das Wort stammt vom altgr. keramos (κέραμος) als Bezeichnung für Tonmineralien, aus denen durch Brennen formbeständige Gegenstände hergestellt wur-den; es gibt eine Unterscheidung zwischen Gefäßkeramik, Baukera-mik, Ofenkeramik und Sanitärkeramik; die Herstellung von Keramik ist eine der ältesten , die in der Jungsteinzeit vor mehr als 30.000 Jahren begann, die ältesten Keramikgefäße aus China aus der Provinz Jiangxi sind möglicherweise 20000 Jahre alt
Tao Tao Ju Teahouse1. bekanntes Teehaus in Hangzhou in der Provinz Zhejiang
2. bekanntes Teehaus in Guangzhou in der Provinz Guangdong
Tao Te King dáo dè jing, Grundlagenwerk des Taoismus, das von Laotse im 6. Vorchristlichen Jahrhundert verfasst wurde6. Jh. v.Chr.
táo yuán máo fēng桃源毛峰Grüner Tee – lu cha; Taoyuan Maofeng
Taoismus(Daoismus), eine der drei chinesischen Philosophien neben Konfuzianismus und Buddhismus; entstand im 6. Jahrhundert v.Chr. auf der Grundlage des Tao Te King des Laotse
tarryengl., teerig, Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Tasse (1)1. Bezeichnung für das Teeutensil aus Keramik, Glas, Eisen oder anderem Material
Tasse (2)2. gängiger Begriff für die Bezeichnung der Farbe und des Aromas des aufgegossenen Tees
TCMTraditionell Chinesische Medizin
tatamijap.; Matten im Teepavillon
te shu hua xing gong yi chahandgefertigter Blumentee
Te (té)Bezeichnung für den Tee in unterschiedlichen Sprachen (katalanisch, dänisch, hebräisch, italienisch, lettisch, norwegisch, malayisch, spanisch, schwedisch)
teaenglisch, ungarische; Tee
tea classic(s)cf. Record of Tea und Klassische Bücher des Tees
tea estateengl., alte Bezeichnung für Teeplantage
tea shopTeegeschäft, in dem man häufig auch Tee zum Probieren erhält
Tee (1)bis zur Rechtschreibreform 1906 noch „Thee“ geschrieben (daher auch Thein); der Begriff wurde im 17. Jahrhundert aus dem niederländischen (tè) übernommen, die wiederum den Begriff von der südchinesischen Variante te ableiteten, da der Tee von Südchina aus über den Seeweg nach Europa gelangte (im Gegenstz zu Osteuropa, wo der Tee über Land ankam und aus dem hochchinesischen (Mandarin) chá abgeleitet wird);
Tee ist ein Getränk, das aus den Blättern der Teepflanze camellia sinensis hergestellt wird; Tee, dem zur Aromatisierung Zusatzstoffe beigefügt werden, wird aromatisierter Tee genannt; daneben gibt es Teeextrakte und teeähnliche Erzeugnisse, die nicht von der Teepflanze stammen aber wie Tee durch Aufgüsse (Infusionen) zubereitet werden
tee (2)afrikaans, finnisch, koreanisch, Tee
Teeauktioncf. Teehandel
tea tasterengl; international übliche Fachbezeichnung eines Teeexperten (Teetester)
tea masterengl., Teemeister (in China kann an Schulungen teilgenommen und Prüfungen abgelegt werden)
TeeaccessoiresAccessoires, Teegerätschaften; die für die chinesische Teezeremonie benötigten Accessoires oder Gerätschaften werden auf der Internetseite www.chadao.de detailliert beschrieben; die Beschreibung der einzelnen Gerätschaften finden Sie unter dem jeweiligen Namen, die in deutsch und pinyin aufgeführt sind
Teebesteckcf. cha dao liu jun zi oder cha dao ju zu oder einfach cha ju zu
Teeblätter (engl. tea leaves, lat. folia theae, auch folia lauri) die bearbeiteten und getrockneten Blätter des Teestrauches (Teebaumes)
Teebootandere Bezeichnung für einen kleinen Teetisch, cf. cha chuan
Teebrettein spezielles Brett mit einem Rand und einer Öffnung an einer Seite, um von einem Teekuchen oder einem Teeziegel eines Schwarzen Tees (he cha, z.B. pu'erh oder henan he cha) Tee mit einer Teenadel auszulösen
Teebüchercf. cha pu
cf. Klassische Bücher des Tees
cf. Alles auf einen Blick“: Literatur zum Thema Tee
Teebusch茶树茶树
Teeeieiformartiger Behälter zum Aufbrühen von Tee, der für hochwertige Tees nicht geeignet ist, da die Teblätter sich nicht richtig entfalten können
Teeernte采青采青
Teefabrik茶厂chá chăng (engl. Tea Factory); im Gegensatz zu den kleineren Teebauer, die den Tee selber anbauen, ernten, produzieren und teilweise auch selber vermarkten, handelt es sich bei den teefabriken um große Unternehmen, die große Mengen Tee herstellen und heute zumeist privatisiert und in einem größeren Unternehmensverbund aufgegangen sind

die großen Teefabriken in Yunnan wurden früher nummeriert; deren Nummern erschienen häufig auf der Teeverpackung oder im Teenamen in einer vierstelligen Zahl 1234 (12 kennzeichnete das Jahr, in dem erstmals ein bestimmte Produktionsmethode verwandt wurde, 3 den Qualitätsgrad und 4 war der Hinweis auf die Teefabrik); die Nummern der Fabriken waren: 1. Kun Ming Teefabrik und China Native Products Import Export 2. Meng Hai Teefabrik 3. Xia Guan Teefabrik 4. Lang Cang and Feng Qing Teefabrik 5. Pu'er Teefabrik 6. Teefabrik der Sechs Heiligen Teeberge 7. unbekannt oder nicht belegt 8. Hai Wan und Long Sheng Teefabrik 8. Lang He Teefabrik; bis auf Kun Ming und Long Sheng sind unseres Wissens nach noch alle anderen Teefabriken aktiv; insgesamt sind uns heute (2013) nahezu 50 Teefabriken in Yunnan bekannt
Teegarten梯田茶园synonym benutzte Bezeichnung für eine Teeplantage
Teegebäckzumeist süße Leckereien, die während einer Teezeremonie dargebo-ten werden; dazu gehören süße und salzige Knabbereien (Kekse, Riegel, Reisgebäck, und viele andere Leckereien), kandierte Früchte und Fruchtgummi, aber auch getrocknetes bzw. gedörrtes Fleisch oder getrockneter Fisch; in allen Teeregionen gibt es regionale Son-derheiten, die typische Beilagen zur Teezeremonie sind; Teegebäck ist beim Konsum größerer Mengen Tees durchaus üblich und gut wenn nicht gar empfehlenswert für den Magen
TeegeschirrSynonym für Teeservice und Teeaccessoires
Teegespräche茶话cf. chen jiru
Teegetränk茶饮料ein Getränk, dessen Hauptbestandteil Tee ist, dem eine oder mehrere andere Substanzen hinzugefügt werden
Teegottcf. Lu Yu
Teehandelder Handel mit Tee, ein betriebs- und volkswirtschaftlicher Begriff der sowohl den Einzelhandel, den Großhandel als auch die Aktivitäten der Teeindustrie umfasst
Teehaus茶馆1.    chá guǎn; Begriff einer - vielleicht der wichtigsten - chinesischen gastronomischen Einrichtung mit jahrhundertelanger Tradition und mit kultureller und soziologischer Tragweite. Der Schriftsteller Lao She , Autor des Dramas "Das Teehaus" (siehe unten), bezeichnete ein "großes Teehaus" als einen "Makrokosmos der (chinesischen, der Verfasser) Gesellschaft"; cf. Lao She, Das Teehaus, Mit Aufführungsfotos und Anmerkungen, herausgegeben von Uwe Kräuter und Huo Yong, Frankfurt (Edition Suhrkamp), 1980, p. 109.
2.    chá guǎn; Begriff aus der Archtiktur bzw. Landschaftsarchitektur, der besonders im 18. und 19. Jahrhundert einen meistens allein stehenden in einem Chinesischen oder Japanischen Garten beschreibt. Die Vorbilder der Teehäuser stammen zwar aus China und Japan, finden sich jedoch seit dem 18. Jahrhundert auch zunehmend in europäischen Garten- bzw. Landschaftarchitekturen.
3.    Bühnenstück in drei Akten des Autors Lǎo Shè 老舍(1899-1966, eigentlich Shu Qingchun 舒庆春), das im alten Pekinger Teehaus Yu Tai von 1898 bis zum Ende der Revolution 1949 spielte und als Spiegel der politischen, kulturellen und sozialen Veränderungen des imperialen und republikanischen China gilt. Es umreisst prägnant die Zeitspanne vom Kaiserreich über die Republik und den Bürgerkrieg bis zum Jahr 1949, dem Geburtsjahr der Volksrepublik China.
Teeherstellungdie Herstellung des Tees verläuft in verschiedenen Prozessschritten von der Ernte der Teeblätter bis zu ihrer Verpackung; jede Teesorte und jede Teeregion hat ihren eigenen Herstellungsprozesse, die teilweise sehr komplex und langwierig sein können; siehe dazu die einzelnen Prozessschritte:
- cai qing (jing): Teeernte, Ernten, Pflücken, Ziehen Zupfen (tea harvesting)
- wei diao: Welken (withering)
- yao qing (jing): Stoßen, Quetschen, Drücken (bruising)
- yang hua: Oxidation (fa Jiao: Fermentation) (oxidization & fermentation)
- hong gan: Backen (baking)
- bei huo: Rösten (roasting)
- zhen qing: Dämpfen (steaming)
- sha qing (jing): Fixieren (Unterbrechen der Oxidation oder Fermentation) (fixation)
- rou nian & zheng xing: Rollen & Formen (rolling & shaping)
- jian qie: Schneiden (cutting)
- gan zao: Trocknen (drying)
- jing zhi: Verfeinerung (refining)
- pin pei: Mischen (blending)
- shai fen: Säubern, Sortieren, Untersuchen, Prüfen der Teeblätter (screening)
- chen fang: Altern (aging)
- bao zhuang: Verpacken (packing)
Teein(auch Tein oder Thein geschrieben); chemisch die gleiche Substanz wie Koffein, weshalb viele die Begriffe auch nicht unterscheiden; allerdings wirken sie unterschiedlich: während das Koffein aus Kaffee schneller freigesetzt wird und das Herz-Kreislaufsystem anregt, wirkt das Tee-Koffein auf das zentrale Nervensystem; das Tee-Koffein wirkt milder und langsamer, dafür hält es aber länger an; Thein soll angenehmer wirken und auch gesünder sein als Kaffee-Koffein; obwohl Kaffeebohnen weniger Koffein enthalten als trockener Tee, enthält eine Tasse Kaffee (ca. 120 mg Koffein) ungleich mehr Koffein als der Teeaufguss (ca. 60 mg Koffein), da mehr Kaffee für die gleiche Flüssigkeitsmenge benötigt wird
Teeindustrie(engl. tea industry) manchmal auch Teewirtschaft bezeichnet; allgemeiner Begriff, der alle Unternehmen zur Herstellung, Verarbeitung sowie zur Vermarktung von Tee und Teeutensilien umfasst, einschließlich jener Unternehmen, die auf die Herstellung von Maschinen und Gerätschaften zur Verarbeitung und Zubereitung von Tee spezialisiert sind
Teeinhaltsstoffesiehe Inhaltsstoffe
TeeismusBegriff von Okakura (cf. ibid.) (engl. teaism), der den japanischen „Teeweg“ cha do (cf. ibid.) beschreibt und den Tee in den Mittelpunkt stellt
Teekanne(engl. tea pot), cf. cha hu; Schank- oder Servierkannen cf. cha hai; die Teekanne ist ein wichtiges Teeutensil, das auch gerne gesammelt wird; die ersten dezidierten Teekannen wurden vermutlich um 1300 entwickelt; die schönsten Exemplare sind aus Porzellan (aus Jingdezhen, cf. ibid.) oder aus Ton (cf. Yixing), aber auch in der Neuzeit wurde Designikonen entwickelt, nach denen sich die Sammler sehnen, z.B. die berühmte aus dem Jahre 1924 stammende Bauhaus-Teekanne von Marianne Brandt (1893-1983)
Teekanneehemals Theekanne; Teehaus, das 1882 von R. Seelig & Hille als Teeladen für "Japan- und Chinawaren sowie Thee" gegründet wurde; das Unternehmen wurde 1892 an Rudolf Anders und Eugen Nisslé verkauft, in deren Familienbesitz es sich noch heute befindet; Teekanne ist eine der ältesten und heute noch bestehenden Warenzeichen
Teekannendeckelhalterkleines Teeutensil zur Ablage von Teekannendeckeln; diese sind meist aus Porzellan oder (Yixin)Ton und in Form eines Baumstammes geformt
Teekannenpinselyang hu bi; ein Bambuspinsel für die Pflege der Teekanne
Teeklassikercf. Klassische Bücher des Tees oder Classical Books of Tea (classics of tea oder tea classics)
Teekuchen饼茶bĭng chá; Schwarzer Tee (he cha) wird sehr häufig in Form sogenannter Teekuchen gepresst; Tekuchen gibt es in sehr unterschiedlichen Größe: Zwar ist der 357 g-Teekuchen der gängigste, doch es gibt sie auch als Minikuchen (5g) in mittleren Größen (50g, 100g, 200g oder 250g) oder als große Teekuchen (300g, 357g, 380g, 400g oder gar 500g)
Teekultur(engl. tea culture, chin. chá yi), Sammelbegriff für die unterschiedlichen Bräuche, Sitten und Prozeduren für die Kultivierung, Verarbeitung und Zubereitung des Tees sowie die Kunst im Zusammenhang mit dem Tee; cf. auch cha dao, cha do, gong fu cha, cha no yu, Teekunst
Teekunstanderer Begriff für den „Teeweg“ chá dào (jap. cha do), eine Lebenskunst, bei der der Tee im Mittelpunkt steht
Teelöffelcf. cha chi oder cha shao
Teemeister(engl. tea master oder tea maker); Teeexperte oder Teelehrer, der die jeweilige Teezeremonie und die damit verbundene(n) Philosophie(n) vermittelt
Teemelone金瓜jǐn guā; Melone (engl. melon); eine dem tuo cha ähnliche aber meist größere Form des gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha), die einer Melone ähnelt; diese Form wurde ursprünglich ausschließlich als Tributtee (贡茶), vornehmlich in der Qing-Dynastie von den besten Teeblätter des Yi Wu Shan eproduziert; die größeren Arten dieser Form werden bisweilen auch als Menschenkopftee (人頭茶) bezeichnet
Teemischen; Teemischung拼配pīn pèi; Mischung, Verschnitt; engl. blending
Teenadeleine speziell, stabile Nadel um Tee aus einem gepressten tee (pu'erh, henan he cha etc.) auszulösen; die nadel ist entweder aus Edelstahl mit einem Holzgriff, aus Bambus oder einem anderen Holz; meistens ist sie auch bestandteil eines Teewerkzeugsets
TeeölSpeiseöl (zum Backen, Kochen und für Salate geeignet), dass aus den Früchten des Teebaumes hergestellt wird; wie bei Tee selber oder auch bei Wein und Essig gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede
Teepflanzecf. Camellia sinensis
Teepilz紧茶jǐn chá; (engl. mushroom); wörtlich dichter Tee (close/tight tea); eine dem tuo cha ähnliche Form des gepressten Alten oder Schwarzen Tees (he cha); die einem Pilz ähnelt; gängige Größen sind 250g oder 300g); diese Form wurde ursprünglich ausschließlich für den handel mit Tibet erzeugt
Teepinselcf. cha shua
Teeplantage梯田茶园cf. Teegarten
Teepräsentiertellercha he, Porzellan- oder Keramikbehälter zur Präsentation von Tee
Teepressen紧压Teilprozess bei der Herstellung von Tee (etwa bei der Produktion von Schwarzem (postfermentierten) Tee wie Pu’erh oder Hunan He cha
Teeproduktioncf. Teeherstellung
Teeraummanchmal synonym für ein Teehaus; im alten China und in Japan ein dezidierter Raum, der für die Durchführung von Teezeremonien reserviert war; in der japanischen Teezeremonie (cha no yu) spielt der nach strikten Regeln organisierte Teeraum eine besondere Rolle
Teeschalecf. cha bei; engl. tea cup
Teeschalen und Teeac-cessoires aus TeeblätternTeeschalen und andere Teeaccessoires wie z.B. Teedosen, Schalen etc., die aus Teeblättern hergestellt werden und die gänzlich dekom-postierbar sind
Teeschulebesondere Einrichtungen in China und Japan zur Vermittlung von Kenntnissen über die Geschichte der Teekultur und das Wissen um die jeweilige nationale Teezeremonie; in China wird in manchen Gegenden heute wieder das Wissen um die chinesiche Teekulktur und Teezeremonie von speziell ausgebildeten Teelehrern den Schülern vermittelt
Teesiebcf. lòu dǒu; engl. tea strainer
Teesnacks
Teesnacks oder Leckereien zum Tee sind kleine Mahlzeiten, süsse oder salzige Knabbereien wie verschiedene Nüsse, Reisgebäck u.ä., in China gerne auch getrocknetes Fleisch oder getrockneter Fisch; ein Teesnack sei dringend emphohlen während einer längeren Teezeremonie oder Teeverkostung, um dem Magen eine Grundlage zu geben
Teesteuerin China bereits in der Dynastie der Tang eingeführte Steuer, die anfangs ein Hundertstel der Ernte betrug, übrigens folgte 793 noch die Einführung des staatlichen Teemonopols; im Jahre 973 oder 974 zur Zeit der Nördlichen Song (960-1126) von Kaiser Tàizǔ (960-976 太祖, besonders auch gemäß seiner Devise als Jiàn Lóng bekannt) wurde die Teesteuer als eine Art von Luxussteuer erneut eingeführt bzw. erhöht; während der Ming-Dynastie (1368-1644) wurde sie reduziert und durch die Qing-Kaiser (1644-1911) schrittweise ganz abgesetzt wurde, da man geneigt war anzuerkennen, dass der Tee für alle Untertanen wichtig sei und deshalb steuerfrei sein müsste, außerdem sollte die Produzktion erhöht werden, da ausreichend Tee für den Handel bzw. für den Tausch mit Pferden benötigt wurden
Teestraße茶馬古道cf. cha ma gu dao (茶馬古道) Alte Tee-Pferde-Straß, ancient tea-horse road)
Teestudien茶考cf. Cha Kao
Teetasse

cf. cha bei, cha wan oder cha wen (engl. tea cup); Untertasse cf. cha bei dian
Teethermometerein Teethermometer (oder Tee-Thermometer) ist klassischerweiser ein Glasthermometer zum Messen der Wassertemperatur bei der Teezubereitung, das insbesondere bei der Zubereitung nicht oder leicht oxidierter Tees (Grüner, Weißer und Gelber Tee) verwendet wird; das Teethermometer hat in der Regel eine Messskale bis ca. 100 oder 110°; heute werden auch digitale Thermometer angeboten, die von manchen Teefreunden bevorzugt werden, da sie reaktionsschneller und genauer sind; bei den analogen Thermometern gibt es auch sehr schöne und hochwertige, design-orientierte Teethermometer, etwa das aus der deutschen Behinderten-Werkstatt FairWerk sowie das Design-Thermometer des Schweden Bengt Ek
Teetischauch Teeboot genannt, cf. cha pan, cha chuan und cha xi
Teetransportder Transport des Tees von China nach Europa führte ursprünglich auf dem Landwege über Russland oder auf dem Seeweg von Fuzhou oder Hangzhou; bis ins 19. Jahrhundert dauerte der Teetransport mindestens mehrere Monate oder gar über ein Jahr wenn etwa eine Landkarawane überwintern musste; berühmt ist auch der alte Tee-Pferde-Weg (cf. ibid.) von Yunnan oder Hunan auf die Hochebene von Tibet.
Teetrinkenin China wird zwischen unterschiedlichen Formen des Teetrinkens unterschieden: yǐn chá, he cha, chi cha und pin cha (cf. unter den jeweiligen Begriffen)
Teetuchcf. cha dian bu oder auch cha jin
Teeverbrauchder Verbrauch von Tee, der zumeist pro Kopf in Liter oder in Gewichtseinheiten gemessen wird
Teeverpackung包装bāo zhuāng; engl. packing; Verpackung oder Verpacken des Tees; abschließender Prozesschritt bei der Teeherstellung; oberflächlich betrachtet ein einfacher Schritt, bei genauerer Betrachtung jedoch sehr wichtig: die Verpackung hat Einfluss auf Geschmack, Haltbarkeit, Feuchtigkeitshaushalt und ganz besonders natürlich auch auf die Ästhethik, die bei der chinesichen Teekultur eine bedeutende Rolle einnimmt
Teewasser (chá shuǐ)茶水cf. Wasser oder chin. shui
Teewegcf. Teeismus, Teekunst, Teekultur, cha dao und cha do
Teewerkzeug(e)茶具cha dao ju, auch Teebesteck (engl. tea tools); die Teewerkzeuge sind Hilfsmittel für die Vorbereitung und Zubereitung von Tees; dazu gehören u.a. Teelöffel, Teezange, Teeschalenhalter, Teenadel, Teepinsel, Trichter, Vase (zum Aufbewahren der Teewerkzeuge); häufig werden die Teewerkzeuge in einem Set angeboten; bei der Auswahl sollte auf eine gute Stabilität der einzelenen Werkzeuge geachtet werden
TeewettbewerbTeewettkampf; mit den Teewettbewerben sollten die besten Tees gekürt werden; die ersten Ansätze dafür gab es in der „Schule des gesalzenen Pulvertees“ (cf. ibid.) während der Tang-Dynastie (618-907). Doch die eigentlichen Teewettbewerbe entwickelten sich erst während der Dynastie der Song (907-1279) aus der „Schule der geschäumten Jade (cf. ibid.): In eine vorgewärmte Teeschale wurde der Pulvertee gegeben und ein wenig heißes Wasser dazu geschüttet wurde; beides wurde anschließend zu einer Paste verrührt, um dann mit dem restlichen Wasser mit einem Bambusbesen den Tee zu schlagen bis sich an der Oberfläche eine möglichst große und feste Schaumkrone bildete, wobei derjenige den Teewettbewerb gewann, dessen Schaum sich möglichst lange hielt. Daraus entstanden die höfischen Teewettbewerbe, die viele teeverliebte Poeten in ihren Gedichten beschrieben, allen voran Fan Zhongyan in seinem „Lied auf die Teewettbewerbe“ (do cha ge); daraus entwickelte sich ebenso die japanische Teezeremonie cha do.
Teezangecha jia; Zange für das Servieren oder Erwärmen der Teeschalen, unerlässlich für die chinesische Teezeremonie
Teezeremonieeine ritualisierte Form der Zubereitung und des Genusses von Tee; viele Länder und Volksgruppen haben ihre eigenen Rituale und Teezeremonien; die bekanntesten sind die chinesische (gong fu cha, cf. ibid.) und die japanische Teezeremonie (cha nu yu, cf. ibid.), wobei die japanische Teezeremonie aus der alten chinesischen Form (die Schule der schäumenden Jade, cf. ibid.) hervorgegangen ist; die japanische Teezeremonie ist sehr viel strikter ritualisiert
Teezeremoniecf. cha dao
cf. cha do
cf. cha no yu
cf. sen cha
cf. gyo kuru
Teeziegel砖茶zhuān chá (engl. brick); ein Tee, meistens Alte bzw. Schwarze oder Postfermentierte Tees, die schnell nach der Ernte in Ziegelform gepresst und dann gelagert werden; während dieser teils jahrelangen Lagerung oxidiert der Tee, weshalb er auch als postoxidierter Tee bezeichnet wird
Teinder im Tee beinhaltete Koffein, auch Tee-Koffein genannt, der zwar chemisch identisch ist mit dem des Koffeins im Kaffee, der jedoch anders wirkt; cf. Teein oder Koffein
ten cháseltener japanische Grüner Tee, der überwiegend zu Matcha weiterverarbeitet wird; in der chinesischen Literatur befindet sich manchmal auch den Hinweise, das ten cha die japanische Teezeremonie sei
Terroirfranz. (Gegend); unter dem nicht eindeutig definierten Begriff kann man die mikroklimatischen, geologischen und topographische Begebenheiten eines Naturraumes zusammenfassen, die nachhaltigen Einfluss auf die Qualität des Tees haben
Testen筛分shāi fēn; engl. screening; untersuchen, prüfen, testen, etwa um Verunreinigungen auszusortieren oder um die Qualitätsstufe zu bestimmen
thickengl., dick; Begriff im Zusammenhang mit der Verkostung von Tee (Tea-Taster-Terminologie), die einen relativ starken (dicken) Aufguss oder die kräftige Struktur von verarbeiteten Teeblättern beschreibt
TGBOPTippy Golden Broken Orange Pekoe; cf. GFOP
TGFOPTippy Golden Flowery Orange Pekoe; cf. GBOP
theFranzösisch, isländisch, indonesisch, tamilisch; Tee
Theaflavineeiner der Gerbstoffe bzw. der Polyphenole des Tees; Theaflavine sind für die orange-gelbliche Färbung der teiloxidierten Tees (Oolong) oder der oxidierten Tees (Roter Tee) verantwortlich
Thearubiginemanchmal auch Teearubigene bezeichnet; Pigmente, die den Tee rötlich färben
TheaninTheanin sind Aminosäuren; sie wichtige Bestandteile des Tees mit relaxierenden und angstlösenden Eigenschaften

einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chadao.de
theeholländisch (früher auch deutsch), Tee
Theincf. Teein bzw. Tein und Koffein
ti tian cha yuan梯田茶园Teeplantage, cf. Teegarten
tianchin., Himmel
tiān guì xián yuè天桂弦月Grüner Tee – lu cha; Mondsichel von Tiangui in der Provinz Anhui
tian mu 天目wörtlich Himmelsauge; schwarz glasierte songzeitliche Teeschalen (vermutlich aus dem Jian Yao Keramikbrennofen); diese Teeschalen nahmen japanische Mönche mit nach Japan, wo sie unter dem Namen ten mo ku oder tem mo ku bei der japanischen Teezeremonie benutzt werden
tian mu qing dingGrüner Tee – lu cha; Grüner Gipfel von Tianmu in der Provinz Anhui
tian mu yun wuGrüner Tee – lu cha; Wolkennebel von Tianmu in der Provinz Anhui
tian zhu jian haoGrüner Tee – lu cha; Schwerthaar von Tianzh(o)u
tian zhu jin zhen天竺金针Grüner Tee – lu cha; Tianzhou Goldnadeln
tian zun gong yaGrüner Tee – lu cha; Tributtee von Tianzu
tiě guān yīn铁观音auch Anxi Tie Guan Yin; „Eiserne Göttin der Barmherzigkeit“, ein sehr bekannter Oolong-Tee aus Anxi in der Provinz Fujian; wegen einer schwachen Rotfärbung der Blätter wird er manchmal auch als Rotherz-Tie Guan Yin bezeichnet; im Gegensatz zum Wuyi Felsentee (Yan Cha) wie der Da Hong Pao ist der Tie Guan Yin eher schwach fermentiert; die Ernte beginnt aber ebenfalls erst im späten April, diese Frühjahrspflückungen – die besten Sorten - dauern bis Anfang bis Mitte Mai; die Herbstpflückungen im September und Oktober gelten jedoch ebenfalls als sehr gut
tiě luó hàn铁罗汉Eiserner Mönch (iron arhat) oder Ehrwürdiger Kampfmönch; einer der bekanntesten Blauen Tees (Oolongs) aus dem Wuyishan; neben dem da hong pao, bai ji guan shui jin gui und dem ban tian yao gehört er zu den sì dà míng cōng (cf. ibid.), den vier großen Teepflanzen, den bekanntesten der wuyi yan cha
TIFTea In First; engl. Bezeichnung dafür, dass beim Roten Tee zuerst der Tee eingegossen wird, bevor Milch hinzugefügt werden kann ( etwas völlig Undenkbares für chinesische Tees, die stets „rein“ und unverfälscht getrunken werden)
tīng xī lán jiàn汀溪兰剑Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; Orchideenschwerter vom Bach Ting in der Provinz Anhui
tīng xī lán xiāng汀溪兰香Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; Orchideenduft vom Bach Ting in der Provinz Anhui
tippyengl.; Begriff aus der Tea-Taster-Terminologie
Tip(s)engl. Bezeichnung für die Teeblattspitze(n)
toastyengl.; Begriff aus der Tea-Taster-Terminologie
tóng chéng xiǎo huā桐城小花Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; kleine Blüten vom Tongcheng in der Provinz Anhui
tong jun meiRoter Tee (hong cha)
Traditionell Chinesiche MedizinTCM, die traditionelle chinesische Medizin hat sich über zwei- bis dreitausend Jahre entwickelt und mittlerweile über den gesamten ostasiatischen Raum verbreitet. In der TCM spielt auch der Tee, ganz besonders der Grüne Tee, eine gewisse Rolle.
Transportcf. Teetransport
(Der) Traum der roten Kammer红楼梦Hóng Lóu Mèng, wörtlich Der Traum im roten Gemach (vom roten Anwesen), berühmter Roman der Qing-Dynastie (1644-1911), der zu den klassischen vier chinesischen Romanen gezählt wird. In dem von Cáo Xuěqín (曹雪芹 zwischen 1715 und 1724 geboren, gestorben 1763 oder 1764) Roman, der vom Aufstieg und Fall einer Aristokratenfamilie erzählt, gibt es auch einige Hinweise auf den Tee.1759
Treatise on TeaAbhandlung über den Tee; cf. Hui Tsung
Tributteealte Tradition in China; Pflückung der besten Tees, die als Tributleistungen an den Hof gebracht wurden; im Jahre 770 wurde sogar ein eigenes Amt für den Tributtee (cf. ibid.) am Hofer der Tang-Dynastie in Chang’an eingeführt
Trennen 风选fēng xuǎn; Trennen oder Scheiden durch Sieben, Schwingen, Schwenken oderWerfen; beliebt ist die Methode des Werfens, so dass sich durch den Wind Bestandteile löse und trennen; engl. winnowing
Trocknen干燥gān zào; engl. drying; erster dem Pflücken folgender Prozessschritt bei der Teeherstellung bei dem den Teeblättern bis zu einem Drittel der Feuchtigkeit entzogen wird; synonym wird das Trocknen manchmal auch als Dörren bezeichnet
Tsai Xiang蔡襄auch Cai Xiang; berühmter Kalligraph, der von der Teekultur besessen war; Cai Xiang war eine Art Finanzminister in Fujian und im Jahre 1049 Verfasser des Cha Lu 茶录 (Tagebuch des Tees, The Record of Tea)1012-1067
Ts’an Hsiangin der Song-Dynastie (960-1279) bestimmte Kaiser Hui Tsung (1082-1135, cf. ibid.) Ts' an Hsiang zum ersten Bevollmächtigten für Tee (Tee-Kommissar). Zu seinen Pflichten gehörte es, persönlich die Auswahl sowie die Kennzeichnung des Tributtees in der ersten Wo-che der Teernte im März zu überwachen
tsukubaijap.; Wasserbecken zum Reinigen der Hände und des Munds vor der Teezeremonie in einem Teepavillon
tuchin., Erde, neben Eisen oder Metall (金 - jin), Holz (mù -木), Feuer (火- huo) und Wasser (水 - shui) eines der fünf Elemente, die in unserer Umgebung alle vertreten sein sollten
tuchinesisches Zeichen für eine Pflanze (wahrscheinlich Bittertee), das große Ähnlichkeit mit dem Zeichen für chá (Tee) hat
Tu Long屠隆um das Jahr 1590 verfasste der Schriftsteller Tu Long (1542-1605) das Kao Pan Yu Shi (考槃余事) („Ein halbherziger Versuch, den Wohnsitz eines Wissenschaftlers im Ruhestand zu beschreiben; engl. Übersetzung: Desultory Remarks on Furnishing the Abode of the Retired Scholar).
tún lǜ屯绿Grüner (Tee) von Tun aus der Provinz Anhui
tún lǜ zhēn méi屯绿珍眉Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee – lu cha; grüne wertvolle Augenbrauen von Tun in der Provinz Anhui
túo chá沱茶Nest (engl.häufig bowl oder ebenfalls nest genannt); eine konvexe Form des gepressten Pu'erhs (gängige Größen sind 100g, 250g und 500g, aber häufig findet mach auch Mini-Tuo Cha mit 3g); die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt, er stammt entweder vom Fluss Tuo, der vormals als wichtige Handelsroute galt, oder von der Form, die an einen Hut oder die Kappe eines Pilze erinnert
Twining, Thomasein bekannter Teeindustrieller, Gründer des bekannten Teehauses "Twinings of London" (gegründet 1706), das jedoch 1964 an die Associated British Food verkauft wurde1675-1741
two leaves and a budengl., zwei Blätter und die Knospe; ein Begriff, der hauptsächlich bei Assam und Darjeeling-Teesorten gebräuchlich ist und auf eine sehr gute Qualität der Knospe und zwei jüngsten Blätter hinweist; der Begriff kommt einem jedoch auch sofort in den Sinn wenn man etwa beste Qualitäten eines Drachenbrunnentees begutachtet
U↑ Nach Oben ↑
Ummon云门文偃japanischer Name des chinesischen Zen-Meister (Meister des chan), chin. Yúnmén Wényân, Gründer der Wolken-Tor-Schule), eine der Fünf Schulen im Alten China, Ummon gilt als Urheber zahlreicher Zen-Zitate (Koans) etwa „Jeder Tag ist ein guter Tag“864-949
Umpflanzen把梗bǎ gěng; engl. replanting oder de-stemming
unfermentierter Teeein nicht fermentierter oder richtiger nicht oxidierter Tee; cf. Grüner Tee und Gelber Tee (cf. ibid.)
Untertassenein Untersetzer für eine Teeschale; fester Bestandteil eines gai wan (cf. ibid)
Utensiliencf. Teeutensilien, Teeaccessoires
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Vakuumverpackung真空包装das Vakuumieren von Teeverpackungen, um den Tee länger vor einer weiteren Oxidation zu schützen, das vor allen Dingen bei leicht oxidierten Oolongs (z.B. Tie Guan Yin) Anwendung findet; bei der zarten Struktur von Grünen Tees ist Vorsicht angebracht, damit die zarten Teetriebe und -blätter nicht brechen
Verborgener Berggipfel蒙顶黄芽cf. ming ding huang yan, Gelber Tee vom Berg Ming Ding in der Provinz Sichuan
Vereenigte Ostindische Compagnieniederländische Handelsgesellschaft im 17. Jahrhundert; eine der wichtigen Ostasienhandelsgesellschaften, die den so lukrativen Teehandel entwickelten
Verfeinerung精制jīng zhì; Verfeinerung des Tees, etwa durch Blüten oder durch andere Formen der Bearbeitung; engl. refining
Verpackung; Verpacken包装bāo zhuāng; engl. packing; abschließender Prozesschritt bei der Teeherstellung; oberflächlich betrachtet ein einfacher Schritt, bei genauerer Betrachtung jedoch sehr wichtig: die Verpackung hat Einfluss auf Geschmack, Haltbarkeit, Feuchtigkeitshaushalt und ganz besonders natürlich auch auf die Ästhethik, die bei der chinesichen Teekultur eine bedeutende Rolle einnimmt
VitamineVitamine sind organische Verbindungen, die für den menschlichen Organismus lebenswichtig sind; im Teeblatt sind nur relativ geringe Mengen etwa des Vitamin C enthalten, die jedoch bei der Oxidation Roter und Blauer Tee ganz oder teilweise abgebaut werden. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
vollaromatisch, (volles) Aroma; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Vollers, ArendArend Vollers (geb. 1931) galt neben Hans G. Arend als einer der Teepäpste in Deutschland; er trat 1962 die Nachfolge Paul Schraders im gleichnamigen Teehandelshaus an (cf. auch Literaturverzeichnis); Vollers ist heute noch Vorsitzender des 1901 gegründeten Ostasiati-schen Vereins in Bremen und engagiert sich obendrein in der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung, kurz „Borda“
W↑ Nach Oben ↑
wàn lǐ jiāng pái jiāng xuě cháxue cha万里江牌江雪茶Grüner Tee – lu cha; Schneesee der Marke „Wanli Fluss“ in der Provinz Shandong
wàng hǎi chá望海茶Sehnsucht nach dem Meer, Grüner Tee aus der Provinz Shandong
Wasser (shuǐ)chin. shuǐ; das Wasser spielt für die Zubereitung des Tees eine herausragende Bedeutung: der berühmte Qing-Teemeister Zhang Dafu (cf. ibid.) sagte, dass eine gute Schale Tee zu 20 Prozent vom Tee und zu 80 Prozent vom Wasser abhinge; sicherlich ist das übertrieben, doch zeigt es tendenziell die Bedeutung guten und des richtigen Teewassers; was das richtige Wasser ist, ist schwer zu sagen, zumal das Thema sehr kontrovers diskutiert wird; wir empfehlen auf jeden Fall, das Teewasser zu entkalken; ob das durch Umkehrosmose aufbereitete Wasser das richtige ist, wollen wir nicht abschließend beurteilen, doch möchten wir hier die Meinung der meisten Teeexperten vortragen, die betonen, dass aufgrund der im Wasser enthaltenen Mineralien die Wirkstoffe und Geschmacksstoffe des Tees (Gerbstoffe oder Polyphenole bzw. Flavoide) besonders gebunden und/oder verstärkt werden, und dass andernfalls der Tee "charakterlos" und fade werden könnte, also ein Plädoyer gegen die Umkehrosmose; ganz wichtig – und da gibt es keine zwei Meinungen – ist, dass das Wasser die richtige Temperatur haben muss: ca. 75 Grad bei un- oder leicht oxidierten Tees wie Grüne, Gelbe und Weiße Tees oder 100 Grad bei stärker oxidierten Tees wie Blaue (Oolong), Rote und Schwarze (Pu'erh) Tees; im Übrigen gibt es noch jene Vertreter, die die Zubereitung des Teewassers im Eisenkessel (Ionisierung) empfehlen; historisch begann die Diskussion um das richtige Teewasser bereits bei Lu Yu (733-804, cf. ibid.), der in seinem Klassischen Buch vom Tee, dem Cha Ching, dem Gebirgswasser die besten Eigenschaften zuschrieb, danach kam bei ihm das Flusswasser (aus der Mitte des Flusses) und erst an dritter Stelle das Brunnenwasser; sicherlich sind aus heutiger Sicht einige Dinge empfehlenswert: 1. Leitungswasser, das bei uns eine sehr gute Qualität besitzt, sollte entkalkt werden 2. das Wasser sollte einen pH-Wert von maximal 7 haben (bei einem zu niedrigen pH-Wert wird der Tee jedoch "farblos") 3. keine Mineralwässer benutzen, ohne vorher ausführlich die Qualität und Inhaltsstoffe überprüft zu haben
Wasserufergeschichte水浒传Shuǐ hǔ zhuàn; in der Übersetzung bekannt als Die Räuber vom Liang Schan Moor, einer der vier klassischen Romane der chinesischen Literatur; cf. Shuǐ hǔ zhuàn
Wang BaoWang Bao lebte in der Westlichen Han-Dynastie (206 v.Chr. bis 24 n.Chr.) in der Provinz Sichuan; er war Verfassser sehr früher Aufzeichnungen über den Tee: In einem Vertrag mit seinem Diener beschrieb er dessen Pflichten, Tee zu kochen und Tee auf dem Markt in Wuyang einzukaufen.ca. 60 v.Chr.
Wang Caotangein Schriftsteller und Gelehrter in der frühen Qing-Dynastie (1644-1911), dessen Abhandlung über den Tee 1717 erschien; in diesem Essay werden erstmals schriftlich die Produktionsweisen des Blauen Tees (wu long) beschrieben, daneben auch eine historische Abhandlung der Oolongherstellung
wàng hǎi chá望海茶Grüner Tee – lu cha; Sehnsucht nach dem Meer
Wang XifengCharakter aus dem klassischen Roman „Der Traum der Roten Kammer“; in einer berühmten Szene unterhält er sich mit der Dame Liu Diyu über Tee und schickt ihr anschließend Teeblätter als Geschenk
Wang Yian Xianberühmter zeitgenössischer Yixing-Töpfermeistergeb. 1943
wěi diāo萎凋Welken; zweiter Prozessschritt in der Teeproduktion, um dem Teeblatt Feuchtigkeit zu entziehen (in der Sonne oder in erwärmten Räumen); engl. withering
wei hongTeilschritt beim Rollen und Formen (cf. rou nian)
wei shan bai mao jianGrüner Tee
Weiße Päoniecf. bai mu dan, auch shou mei genannter Weißer Tee aus der Provinz Jiangsu
Weiße Silbernadelncf. bai hao yin zhen, Weißer Tee aus Fuding im Norden der Provinz Fujian
Weißer Tee 白茶bái chá; ein sehr junger, leicht „an“oxiderter Tee, der zu den sechs Grundteesorten gehört; Weißer Tee ist zwischen zwei und acht Prozent oxidiert; berühmte Weiße Tees sind der Bai Mu Dan sowie der Baihao Yinzhen (cf. ibid.); Weißer Tee aus Anji (An Ji Bai Cha) ist übrigens kein Weißer Tee sondern vielmehr ein Grüner, nicht oxidierter Tee
Welken萎凋wěi diāo; (engl. wiltering oder withering, chin. wei diao); früher Prozessschritt bei der Verarbeitung des Tees, bei dem die Teeblätter zumeist in der Sonne und häufig in sog. Welktrögen ausgebreitet werden; beim Welken wird dem Teeblatt Wasser entzogen; cf. wei diao; es gibt verschiedene Methoden: Sonnenwelken (日光萎凋; rì guāng wěi diāo; sun withering), Welken im Hause (室内萎凋; shì nèi wěi diāo; indoor withering); ruhen lassen (静置; jìng zhì; etting); (hin und her) wenden oder schleudern (搅拌 oder 浪青; jiǎo bàn; tossing)
wēn hú tàng bēi溫壺燙杯Abschluss des ersten Teils (der Vorbereitungen) für die Teezeremonie: Kochen des Wassers und Erwärmen der Teekanne, der Ausschenkkane und der Teeschalen; bei Anwesenheit von Gästen werden die Teeschalen nur mit der Zange bewegt
Wen Long闻龙Im Jahre 1630 verfasste Wen Long (闻龙), das Cha Jian (茶笺), Anmerkungen zum Tee (englische Übersetzung: Tea Notes).1630
wen run paoTee waschen
wén shān bāo zhǒng chá文山包种茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Baozhong-Tee vom Berg Wenshan
Wen Tingyun 温庭筠Der Schriftsteller Wen Tingyun verfasste im Jahre 860 während der Tang-Dynastie (618-906) ein Protokoll bzw. Aufzeichnungen über das Teepflückens (采茶录 chai cha lu)812-870
wèn xī yù lǜ chá汶溪玉绿茶Grüner Tee – lu cha; jadegrüner Tee vom Bach Wen in Wnxi, Provinz Zhejiang
wén xiāng bēi闻香杯auch pin ming bei, Aroma- oder Riechbecher; engl. appreciation cup oder sniffing oder smelling cup (snifter) oder scent cup
Wen Zhenheng文震亨Wen Zhenheng (文震亨) verfasste 1621 das Zhang Wu Zhi (长物志), eine „Abhandlung über die überflüssigen Dinge/Weihracuh und Tee (englische Übersetzung: Treatise on Superfluous Things/ Incense and Tea). Eine komplette Übersetzung stammt von Zhang Wu Zhi: On Tea.1621
wen zhou huang tangGelber Tee aus Wenzjhou on der Provinz Zhejiang
witheringengl., international gebräuchlicher fachausdruck für das Welken des Tees (cf. ibid.); ein Prozessschritt bei der Teeherstellung, bei dem dem Tee mehr als die Hälfte der Feuchtigkeit entzogen wird
wo dui渥堆moderner künstlich angeregter Reifungsprozess beim Pu'erh - was manchmal auch als Kochen des Pu'erhsgenannt wird -, um ihn schneller trinkreif zu machen; wörtlich heißt es "nass stapeln" (engl. wet piling)
Wo Jue Nong吴觉农Teeexperte des 20. Jahrhunderts, häufig auch als moderner Teeheiliger (s. Lu Yu) bezeichnet. In den 1930er Jahren verfasste Wo ein Standardwerk über den Tee und über Lu Yu; 1978 erschien von ihm ein viel beachteter Artikel, in dem er den Nachweis über Südwestchina (Yunnan, Sichuan and Guizhou) als Heimat des Tees erbrachte. In Wuyishan errichtete er ein Institut, um den Anbau von Tee zu erforschen und zu verbessern. Übrigens gibt es in Shanghai ein Wo Jue Nong-Museum, das wir jedoch leider noch nicht besuchen konnten.
woodyEngl., holzig; Begriff aus der Tea Taster-Terminologie
Wu Dai CháoFünf Dynastien (späte Liang, Tang, Jin, Zhou)907-960
wǔ dàng yín zhēn武当银针Grüner Tee – lu cha; Wudang Silbernadeln
Wu Di 五帝Die Fünf Kaiser, engl. The Five Emperors, gelten neben den Drei Erhabenen (cf. ibid.) als die Urkaiser der Han-Chinesen; zu ihnen gehören Huand Di, der Gelbe Kaiser, Zhuan Xu, Di Ku, Yao und Shun, wobei die beiden letzten, Yao und Shun, als die Musterbeispiele für Moral und Aufrichtigkeite gelten, und sie deshalb von den Konfuzianern als "Die Zwei Kaiser" geehrt werden
wǔ fēng yín háo五峰银毫Grüner Tee – lu cha; Wufeng Silberhaar
wú gāng chá吴刚茶Grüner Tee – lu cha; Wugang-Tee
Wu Li ZhenIm Jahre 53 v.Chr., während der Westlichen Han-Dynastie, hat ein junger Bauer namens Wu Li Zhen im Bezirk Men(g)shan in der Präfektur Ya’an im heutigen Sichuan den ersten Teegarten mit sieben Teebüschen angelegt; der Teegarten existiert noch heute. Er gilt somit als der Begründer oder Urahn der chinesischen Teekultivierung und Teekultur. Den hinteren Teil des wunderschönen Parks des Nationalen Chinesischen Teemuseums in Hangzhou ziert eine mannsgroße Statue Wu Li Zhens mit der Inschrift „The ancestor of tea“.
wū lóng chá乌龙茶Schwarzer Drachentee, Oolong oder Blauer Tee (qīng chá, 青茶); wū lóng chá gehört zu den sechs Grundteesorten; es ist ein teiloxidierter Tee (manchmal fälschlicherweise halbfermentiert genannt), dessen Heimat vermutlich die Provinz Fujian ist; von dort stammen auch heute noch die meisten und großartigsten Oolongs; der Oxidationsgrad reicht von knapp zwanzig bis dreißig Prozent, etwa beim Anxi Tie Guan Yin (cf. ibid.), bis zu achtzig oder mehr Prozent bei den Steintees (yan cha) wie etwa dem Da Hong Pao aus dem Wuyishan (cf. ibid.)
wū lóng rù gōng烏龍入宮der schwarze Drachen betritt den Palast (engl.: the black dragon enters the palace); dies ist die dritte Stufe der chinesischen Teezeremonie gong fu cha, die Zubereitung des Tees selbst, wobei dieser Begriff hauptsächlich bei der Verwendung von Oolong-Tees verwendet wird
wù mēng jiàn乌蒙剑Grüner Tee – lu cha; Schwerter von Wumeng
wu niu zao chaGrüner Tee – lu cha; Frühtee von Wuniu
wǔ shù武术Kriegskunst
wù wéi勿为Handeln durch Nichthandeln, den Dingen ihren Lauf lassen
wu wo cha無我茶eine sehr junge Teezeremonie, die ihre Wurzeln im Lu Yu Tea Culture Institute in Taiwan zu Anfang der 1990er Jahre hat; dabei geht es darum, dass alle Beteiligten ihre Identität (Vermögen, Ansehen, Wissen und Erscheinung) vergessen und in der Teerunde alle gleichen Standes sind
wú xī háo chá无锡毫茶Grüner Tee – lu cha; behaarter Tee von Wuyi
wǔ yí cài chá武夷菜茶Blauer Tee (Oolong) aus derm Wuyishan (wuyi yan cha)
wǔ yí dà hóng páo (wu yi da hong pao)大红袍Blauer Tee (Oolong) – wu long; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
wǔ yí hóng cháRoter Tee (hong cha) aus dem Wuyishan
wu yi rou gui武夷肉桂Blauer Tee (Oolong) – wu long; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
Wǔ Yí Shān武夷山 Wuyi-Gebirge erhebt sich über 500 km in einer Höhe von 1000 bis 1500 m, der höchste Berg ist der Huanggang mit 2158 m, es wird auch „grünes Wasser und rotes Gebirge“ genannt; wichtige Oolong Teeanbauregion im Westen der Provinz Fujian
wǔ yí shuǐ xiān武夷水仙Blauer Tee (Oolong) – wu long
wu yi xiao zhongRoter Tee (hong cha) aus dem Wuyishan
wu yuan ming meiGrüner Tee – lu cha; Augenbrauentee von Wuyuan
Wu Yun Gengberühmter Yixing-Töpfermeister der Republik und frühen Volksrepublik1892-1962
wu zhou ju yanGrüner Tee – lu cha; Steintee von Wuzhou
wǔ yí yan chá武夷岩茶auch Wuyi Rock Tea oder Steintee genannt; der Wuyi Yan Cha ist eine der berühmtesten und sehr seltene Oolong-Teesorte aus dem Wuyi-Shan (Wuyi-Gebirge) in der Provinz Fujian; das Angbaugebiet mit seiner alten Bezeichnung Jianzhou wurde bereits bei Lu Yu erwähnt; der bekannteste ist der einzigartige Da Hong Pao (Große Rote Robe); der Pflückungen des Wuyi Yan Cha beginnen am 24. April wie bei den meisten Oolongs, handelt sich um einen recht stark fermentierten Oolong, der in Aussehen und Geschmack dem Roten (Schwarzen) Tee schon sehr nahe kommt
Würzen调味
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Xī Hú西湖Westsee in Hangzhou; wichtigste Anbauregion für den berühmten Grünen Tee Long Jing
xī hú lóng jǐng西湖龙井Drachenbrunnentee vom Westsee, einer der besten und bekanntesten Grünen Tees
Xia Cháoeines der "Frühen Reiche" Chinas2100-1600
Xià Mén Shì廈門市Xiamen (Beiname „Stadt der Kraniche“), regional im Dialekt auch Amoy genannt, Stadt bim Südosten der Provinz Fujian, wichtige Küsten- und Handelsstadt, 1981 eine der ersten Sonderwirtschaftszonen Chinas
xiao du guoSterilisiervorrichtung; eine Vorrichtung (Wasserkessel) in dem Wasser gekocht wird, um damit das Teezubehör zu sterilisieren (desinfizieren)
Xie Man Lunberühmter zeitgenössischer Yixing-Töpfermeistergeb. 1942
xi shi yin yaGrüner Tee – lu cha; Xishi Silbernadeln
Xi xia cháochinesische Xi Xia-Dynastie1038-1227
xiá pǔ wú xiāo lǜ霞浦无宵绿Grüner Tee – lu cha; nachtloses Grün von Xiapu, Provinz Fujian
xia sha ren xiangzu Tode erschrockener Duft (alter Name des bi luo chun)
xian ju bi luGrüner Tee – lu cha; Jadegrün von Xianju
xian ren zhang chaGrüner Tee – lu cha; Hand des Unsterblichen
xiao du guoSterilisiervorrichtung; eine Vorrichtung (Wasserkessel) in dem Wasser gekocht wird, um damit das Teezubehör zu sterilisieren (desinfizieren)
Xie Man Lunberühmter zeitgenössischer Yixing-Töpfermeistergeb. 1942
Xihu Longjingcf. xi hu long jing
xìn yáng máo jiān信阳毛尖Xinyang Fellspitzen (auch xin yang mao feng), bekannter Güner Tee aus Xinyang im Süden der Provinz Henan
xin jiang yu rong chaFedertee von Xinjiang
xìn yáng máo jiān信阳毛尖Xinyang Fellspitzen (auch xin yang mao feng), bekannter Güner Tee aus Xinyang im Süden der Provinz Henan
Xiong Fan熊蕃verfasste zur Zeit der Song-Dynastie (960-1279) die Aufzeichnungen Xuan He Bei Yuan Gong Cha Lu (宣和北苑贡茶录) (Xuan He Tributtee)
Xiong Minyu熊明遇Xiong Mingyu (熊明遇, 1579-1649) verfasste 1608 das Luo Jie Cha Ji (罗岕茶记), „Bericht über den Luo Jie Tee“ (engl. Report on Lu Jie Tea)1608
xióng ōu pái tè jí zhēng qīng lǜ chá雄鸥牌特级蒸青绿茶gedampfter leichter Grüner Tee Männlicher Möwe aus der Provinz Guangdong
Xishuangbanna西双版纳(xi shuang ban na); Präfektur im Süden der Provinz Yunnan, Heimat des Pu'erh und eine der ältesten Teeanbaugebiete, wo möglicherweise schon vor rund 1.700 Jahren systematisch Tee angebaut wurde; cf. auch Pu'erh, sechs Teeberge
Xù Chá Jīng陸廷燦Lu Tingcang (陸廷燦): verfasste ein vielbeachtetes Buch, das zu den Teeklassikern gehört, das Xù Chá Jīng (續茶經), „Fortsetzung (Nachwort) zum Buch des Tees“ (englische Übersetzung: The Sequel to Classic of Tea).
Xu Guangqi徐光启Politiker und Gelehrter während der späten Ming-Dynastie, der ein Buch über die Organisation der Landwirtschaft (Nong-zheng quan-shu, Kompendium der Agrarwirtschaft) verfasste, in dem er auch den Anbau des Tees pries1562-1633
Xu Han Tangberühmter, zeitgenössischer Yixing-Töpfermeistergeb. 1932
xuān ēn gòng yǔ宣恩贡羽Grüner Tee – lu cha; Xuuan'en Tributfedern
Xuan He Bei Yuan Gong Cha Lu 宣和北苑贡茶录cf. Xiong Fan
xuán hú gāo chōng懸壺高沖vierte Stufe der Chinesischen Teezeremonie gong fu cha: Teekanne in die Schale oder auf den Teetisch stellen und aus dem Wasserkessel, der in Schulterhöhe gehalten wird, Wasser in die Kanne oder den Gaiwan (Deckeltasse) gießen bis sie überläuft (engl. rising from an elevated pot), wörtlich heißt es "aus einem Kessel aus größerer Höhe eingießen"
xuan quan bi lanGrüner Tee – lu cha, blau-grüne Orchideen des scheinbaren Frühlings; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
xue feng bai mao houGrüner Tee – lu cha; weißbehaarter Affe von Xuefeng
xuě lán háo fēng雪兰毫峰Grüner Tee – lu cha; Schneeorchideen der unscheinbaren Berggipfel
xuě qīng chá雪青茶Grüner Tee – lu cha; verschneiter grüner Tee
xuán quán bì lán悬泉碧兰Grüner Tee – lu cha; blau-grüne Orchideen des scheinbaren Frühlings
xue shan mao jianGrüner Tee – lu cha; Mao Jian von Xueshan
xue shui yun lu雪水云绿Grüner Tee – lu cha; das Grün der geschmolzenen Schneewolke aus der Provinz Zhejiang
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Sprosse, Knospe,Keimling, Trieb, junger Trieb; häufiger Begriff in Teenamen
YanKaiser Yan und Huang gelten als „Ur“-Kaiser bzw. Urahnen der Chinesen; bei Yan soll es sich um Shen Nong Shi, dem Schutzpatron des Ackerbaus und dem Begründer der Kräuterheilkunde, gehandelt haben, der zu Beginn des 3. Jahrtausends v.Chr. gelebt haben soll
yán chá (yá)岩茶auch Steintee genannt (eng. rock tea oder cliff tea); Yan Cha ist ein seltener und wertvoller Oolong-Tee aus der Provinz Fujian; der berühmt Da Hong Pao ist ein solcher Yan Cha
Yan dang mao fengGrüner Tee – lu cha; Mao Feng von Yangdang
Yan ding yun wu chaGrüner Tee – lu cha; Wolkennebel vom Berg Yangding
yáng陽 bzw. 阳Gegensatz zu yīn; stark; warm oder heiß, hell und sonnig; Himmel, Frühling und Sommer, Tag, oben, Himmel; männlich; s. auch yīn und yáng
yang cai洋彩chin. yáng cǎi, fremde, unermessliche Farben, bei uns als famillie rose (franz., wörtlich „rosa Familie“) bekannt; während der Dynastie der Qing (1644-1911) tra-ten in der Porzellankunst neue „farbige“ Stilrichtungen an die Stel-le des während der Ming-Zeit dominierenden Blau-Weiß-Stils; das famille rose ist besonders neben famille verte eines der brühmten Porzellanstile aus der Regierungszeit des Qing-Kaisers Kangxi (1662-1723), für das man hauptsächlich Rosa- und Purpurtöne verwendete
yang hu bichin., Teekannenpinsel, teapot brush
yǎng huà 氧化Oxidation; engl. oxidization; meist fälschlicherweise als Fermentation 发酵, fā jiào; engl. fermentation )bezeichneter Vorgang bei der Herstellung von Tee, bei dem die im Tee enthaltenen Enzyme durch das Pflücken, Rollen und/oder Brechen der Teeblätter mit dem austretenden Pflanzensaft und dem Sauerstoff der Luft oxidieren; die Oxidation oder Fermentation, bei der bestimmte Inhaltsstoffe des Teeblattes (Katechine) abgebaut werden, wird durch Dämpfen, Backen oder Rösten gestoppt
Yang Peng Nian楊彭年Yang Peng Nian (楊彭年1735-1825) fertigten die berühmten Menshang-Teekannen (cf. Chen Man Sheng) des Literaten und Magistrats von Yixing, Chen Man Sheng (eigentlich Chen Hong Shou, 陈鸿寿, 1768-1822). Chen und Yang arbeiteten eng zusammen. Chen entwarf 18 Kannen, die Yang in seiner Werkstatt (a man tuo shi阿曼陀室) herstellte, und die deshalb auch diese Inschrift tragen, obwohl sie allgemein als Mansheng-Kannen bezeichnet werden.
yǎng tiān xuě lǜ仰天雪绿Grüner Tee – lu cha; schneegleiches Grün von Yangtian
yáng xiàn xuě yá阳羡雪芽Grüner Tee – lu cha; bewundernswerte sonnige Schneekristalle
Yáng Xióng扬雄Dichter und Philosoph, einer der bedeutendsten Dichter der Han-Dynastie (206 v.Chr. – 220 n.Chr.); Yáng galt als leidenschaftlicher Teetrinker53 v.-18 n.Chr.
Yangxian Ming Hu Xi阳羡茗壶系Im Jahre 1640 verfasste Zhou Gaoqi (周高起) sein Yangxian Ming Hu Xi (阳羡茗壶系): „Abhandlung über die Yixing Teekannen (englische Übersetzung: Treatise on Yixing Tea Pot).
yao jingauch yao ging oder yao qing geschrieben oder auch zhuo jing genannt; rütteln, schütteln oder quetschen; sehr kritischer und langer Prozesschritt bei der Teeherstellung im direkten Anschluss an das Welken; anfangs verlieren die Blätter durch den Feuchtigkeitsverlust ihre Elastizität, die sie jedoch anschließend zurückgewinnen, da im Verlauf die Feuchtigkeit aus den Stengeln in die Blätter gelangt
yao qingsiehe yao jing
yě cǎo wáng野草王Grüner Tee – lu cha; König der Unkräuter
ye cha野茶Wilder Tee (Da Hong Pao), Blauer Tee (Oolong) aus dem Wuyishan im Norden der Provinz Fujian
ye sheng qiao mu cha野生乔木茶wilder Teebaum
yiFreude; neben 和 he (Frieden), 静jing (Ruhe) und 真 zhe (Wahrheit) beschreibt der Begriff den Geist der chinesischen Teezeremonie.
yī hú lǜ chá野草王Grüner Tee – lu cha; Grüner Tee vom See Yi
Yì Jīng易经auch I Ging oder Yi Ching; Buch der Wandlungen, eine Jahrtausende alte Sammlung von Zeichen und Symbolen sowie dazugehörigen Erläuterungen bzw. Sprüchen; sie ist die ältesten der sog. klassischen chinesischen Texte
yí liáng bǎo hóng chá宜良宝洪茶Grüner Tee – lu cha; Flutteedes Schatzes von Yiliang
yi pào qù díAufguss für den Feind; erster Aufguss bei der chinesischen Teezeremonie; von manchen nicht als Aufguss sondern vielmehr als Waschen des Tees (wen run pao) bezeichnet, manchmal auch als „Wecken des Tees“
Yi Wu易武山einer der bekanntesten Teeberge im Süden Provinz Yunnan, auf dem Tee für den berühmten Scharzen Tee (he cha) yun nan pu'erh angebaut bzw. geerntet wird
yīn陰 bzw. 阴Gegensatz zu yáng; schwach, kühl oder kalt, dunkel und schattig, passiv, Herbst und Winter, Nacht, Erde; weiblich; s. auch yīn und yáng
yǐn chá饮茶auch yum cha; eine besonders im Süden Chinas häufig anzutreffende Form des Teetrinkens (kantonesisch yum cha); wörtlich Teetrinken, der Begriff schließt jedoch kleine Mahlzeiten (dim sum) mit ein, eine gängige Teemahlzeit in den alten Teehäusern in Kanton (Guangzhou), Hong Kong und Macao
yin feng huang银凤凰Stein- oder Felsentee aus dem Wuyishan (wuyi yan cha)
yín hóu chá银猴茶Grüner Tee – lu cha; Silberaffentee
yin jancf. jun shan yin jan
yīn und yáng陰陽 oder 阴阳ein Begriffspaar bzw. zwei Begriffe aus der chinesischen Philosophie, besonders des Konfuzianismus (Yì Jīng, Buch der Wandlungen) und des Daoismus; es sind zwar entgegengestzte aber doch aufeinander bezogene Käfte und Prinzipien, das weiße yáng (männlich, stark, aktiv, hell. Hart, kalt) und das schwarze yīn (weiblich, ruhig, dunkel, weich, heiß); das Symbol für yīn und yáng ist weithin bekannt: ☯; sie spielen auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ein große Rolle; die Begriffe befinden sich bereits im klassischen „Buch der Wandlungen“, Yì Jīng (auch I Ging oder Yi Ching); cf. auch yīn und yáng
yín zhēn bái háo (bai hao yin zhen) (chá)银针白毫auch yin zhen bai cha; Weiße Silbernadeln; Weißer Tee aus Yinzhen (Fuding) in der Provinz Fujian
yīng dé gāo jí wū lóng chá英徳高级乌龙茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; Premium-Oolong von Yingde
yīng dé hóng chá英徳红茶Roter Tee (hong cha) von Yingde
yīng dé jīn háo chá英徳金毫茶Roter Tee – hong cha; Tee der feinen Goldhaare von Yingde
Yíxīng宜兴Yí Xīng Shì; kreisfreie Stadt nordöstlich von Shanghai in der bezirksfreien Stadt Wuxi. In Yixing werden die berühmten Yixing-Teekannen kunstvoll hergestellt.
Yixing-Teekannen宜兴茶壶chin. yi xing cha hu; auch Zisha-Teekannen; Teekannen aus dem besonderen nur in der Umgebung von Yixing vorkommenden Zisha-Ton; erste Yixing-Teekannen gab es bereits in der frühen Ming-Dynastie (1368-1644)
yǒng chūn fó shǒu永春佛手Oolong; Buddhas Hand von Yungchun
yǒng xī huǒ qīng涌溪火青Grüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
you shan wan shui „in den Bergen wandern und mit dem Wasser spielen“, mit dem Deckel im Uhrzeigersinn über den Rand der Teekanne oder des Gaiwans streichen
yóu zǐ guǒ chá柚子果茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha
Yu Guo LiangBerühmter YIxing-Töpfermeister der ausgehenden Qing-Dynastie und jungen Republik1874-1939
yǔ hūa cháGrüner Tee (lu cha) aus Nanjing, Regenblumentee; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“, ein Grüner Tee, der dem Xinyang Mao Feng ähnlich ist; engl. Nanjing Rainflower Tea
yu hua chaGrüner Tee – lu cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
yù lín chūn wū lóng chá玉临春乌龙茶Blauer Tee (Oolong) – wu long; jadefarbener Frühlings-Oolong
yu sa ma shi湯冷ましcf. yu za ma shi
yu yao pu bu chaGrüner Tee – lu cha; Wasserfalltee von Yuyao
yǔ yuán cuì háo禹园翠毫Grüner Tee – lu cha; feine grüne Haare vom Garten Yu
yu za ma shi湯冷ましjap., auch Yusamashi; ein Y. ist ein kleines Keramikbecken zm Abkühlen des aufgekochten Teewassers, da der Grüne Tee (und auch alle anderen nicht oder nur leicht oxidierten Tees) mit einer geringeren Wassertemperatur (ca. 75° bis 80°) zubereitet wird
Yuan Changeiner der großen Yixing-Meister der Ming-Dynastie1368-1644
Yuán cháochinesische Yuan-Dynastie (Mongolen)1279-1368
Yuán Zhen元稹 Dichter der Tang-Dynastie (618-906) aus Luoyang in der Provinz Henan, Verfasser eines berühmten Teegedichtes, „Tee, zarte Kospen, duftende Blätter, Gefährte der Poeten ...“779-831
yuè xī cuì lán岳西翠兰Grüner Tee – lu cha; grüne Orchideen von Yuexi
yum cha饮茶cf. yin cha; kantonesische Teezeremonie, bei der zum Tee kleine Speisen verzehrt werden
yun fengGrüner Tee – lu cha; Wolkengipfel
yun feng luo haoGrüner Tee – lu cha; behaarte Schnecke von Yunfeng
yun feng mao fengGrüner Tee – lu chaMao Feng von Yunfeng
yùn hú„Kreisen mit dem Kosmos“, mit dem Deckel über den Rand der Teekanne oder des Gaiwans streichen, um den möglichen Schaum zu beseitigen; man nennt das bisweilen auch „der Frühlingswind streicht über die Oberfläche“ (chun feng fu mian)
yún lǜ máo jiān chá云绿茅尖茶Grüner Tee – lu cha; wolkiges Grün der Cogongrasspitzen
Yún mén Wén yân云门文偃japanischer Name Ummon, chinesischen Zen-Meister (Meister des chan), Gründer der Wolken-Tor-Schule), eine der Fünf Schulen im Alten China, Ummon gilt als Urheber zahlreicher Zen-Zitate (Koans) etwa „Jeder Tag ist ein guter Tag“864-949
yún nán云南Yunnan; Land des ewigen Frühlings; südchinesische Provinz; Hauptstadt Kunming; mögliche Urheimat der Teepflanze und heute Heimat des berühmten Pu-Erh
yun nan dian hong云南滇紅auch Dian Hong Gong Fu Cha genannt; goldener Yunnan; ein Roter Tee aus der Provinz Yunnan
yún nán gòng chá云南贡茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; Yunnan Tributtee
yún nán lóng bǐng gòng chá云南龙饼贡茶Schwarzer (Postfermentierter) Tee – pu’erh cha; cf. „Liste der chinesischen Tees“ unter „Alles auf einen Blick“
yun nan pu’erh云南普洱cf. pu’erh
yún nán pǔ ěr tuó chá云南普洱沱茶Yunnan Tuocha-Tee
yun wuWolken-Nebel, häufiger Bestandteil in Teenamen
Yusamashi湯冷ましcf. yu sa ma shi
Z↑ Nach Oben ↑
zabutonjap.; Sitzkissen im japanischen Teepavillon
zài zhù qīng quán再注清泉Teil der Chinesichen Teezeremonie: bringe erneut den reinen Frühling (engl. direct again the pure spring) auch: húi xuán dī zhēn 回旋低斟, die Teekanne nach dem Waschen erneut – diesmal aus geringer Höhe – mit kochendem Wasser füllen (engl. pouring again from a low height); die Bezeichnung für den zweiten Aufguss bei der Teezeremonie, in der das Teewasser nur aus geringer Höhe auf die Blätter gegossen wird, damit das Aroma möglichst in der Kanne bleibt
zao bai jian mao fengGrüner Tee – lu cha; Zia Bai Jian-Mao Feng
zǎo chūn lǜ早春绿Grüner Tee – lu cha; Grün des frühen Frühlings
zenjap.; chin. chán (cf. ibid.); „Sammlung des Geistes“, Zen-Buddhismus; eine im 5. Jahrhundert entstandene Strömung (Haltung, Lebenseinstellung) des Buddhismus, die vom Daoismus wesentlich beeinflusst wurde; im Zen-Buddhismus (Chan-Buddhismus) geht es wesentlich darum, sich selber zu finden und kennenzulernen
Zhang Dafuein bekannter Teemeister aus der Qing Dynastie (1644-1911); ihm wird eine Äußerung zugeschrieben, derzufolge das Wasser bei der Teebereitung noch wichtiger ist als der Tee selbst: Mit 80 Prozent gutem Tee und 100 Prozent gutem Wasser könne der Tee dennoch gelingen, umgekehrt nie
Zhang Qiande张谦德1598 schrieb der Schriftsteller Zhang Qiande (张谦德) das
Chá Jīng (茶经), Das Buch des Tees (engl. The Book of Tea).
Zhang Taicf. Chang Tai
Zhang Youxinerstellte während der Tang-Dynastie (618-906) im Jahre 814 einen Bericht über das Wasser zum Teekochen, in der er ebenso die zwanzig besten Wassersorten auflistete
Zhang Wu Zhi长物志Wen Zhen Heng (文震亨, 1585-1645) verfasste zwischen 1621 und 1627 das Zhang Wu Zhi (长物志), eine „Abhandlung über die überflüssigen Dinge/Weihrauch und Tee (englische Übersetzung: Treatise on Superfluous Things, Volume 12: Incense and Tea). Eine teilweise Übersetzung stammt von Craig Clunas: Superfluous Things, Material Culture and Social Status in Eraly Modern China. On Tea.1621
Zhao JiGeburtsname des Kaiser Hui Zong, achter Kaiser der Song-Dynastie, ein schlechter Regent aber begnadeter Künstler und Teemeister sowie Förderer des Taoismus, der in Luxus lebte und tragisch endete1082-1135
Zhao Liangeiner der großen Yixing-Meister der Ming-Dynastie1368-1644
Zhao Ming Cheng赵明诚Dichter der Song-Dynastie (960-1279) und Gatte der berühmten Dichterin Li Qing Zhao (cf. ibid.)1081-1121
zheWahrheit; neben 和 he (Frieden), 静jing (Ruhe) und 怡 yi (Freude) beschreibt der Begriff den Geist der chinesischen Teezeremonie.
Zhè Jiāng浙江Küstenprovinz am Ostchinesischen Meer, Hauptstadt Hangzhou; wichtige Provinz für die chinesische Teekultur und Teeindustrie
Zhen Jun1857-1918; Autor der Teeenzyklopädie Cha Shuo; in dem Werk werden Pi Luo Chun, Long Jing und Liu An Gua Pian als die drei besten Grünen Tees bezeichnet1857-1918
zhen qingDampfen; einer der Prozessschritte bei der Teeherstellung
Zhen Zhong真宗1004 benannte der Song-Kaiser Zhenzhong (真宗 Zhēnzōng, reg. 997-1022) in der Regierungsperiode Jingde (景德 Jǐngdé, 1004–1007) Jingdezhen zur Produktionsstätte des kaiserliches Porzellans (daher der Name der Stadt, die vorher Chang Nan Zhen (昌南鎮) hieß1004-1007
Zhèng Chéng Gōng郑成功Zheng Cheng Gong, chinesischer Heerführer (Ming-General) und geduldeter Seeräuber zur Zeit des Übergangs von der Ming-Dynastie (1368-1644) zur Qing-Dynastie (1644-1911); Zheng, der 1641 Taiwan von den holländischen Kolonisatoren befreite, gründete auf Taiwan das Königreich Tung Ning1624-1662
zhèng hé bái háo yín zhēn政和白毫银针Gelber Tee - huang cha; Zhenghe weißhaarige Silbernadeln
zhèng hé gōng fū hóng chá政和工夫红茶Roter Tee – hong cha; Gongfu Roter Tee von Zhenhe
zhēng méi chá蒸酶茶Grüner Tee – lu cha; Tee der gedampften Enzyme
zhēng shān mao feng 正山Roter Tee (hong cha) aus dem Wuyishan; vermutlich einer der ältesten Roten Tees, der bereits seit dem 18. Jahrhundert produ-ziert wird
zhēng shān xiǎo zhǒng hóng chá正山小种红茶Roter Tee – hong cha; Tee der kleinen Stücke von den Zhengshan Bergen
zhěng xíng整形Formen der Teeblätter, etwa der lanzenförmigen Xi Hu Long Jing etc.; engl. shaping
Zhenzhong真宗1004 benannte der Song-Kaiser Zhenzhong (真宗 Zhēnzōng, reg. 997-1022) in der Regierungsperiode Jingde (景德 Jǐngdé, 1004–1007) Jingdezhen zur Produktionsstätte des kaiserliches Porzellans (daher der Name der Stadt, die vorher Chang Nan Zhen (昌南鎮) hieß1004-1007
zhōngchin., (wörtlich der Becher), auch jú zhōng oder chōng; henkellose Teetasse oder Teeschale, ähnlich einem gai wan auch mit Deckel und Untertasse
zhōng chá中茶chinesischer Tee
Zhōng Guó中国Name Chinas im Mandarin, wörtlich das Reich der Mitte oder der zentrale Staat
Zhōng guó chá中国茶Chinesischer Tee
Zhōng huá wén huà中華文化 chinesische Kultur, umfasst alle kulturellen Aspekte in China
zhòng róu重揉Rollen unter Einwirkung von Druck; engl. heavy rolling; cf. Rollen und Formen; 揉捻, 整形, róu niǎn; engl. rolling
Zhou cháochinesische Zhou-Dynastie, eines der "Frühen Reiche"1045-771
Zhou Gaoqi1. 周高起
2. 洞山岕茶系
1. Im Jahre 1640 verfasste Zhou Gaoqi (周高起) sein Yangxian Ming Hu Xi (阳羡茗壶系),: „Abhandlung über die Yixing Teekannen (englische Übersetzung: Treatise on Yixing Tea Pot).
2. Im gleichen Jahr erschien Zhous Tongshan Jie Cha Xi (洞山岕茶系), den „Bericht über den Tongshan Jie Tee“ (engl.: Report on Tongshan Jie Tea)
1640
Zhou Gui Zhengberühmter, zeitgenössischer Yixing-Töpfermeistergeb. 1943
Zhou li周礼altes Ritualbuch der Zhou aus der Westliche Zhou-Dynastie (1045-771 v.Chr.), demzufolge es bereits damals ein eigenes Amt für die Teezubereitung gabca. 1000 v.Chr.
zhua chaTee kochen; Phase in der Geschichte des chinesischenTees – die Zeit vor der Tang-Dynastie (618-906), in der der Tee regelrecht ge“kocht“ wurde
Zhuāng Zǐ庄子auch Chuang-tzu (übersetzt „Meister Zhuang“),ersönlicher Name Zhuāngzhōu (庄周), ein chinesischer Philosoph und Dichter; nach ihm wird das zum Großteil von ihm verfasste „Zhuangzi“ benannt, das zusammen mit dem Dao de jing als das Hauptwerk des Daois-mus gilt; das Buch gilt als eines der literarisch schönsten und inte-ressantesten aber auch schwierigsten Werke der chinesischen Geistesgeschichte; das berühmteste seiner Gleichnisse ist der Schmetterlingstraum365-290 v.Chr.
Zhū Gě Liàng 诸葛亮auch unter dem Namen Kong Ming (孔明) bekannt; Politiker und Diplomat, Kanzler unter Liu Bei während der Wei-Dynastie (220-265), dem König von Shu während der Zeit der Drei Reiche; er gilt als der berühmteste und genialste Stratege und Taktiker der chinesischen Geschichte und wird als Weiser verehrt; Zhuge Liang bzw. Kong Ming setzte sich entschieden für die Kultuvierung von Teepflanzen ein; heute noch werden ihm zu Ehren alte Teebäume in der Provinz Yunnan als Kong-Ming-Bäume bezeichnet181-234
zhú hǎi jīn míng hóng chá竹海金茗红茶Roter Tee – hong cha; zarter roter Tee des Bambussees
Zhu hongLangsambacken; Prozessschritt bei der Teeherstellung: kleine Hitze über einen längeren Zeitraum; cf. auch hong bei (Backen) und mao hong (Schnellbacken)
Zhu Ke Xin朱可心berühmter Tontöpfermeister aus Yixing während der Republik und frühen Volksrepublik (1904 – 1986); Zhu hat viele neue Formen kreiert.1904-1986
zhu lan hua chaZhulan Blumentee (hua cha)
Zhu Quan朱权Sohn des Kaiser Zhu Yuanzhang (Hongwudi), der sich dem Daosimus und Buddhismus hingezogen fühlte und als Eremit zurückzog; Zhu war ein berühmter Gelehrter und Teekenner; 1440 verfasste er das Buch Cha Pu (茶谱, Teebuch); er soll der erste gewesen sein, der dem Tee Blütenknospen beigefügt hat, die nach dem Aufguss sich langsam öffnen1368-1448
zhu shui qiWasserkessel
zhú yè qīng竹叶青Grüner Tee – lu cha; grüne Bambusschnecke
Zhu Ge Liang 诸葛亮auch Kong Ming genannt; Politiker und Diplomat unter Liu Bei, dem König von Shu während der Zeit der Drei Reiche; er gilt als der berühmteste und genialste Stratege und Taktiker der chinesischen Geschichte und wird als Weiser verehrt ; Zhige (Kong Ming) setzte sich für die Kultivierung der Teepflanze in Yunnan ein, wo bis heute alte Teepflanzen auch Kong Ming-Bäume genannt werden181-234
Zhu Yuan Zhang朱元璋auch Zhu Yunzhang, anderer Name Kaiser Hongwu oder Hungwu (洪武帝); erster Kaiser der Ming-Dynastie (reg. 1368-1398); er entschied, dass gepresster Tee, dessen Produktion zu zeitaufwändig sei und zuviel Geschmack verliere, durch losen Blatttee ersetzt wird1328-1398
zhuān chá砖茶Teeziegel (engl. brick); ein Tee, meistens Alte bzw. Schwarze oder Postoxidierte Tees, die schnell nach der Ernte in Ziegelform gepresst und dann gelagert werden; während dieser teils jahrelangen Lagerung oxidiert der Tee, weshalb er auch als postoxidierter Tee bezeichnet wird; die gängigsten Größen sind 100g, 250g, 500g und 1000g
Zhūgě Liàng 诸葛亮cf. Zhu Ge Liang
zhun mei(auch Chung Mee); „wertvolle Augenbraue; kräftiger Grüner Tee aus der Provinz Jiangxi
zhuo jingauch zhuo ging geschrieben oder auch yao jing genannt; Quetschen; sehr kritischer und langer Prozesschritt bei der Teeherstellung im direkten Anschluss an das Welken; anfangs verlieren die Blätter durch den Feuchtigkeitsverlust ihre Elastizität, die sie jedoch anschließend zurückgewinnen, da im Verlauf die Feuchtigkeit aus den Stengeln in die Blätter gelangt
zhuò xíngRollen und Formen; auch rou nian genannter Prozessschritt in der Teeherstellung (bes. von Oolong-Tee), bei dem die Teeblätter durch Druck und Rollen in ihre gewünschte Form gebracht werden
zĭ juān紫娟wörtlich purpurfarbene Dame; auf dem Berg Nánnuò (南糯山 einem der Sechs Teeberge südwestlich des Langcang Flusses; cf. Sechsteeberge) wächst eine Varietät des Pu'erh, der so bezeichnet wird, weil ihre Knospen einen pupurnen Schimmer haben
Ziegelcf. Teeziegel oder zhuan cha
Ziegeltee砖茶in Ziegeln gepresster Tee, die ursprünglich häufigste Herstellungsart in China; heute noch sehr geläufig bei postfermentierten Tees aus Yunnan oder Sichuan (Pu’Erh); cf. Teeziegel oder zhuan cha
ZiehenMethode der Ernte des Tees; cf. cai jing
zisha紫砂rote Tonerde (Purpursand) aus Yixing, das Material für die berühmten Tonteekannen aus Yixing
Zisha-Teekannen紫砂茶壶chin. zisha chá hú; auch Yixing-Teekannen; Teekannen aus dem besonderen nur in der Umgebung von Yixing vorkommenden Zisha-Ton; erste Yixing-Teekannen gab es bereits in der frühen Ming-Dynastie (1368-1644)
zou mian jiBlauer Tee (Oolong) – wu long cha
Zubereitungdie Zubereitung des Chinesischen Pulver-, Blatt- oder gepressten Tees erfolgt in einer Kanne, einem Gaiwan oder in einem Teeglas; heute wird von Teeliebhabern immer häufiger die Chinesische Gong Fu Cha-Methode (cf. ibid.) angewandt; diese Methode unterscheidet sich wesentlich von der abendländischen Methode dadurch, dass die Ziehzeiten wesentlich kürzer sind, dafür der Tee aber mehrfach - im Falle von Pu'erh bis zu fünzehn Mal - aufgegossen wird; zudem ist bei der Teezubereitung unbedingt auf die richtige Wassertemperatur für die entsprechende Teesorte zu achten (ca. 75° für nicht oder nur leicht oxidierte Tees sowie 95° bis 100° für halb-, voll- und postoxidierte Tees); bitte beachten Sie auch die Hersteller- oder Lieferantenangaben; schließlichsollte bei der Teezubereitung auch noch auf gutes Wasser geachtet werden (entkalkt, pH-Wert leicht über 7, nicht zu viele Mineralien)
zūn yì máo fēng遵义毛峰Grüner Tee – lu cha; Zunyi Mao Feng
zuò xíngFormen; Prozessschritt bei der Teeherstellung
Zupfen (der Teeblätter)auch Rupfen oder Pflücken; Methode der Ernte des Tees durch Zupfen der Knospen und Blätter; cf. cai jing
Zusammensetzung des TeesAlle Tees beinhalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die, je nach Herkunft und Herstellung, in unterschiedlichen Mengen enthalten sind. Dazu gehören u.a. Gerbstoffe, Teein (Tee-Koffein), Polyphenole usw., aber auch in kleineren Mengen Vitamine, die alle in unterschiedlichen Mengen in den verschiedenen Sorten vorkommen. Genauere Informationen und Angaben finden Sie in den entsprechenden Beschreibenungen der Teesorten in der Rubrik Teesorten. Einen Überblick über die Inhaltsstoffe des Tees finden Sie in der Rubrik AUF EINEN BLICK auf unserer Homepage www.chada.de.
Zweikannenmethodecf. shuang hu pao fa; damit die Teeblätter nicht zu lange im Teewasser stehen und der Tee bitter oder ungenießbar wird, wird er nach der entsprechende Ziehdauer in eine zweite vorgewärmte Kanne bzw. in eine Ausschankkanne gegossen